+
Blick in die Gedenkstätte Yad Vashem in Israel.

Marie Sophie Hingst

Bloggerin soll Dokumente über vermeintliche Holocaust-Opfer gefälscht haben

Die Historikerin und Bloggerin Marie Sophie Hingst schickte offenbar fiktive Opferdokumente in Yad Vashem ein.

Aktualisierung vom 29. Juli: Die bekannte deutsche Bloggerin Marie Sophie Hingst ist tot

Erstmeldung: Bloggerin Marie Sophie Hingst soll Dokumente über vermeintliche Holocaust-Opfer gefälscht haben

Die bekannte deutsche Bloggerin Marie Sophie Hingst, unter anderem Anfang 2018 zur „Bloggerin des Jahres“ gekürt und mit dem „Future of Europe“-Preis der „Financial Times“ ausgezeichnet, soll mit einer fiktiven jüdischen Familiengeschichte aufgetreten sein. Zudem soll sie gefälschte Dokumente über vermeintliche Holocaust-Opfer in der Gedenkstätte Yad Vashem eingereicht haben. Das berichtet das Magazin „Der Spiegel“.

Unstimmigkeiten in Geschichten, die die 31-jährige promovierte Historikerin aus Wittenberg in ihrem Blog „Read on, my dear, read on“ erzählte, waren laut „Spiegel“ schon vor einigen Monaten einer Berliner Historikerin aufgefallen. 2013 habe Hingst die „Opferdokumente“ nach Yad Vashem geschickt und sich damit in „die Parallelwelt einer zweiten, fiktiven Existenz begeben: als Kind einer jüdischen Familie, die viele Angehörige im Holocaust verlor – und die es in Wirklichkeit niemals gab“.

Über ihren Anwalt, so das Magazin, habe Hingst inzwischen mitteilen lassen, dass die Texte in ihrem Blog „ein erhebliches Maß an künstlerischer Freiheit für sich in Anspruch“ nähmen. (FR)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion