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Die Donald Trumps. Junior (l.) und Präsident (r.).

Twitter

Donald Trump Jr. wird in Grund und Boden getwittert

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US-Präsidenten-Sohn Donald Jr. legt sich auf Twitter mit der Fernsehkorrespondentin Joy Reid an - und bezahlt dafür Lehrgeld.

Donald Trump Jr. gilt den meisten Kritikern nicht als die hellste Leuchte im politischen Establishment rund um Washington. Selbst im mit anderen Werten als Intelligenz auftrumpfenden Trump-Clan sehen Freunde wie Feinde der Sippe eher Juniors kleine Schwester, Ivanka Trump, als geistige Überfliegerin.

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Das hält den ältesten Sohn des amtierenden US-Präsidenten aber nicht davon ab, sich regelmäßig mit „den Linken“ anzulegen, wie er nahezu alle Kommentatoren und Korrespondenten des US-Fernsehens bezeichnet, die nicht bei FOX arbeiten. Sein beliebtestes Schlachtfeld: der Kurznachrichtendienst Twitter.

Dort hat MSNBC-Korrespondentin Joy Reid in einem Tweet die Rede seines Vaters zur Lage der Nation kritisiert. Trump, der Präsident, würde alle nostalgischen Schlagwörter des Nationalismus' der 1950er Jahre verwenden: Kirche, Familie, Polizei, Militär und die Nationalhymne.

Die USA - Land der Kirche und Familie

Das brachte Trump, den Junior, auf die Palme und nötigte ihm den Vorwurf ab, die Linken würde all die aufgezählten Werte hassen. Im Gegensatz zu Trump und überhaupt dem ganzen Land, denn es seien eben Dinge wie Kirche und Familie, die die USA zur größten und schönsten Nation der Welt gemacht hätten.

Apparently Church, Family, Police, Military, and The National Anthem are things the left hates. I think we would all be a lot better off if we embraced those values that allowed us to become the greatest nation in the world. https://t.co/IxBv2s1It4

— Donald Trump Jr. (@DonaldJTrumpJr) 31. Januar 2018

Doch Joy Reid ist eine Veteranin im Bereich Social Media und in Sachen Twitter etliche Gewichtsklassen schwerer als Junior. Das ließ ihn die Kommentatorin von www.thedailybeast.com dann auch gleich mal spüren.

Does “we” include your father? Thrice married and allegedly paid Stormy Daniels $130k for her silence (family), says he doesn’t ask God’s forgiveness and robs healthcare from the poor (faith), 19 sex harassment accusers, and attacking federal law enforcement (values?) Thoughts? https://t.co/jGgallclZd

— Joy Reid (@JoyAnnReid) 31. Januar 2018

Mit einer Reihe an Tweets nimmt Reid auseinander, wie es bei den Trumps um so manche der besagten Werte bestellt ist.

Kirche? Donald Trump, der alte, kokettiert mit seiner Gläubigkeit, hat aber nach eigenem Bekunden Gott noch nie um Vergebung bitten müssen. Das unterscheidet ihn zum Beispiel von Jesus. Familie? Trump ist dreimal verheiratet, bezahlt Pornostars Schweigegeld und rühmt sich seiner sexuellen Übergriffe an Frauen - als verheirateter Mann.

Reid beendet die kleine Lektion an Trump, den Jungen, mit einem Schlusswort, das die Rede zur Lage der Nation zusammenfasst: Sie sei ein Versprechen gewesen, die Vergangenheit wiederauferstehen zu lassen, und keine Vision für die Zukunft.

Donald Trump Junior hat sich dazu übrigens nicht mehr geäußert.

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