Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Freunde und Weggefährten haben den gestorbenen Schauspieler Otto Sander am Samstag in Berlin verabschiedet.
+
Freunde und Weggefährten haben den gestorbenen Schauspieler Otto Sander am Samstag in Berlin verabschiedet.

Abschied von Otto Sander

"Einer von uns"

Hunderte Trauergäste haben am Samstag Abschied vom Schauspieler Otto Sander genommen. Zahlreiche Prominente, darunter Wim Wenders, Klaus Wowereit sowie Ben und Meret Becker, erweisen Sanders die letzte Ehre.

Mit einer bewegenden Trauerfeier hat Berlin am Samstag Abschied von dem großen Schauspieler Otto Sander genommen. Zu den Trauergästen gehörten die Schauspieler Klaus Maria Brandauer, Uwe Ochsenknecht und Iris Berben sowie die Sänger Udo Lindenberg und Klaus Hoffmann. Auch der frühere Bundesinnenminister Otto Schily (SPD) und die Grünen-Politikerin Renate Künast erwiesen Sander die letzte Ehre.

Der Darsteller, der an Krebs erkrankt war, starb am 12. September im Alter von 72 Jahren in Berlin. Er spielte in 130 Kino- und Fernsehfilmen mit, darunter «Die Blechtrommel» und «Das Boot». Mit seiner sonoren Stimme hatte er sich auch einen Ruf als Synchronsprecher erworben.

Anekdoten von Wenders

Sanders Stiefkinder Ben und Meret Becker nahmen am Samstag Hand in Hand vor dem Sarg auf der Bühne des Berliner Ensembles Abschied. Neben einer Kerze war ein Schwarz-Weiß-Foto des Schauspielers zu sehen. In einem Brief würdigte der frühere sowjetische Staats- und Parteichef Michail Gorbatschow Sander als beeindruckende Persönlichkeit.

Bei der Trauerfeier sprachen unter anderem auch der Hausherr des Berliner Ensembles, Claus Peyman, Regisseur Wim Wenders («Der Himmel über Berlin») und Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD). Anschließend zogen mehrere Hundert Trauergäste über die Friedrich- und Chausseestraße zum nahe gelegenen Dorotheenstädtischen Friedhof. Dort wurde Sander neben dem Regisseur Frank Beyer («Spur der Steine») beigesetzt.

Wowereit sagte, er nehme Abschied von einem "großen Schauspieler und beliebten Bürger unserer Stadt, der uns mit seiner Kunst tief berührte". Sander habe sich auch als Berufsberliner gesehen. "Er war mehr, er war Berlin, einer von uns, man wollte ihn in den Arm nehmen. Wir werden Otto Sander vermissen, aber nie und nimmer vergessen. Berlin sagt Danke!"

Wenders erinnerte an die gemeinsamen Dreharbeiten zum Film "Himmel über Berlin" und erzählte dazu Anekdoten. Sander sei in dem Film zwar der «Engel der Tränen» gewesen, «aber sonst haben ich und Sander immer Tränen gelacht".

Brief von Gorbatschow

Außerdem wurde auf der Gedenkveranstaltung Gorbatschows Brief verlesen. Darin würdigte er Sander nicht nur als Schauspieler, sondern auch als Persönlichkeit, die einen tiefen Eindruck auf ihn hinterlassen habe. "Sein Ableben ist ein Verlust für die deutsche, europäische, ja die Weltkunst."

Auch der langjährige Intendant der Berliner Schaubühne, Jürgen Schnitthelm, sowie der Präsident der Akademie der Künste, Klaus Staeck, kamen zur Trauerfeier. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare