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Der Autor Daniel Kehlmann hält Österreich für anfällig in Sachen Korruption.

Daniel Kehlmann

Kehlmann: Österreich anfällig bei Korruption

„Österreich hat mit seiner höfisch-katholischen Tradition leider auch eine größere Toleranz gegenüber Korruption, gegenüber Einflussnahme, gegenüber Mauschelei“, sagt der Schriftsteller. 

Österreich ist nach Einschätzung des deutsch-österreichischen Schriftstellers Daniel Kehlmann aufgrund seiner Vergangenheit anfälliger für Korruption als etwa Deutschland. „Österreich hat mit seiner höfisch-katholischen Tradition leider auch eine größere Toleranz gegenüber Korruption, gegenüber Einflussnahme, gegenüber Mauschelei“, sagte der 44-jährige Bestsellerautor („Tyll“, „Die Vermessung der Welt“) dem „Spiegel“. Deutschland dagegen sei bestimmt von einer „Kultur des protestantischen Pfarrhauses“. „Kant und die protestantische Ethik, das ist keine schlechte Sache: Man nimmt vieles nicht hin, womit der Österreicher erst mal gar kein Problem hat“, sagte Kehlmann. „Und da sind wir wieder bei Ibiza. Es muss ganz viel passieren, man muss schon unglaubliche Dinge sagen, damit auch ein Großteil der österreichischen Bevölkerung sagt, also nein, das geht wirklich nicht.“ (dpa) 

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