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Die Elbphilharmonie im Hamburger Hafen von Nordosten aus.

Elbphilharmonie Hamburg

Die Elbphilharmonie wird weiter gebaut

Hamburg und Hochtief einigen sich darauf, dass die Elbphilharmonie zu Ende gebaut wird. 2017 soll sie eröffnet werden. Zuvor hatten sich Stadt und Konzern wegen der immens in die Höhe geschossenen Kosten fast eineinhalb Jahren in den Haaren lagen.

Nach fast eineinhalb Jahren Stillstand auf Hamburgs berühmtester Baustelle kann es endlich weitergehen mit der Elbphilharmonie: Am Freitag einigten sich die Stadt Hamburg und der Baukonzern Hochtief endgültig auf eine gemeinsame Fortführung des Projekts. Das teilte Senatssprecher Christoph Holstein der Nachrichtenagentur dpa mit.

Den Vertrag zum gemeinsamen Weiterbau haben Stadt und Konzernim Internet veröffentlicht. „Es ist verhandelt, und es ist allen zu danken, die in harter Arbeit erkennbare und Mut machende Fortschritte erzielt haben“, sagte Hamburgs Bürgermeister Olaf Scholz (SPD) am Freitag.

Schlüsselfertige Übergabe bis 1016

Die Eckpunkte des neuen Vertrages sehen nach Medienberichten vor, dass Hochtief das Konzerthaus bis zum 30. Juni 2016 den Konzertbereich der Elbphilharmonie an die Stadt übergibt und die Gesamtabnahme bis zum 30. Oktober 2016 garantiert. Für einen erneuten Nachschlag von 198 Millionen Euro übernimmt der Baukonzern dafür sämtliche Risiken und stellt die Elbphilharmonie gemeinsam mit den Schweizer Architekten Herzog & de Meuron fertig, die Stadt zieht sich nahezu komplett zurück. Auch für die zuletzt strittige Akustik des Großen Konzertsaals will der Konzern Medienberichten zufolge eine Garantie übernehmen, solange es sich dabei um messbare Bauleistungen handelt.

So soll die Elbphilharmonie aussehen: Ein 3D-Rundgang


Die Stadt und der Baukonzern stritten sich seit Jahren um Kostenexplosionen und Zeitverzögerungen bei dem Prestigeprojekt. Sollte die Elbphilharmonie ersten Schätzungen zufolge den Steuerzahler 77 Millionen Euro kosten und 2010 fertig sein, liegen die Kosten mittlerweile bei mindestens 575 Millionen Euro, die Eröffnung wurde auf 2017 verschoben.

Nach Medienberichten könnten die Kosten auf über 600 Millionen Euro steigen. Damit würde die Elbphilharmonie von den Kosten her das bisher größte deutsche Kulturprojekt - die Rekonstruktion des Berliner Schlosses - übertreffen. Für das Berliner Projekt waren bislang 590 Millionen Euro veranschlagt.

Das Konzerthaus mit 2150 Plätzen, integriertem Luxushotel und 45 Eigentumswohnungen soll einmal zu den zehn besten Konzerthäusern der Welt gehören. Der Große Konzertsaal ist nach dem Weinberg-Prinzip gebaut, mit einer Bühne in der Mitte, die von terrassenförmigen Publikumsrängen umgeben ist. Für die Akustik ist mit dem Japaner Yasuhisa Toyota einer der besten Akustiker der Welt verantwortlich.

Bürgerschaft prüft Projekt

Bevor es mit den Bauarbeiten auf Hamburgs berühmtester Baustelle weitergehen kann, muss jedoch noch die Bürgerschaft über das Projekt entscheiden. Sie will die Verträge gründlich prüfen und auch Experten anhören, bevor es zu einer Abstimmung kommt. (dpa)

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