Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Protestmarsch in Hongkong am 8. Mai 2011 gegen die Inhaftierung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei.
+
Protestmarsch in Hongkong am 8. Mai 2011 gegen die Inhaftierung des chinesischen Künstlers Ai Weiwei.

Ai Weiwei

China kritisiert deutsche Medien

Der chinesische Konzeptkünstler Ai Weiwei wurde am 3. April 2011 festgenommen und ist seither verschwunden. Das chinesische Außenministerium stößt sich derweil an den Nachfragen deutscher Journalisten nach dem Verbleib des international anerkannten Kunstschaffenden.

Chinas Außenministerium hat deutsche Journalisten wegen ihrer Berichterstattung über den inhaftierten chinesischen Künstler Ai Weiwei kritisiert. „Wir hoffen, dass die deutschen Medien den Fall objektiv betrachten und die Souveränität der chinesischen Justiz sowie deren unabhängigen Umgang mit dem Fall respektieren“, sagte die Sprecherin Jiang Yu am Dienstag auf einer regulären Pressekonferenz des Außenamtes auf wiederholte Fragen deutscher Korrespondenten nach dem Schicksal des berühmten Regimekritikers. „Die Ermittlungen in dem Fall laufen noch. Die Außenwelt sollte das nicht kommentieren“, sagte Jiang Yu und wiederholte allgemein den Vorwurf der Wirtschaftsverbrechen gegen den 53-Jährigen. „Niemand hat das Privileg, sich über das Recht zu stellen oder die Grenzen des Gesetzes zu überschreiten, nur weil er von jemandem im Westen geschätzt wird“, sagte die Sprecherin. Über den Aufenthaltsort und die genauen Vorwürfe des am 3. April bei der Ausreise am Pekinger Flughafen festgenommenen Künstlers sagte Jiang Yu weiterhin nichts. Der deutsche Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und auch die amerikanische Regierung hatten die sofortige Freilassung des Künstlers gefordert, der aus ihrer Sicht wegen seiner Kritik am kommunistischen System in China festgenommen worden ist. Auch in anderen Fällen hatten chinesische Behörden schon den Vorwurf von Wirtschaftsverbrechen gegen Aktivisten oder deren Familienangehörige erhoben, wie Menschenrechtsorganisationen kritisierten. So wurde gegen die Frau und den Sohn des mongolischen Bürgerrechtlers Hada formell der Vorwurf der „illegalen Geschäftstätigkeit“ und des „Drogenbesitzes“ erhoben, wie dessen Schwägerin der Organisation „Southern Mongolian Human Rights Information Center“ berichtete. Beide sind seit Dezember in Haft. Der 56-jährige Hada wird seit dem Ablauf seiner 15-jährigen Haftstrafe im Dezember illegal festgehalten. Auch zwei Söhne der im Exil in den USA lebenden uigurischen Menschenrechtlerin Rebiyah Kadeer verbüßen wegen angeblicher Wirtschaftsdelikte langjährige Haftstrafen. (dpa)

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare