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Der Firmenschriftzug der Bertelsmann AG, aufgenommen vor dem Hauptverwaltungsgebäude in Gütersloh (Archivfoto).
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Der Firmenschriftzug der Bertelsmann AG, aufgenommen vor dem Hauptverwaltungsgebäude in Gütersloh (Archivfoto).

Bertelsmann

RTL büßt kräftig ein

Europas größter Medienkonzern Bertelsmann reagiert mit dem umfangreichsten Sparprogramm seiner Geschichte auf die Wirtschaftskrise, die ihn im ersten Halbjahr tief in die roten Zahlen zieht.

Düsseldorf. Europas größter Medienkonzern Bertelsmann reagiert mit dem umfangreichsten Sparprogramm seiner Geschichte auf die Wirtschaftskrise, die ihn im ersten Halbjahr tief in die roten Zahlen zog. Über alle Sparten hinweg sollen bis Jahresende mehr als 900 Millionen Euro eingespart werden, kündigte Konzernchef Hartmut Ostrowski an.

Das bereits laufende Sparprogramm kostet Stellen: Schon zum Halbjahr arbeiteten 3700 weniger Beschäftigte bei Bertelsmann als Ende 2008. Vorgaben für einen Arbeitsplatzabbau gebe es aber nicht, erläuterte ein Sprecher.

Bertelsmann trifft wie andere Medienunternehmen die weltweite Wirtschaftskrise empfindlich. In vielen Ländern halten sich die Verbraucher mit Einkäufen zurück. Auch bei den Unternehmen wird das Geld knapper, weshalb sie ihre Werbebudgets kappen. Bertelsmann erlöst jedoch ein Drittel seiner Umsätze mit Reklame.

Der Umsatz des Gütersloher Konzerns sank von Januar bis Juni auf 7,2 (Vorjahr: 7,7) Milliarden Euro. Das operative Ergebnis ging um fast ein Drittel auf 475 (685) Millionen Euro zurück. Sowohl der Fernsehkonzern RTL Group, als auch die Verlagsgruppen Random House und Gruner + Jahr sowie das Club- und Buchhandelsgeschäft büßten teilweise kräftig ein.

Allein die Dienstleistungstochter Arvato zeigte eine stabile Entwicklung, weil Firmen in der Krise zunehmend Dienste auslagern, um zu sparen. Damit konnte das schwierige Druckgeschäft kompensiert werden.

Netto verbuchte Bertelsmann einen Verlust von 333 Millionen Euro nach einem Gewinn von 372 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Hier machten sich auch Wertberichtigungen, etwa auf das Druckunternehmen Prinovis, bemerkbar, die sich auf 474 Millionen Euro beliefen.

Bertelsmann hofft durch die Einsparungen, die sich im zweiten Halbjahr voll auswirken sollen, die Rezessionsfolgen abfedern zu können. Im zweiten Quartal waren die Rückgänge von Umsatz und Betriebsergebnis bereits nicht mehr so stark wie noch zum Jahresauftakt.

Dennoch rechnet Bertelsmann weiter für das Gesamtjahr mit schwächeren Ergebnissen als 2008. Ob das Unternehmen das Jahr mit einem Gewinn abschließen kann, hat der Vorstand bislang offen gelassen. (rtr)

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