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Die Mobilfunkbetreiber O2 und E-Plus wollen ihre Netze schrittweise zusammenlagen und versprechen besseren Empfang für die Kunden. Das Vorhaben kostet allerdings auch rund 1600 Arbeitsplätze.

Mobilfunk

O2 und E-Plus legen Netze zusammen

Nach der Übernahme von E-Plus durch den Mitbewerber O2 sollen Kunden der beiden Mobilfunkbetreiber bald beide Netze nutzen können. Damit ist der erste Schritt zur Zusammenlegung der beiden Funknetze getan. Durch die Fusion sollen bis 2018 rund 1600 Arbeitsplätze wegfallen.

Nach der Fusion von O2 und E-Plus macht der Mobilfunkanbieter Telefónica Deutschland den ersten Schritt beim Zusammenlegen der beiden Funknetze. Ab Mitte April könnten UMTS-Kunden der beiden früher getrennten Unternehmen das jeweils andere Netz nutzen, sagte Vorstandschef Thorsten Dirks am Dienstagabend am Rande der Mobilfunkmesse Mobile World Congress in Barcelona vor Journalisten. Wo das eigene UMTS-Funknetz Löcher aufweise, würden die Telefone sich automatisch über das sogenannte National Roaming ins jeweils andere Funknetz einbuchen, falls verfügbar.

Das gelte für die Kunden aller eigenen Marken und derjenigen von Partnern – neben unter anderem O2, Simyo, Base und Fonic damit auch etwa für Aldi Talk. In wenigen Wochen soll die Funktion bundesweit verfügbar sein.

Seit Anfang Oktober gehört E-Plus zu dem Münchener O2-Netzanbieter. Dafür blätterte das Tochterunternehmen der spanischen Telefónica insgesamt mehr als acht Milliarden Euro hin. Mit dem Zusammenlegen der Netze will das Unternehmen insgesamt mehr als fünf Milliarden Euro einsparen. Dafür werden rund 14 000 von knapp 40 000 Basisstationen an den Funktürmen abmontiert – mit 1600 Arbeitsplätzen fällt zudem bis 2018 rund jede sechste Stelle bei dem Unternehmen weg. (dpa)

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