Kurfürstliche Kunstsammlung

Düsseldorf "entdeckt" Rubens

Kurfürst Johann Wilhelms Sammlung war vor drei Jahrhunderten die berühmteste Galerie im gesamten deutschsprachigen Raum. Die Ausstellung "Himmlisch Herrlich Höfisch" erinnert an diese Keimzelle der rheinischen Kunstmetropole.

Düsseldorf (dpa) - Seine Kunstsammlung war vor drei Jahrhunderten die berühmteste und bestbesuchte Galerie im gesamten deutschsprachigen Raum: Als wahrer "Großsammler" hat Kurfürst Johann Wilhelm (1658-1716) mehr als 1000 Werke bedeutender Künstler in seiner Residenzstadt Düsseldorf zusammengetragen.

Mit der Ausstellung "Himmlisch Herrlich Höfisch" erinnert das Museum Kunst Palast in Düsseldorf vom 20. September an (bis 11. Januar 2009) an diese Keimzelle der rheinischen Kunstmetropole. Etwa 150 Gemälde - vor allem von Rubens - Zeichnungen und Grafiken sollen den Glanz dieses frühen "Museums" wiederbeleben.

Noch vor Dresden oder Wien habe der Kurfürst aus der Dynastie der Wittelsbacher im großen Stil wichtige Malerei des Barock und der italienischen Renaissance gesammelt, sagte die Leiterin der heutigen Gemäldegalerie des Museums Kunst Palast, Bettina Baumgärtel.

Der Herrscher war - nicht zuletzt vor dem Hintergrund der katholischen Gegenreformation - ein Verehrer von Peter Paul Rubens. Dessen monumentale "Himmelfahrt Mariae" (1616/18) stehe im Mittelpunkt der historischen Kunstschau, in der auch eine erst neulich in der Hamburger Kunsthalle identifizierte Öl-Studie dieses Altarbildes gezeigt werden soll. Durch Erbschaft gelangte ein Großteil der kurfürstlichen Kollektion nach München und ist dort heute Kernbestand der Alten Pinakothek.

www.museum-kunst-palast.de

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