Kriminalbeamte der Spurensicherung untersuchen in Villingen-Schwenningen vor einer Flüchtlingsunterkunft den Tatort.
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Kriminalbeamte der Spurensicherung untersuchen in Villingen-Schwenningen vor einer Flüchtlingsunterkunft den Tatort.

Handgranate Villingen

Empörung nach Handgranaten-Attacke

  • vonKerstin Prosch
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Unbekannte werfen in Villingen-Schwenningen eine scharfe Handgranate auf eine Flüchtlingsunterkunft. Die Empörung im Netz ist groß.

Eine Handgranate fliegt über einen Zaun auf eine Flüchtlingsunterkunft im baden-württembergischen Villingen-Schwenningen. Die Handgranate ist scharf, explodiert aber nicht. Ein Sicherheitsmann bemerkt sie und schlägt Alarm. Durch Mitarbeiter des Landeskriminalamtes erfolgt eine kontrollierte Sprengung der Handgranate. Verletzt wird niemand.

Nach der Handgranaten-Attacke ist die Empörung bei Twitter unter #handgranate groß. "Das kann doch nicht wahr sein! Wieso diskutiert ganz Deutschland den Schutz der Grenzen, aber nicht den Schutz von Asylheimen?", schreibt @Chr_Koenig. @SchneemannChr twittert: "Wer eine Handgranate auf eine Flüchtlingsunterkunft wirft gehört bestraft. Eckelhaft! Das Ausmaß rechter Gewalt ist erschreckend."

Die Gesamtzahl der Straftaten gegen Flüchtlingsunterkünfte stieg im vergangenen Jahr laut Innenministerium um mehr als das Fünffache von 199 auf 1005. Davon wurden 901 Taten als politisch motivierte Kriminalität (PMK) dem rechten Spektrum zugeschrieben.

@fuchs2565 fragt mit Blick auf die aktuelle Handgranaten-Attacke: "Wann wird die Gewalt endlich ernst genommen?? Es ist beängstigend, was die sich alles erlauben!" @ShazeebFresh befürchtet: "Ich habe das Gefühl das Thema wird schnell abgehakt sein, nicht wie das in Köln."

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