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Ex-Bild-Chef Julian Reichelt: Hinweise auf Kooperation mit Milliardär

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Von: Nadja Austel

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Der ehemalige „Bild“-Chef Julian Reichelt.
Julian Reichelt hat seine Medienkarriere noch nicht aufgegeben. (Archivbild) © Jörg Schüler/imago

Julian Reichelt wird offenbar durch einen konservativen Milliardär gefördert. Nun gibt es Hinweise auf die Person, die den Ex-Bild-Chef unterstützt.

Frankfurt am Main – Nach seiner Entlassung im Oktober 2021 war es etwas ruhiger geworden um den ehemaligen Bild-Chef Julian Reichelt. Kurz darauf kündigte er jedoch bereits seine Rückkehr in die Medienwelt an: Er arbeite mit „sehr vielen, sehr spannenden jungen Kolleginnen und Kollegen“ an „etwas Neuem“, hatte Reichelt im österreichischen Fernsehsender Servus TV verlauten lassen.

Zwischenzeitlich gründete er zu diesem Zweck kurzerhand sein eigenes Medienunternehmen in Berlin. Im Juli 2022 übernahm das „Team von Julian Reichelt“ offiziell den YouTube-Kanal „Reichelt Ultras“ und taufte ihn auf den Namen seiner neuen Meinungsshow „Achtung, Reichelt!“

Julian Reichelt – Statt Bild nun YouTube

Noch in der Woche des Sendestarts sorgte er damit für Aufregung im Berliner Politbetrieb. Grund war ein Gastauftritt des FDP-Vize-Vorsitzenden Wolfgang Kubicki als Interviewpartner. Reichelts Kontakte, scheint das Signal zu sein, funktionieren auch nach seinem unrühmlichen Abgang aus dem Hause Springer.

„Wir wollen über das sprechen, was Menschen wirklich bewegt, ohne auf all das hineinzufallen, was Politiker uns erzählen“, heißt es in der Beschreibung des Kanals. Und weiter: „Wir wollen furchtlos und respektlos über das sprechen, was in unserem Land passiert.“ Die reißerischen Titel der Videos lauten etwa: „Özdemir und Lang: Grüne lassen uns fürs Klima hungern // Furz-Steuer für Kühe!“ Oder „Lauterbach & seine übelste Impf-Drohung: Maskenpflicht für Zu-Oft-Geimpfte“

Wie T-Online nun berichtet, habe Reichelt bei seinen Unternehmungen finanzstarke Unterstützung: Seit Monaten mehrten sich Indizien für eine Kooperation mit dem konservativen Milliardär Frank Gotthardt, der Hauptgesellschafter der Kölner Haie sei und mit dem Regionalsender TV Mittelrhein und WWTV auch im regionalen Fernsehgeschäft tätig sei.

Ex-Bild-Chef Reichelt: Hinweise auf seine Geldgeber

Sowohl Reichelt als auch sein mutmaßlicher Partner hätten bisher dazu geschwiegen. Recherchen von T-Online würden nun jedoch den Verdacht erhärten, dass der Ex-Bild-Chef sein Comeback nicht vollkommen allein hinlegt. Für die Gründung seiner Rome Medien GmbH, die im März in Berlin eingetragen wurde, habe Reichelt keinen Notar in Berlin, sondern einen Notar in Koblenz aufgesucht. Hier habe Reichelt sich bereits zuvor mit dem dort ansässigen Gotthardt getroffen.

Bei dem Notar handele es sich um Hans-Jörg Assenmacher – Jurist und CDU-Lokalpolitiker –, der regelmäßiger Talk-Gast bei Gotthardts TV Mittelrhein sei. Auch das Nachrichtenportal Medieninsider hatte berichtet, ein Investor für Reichelts zukünftige Unternehmungen sei gefunden – und zwar ein schwerreicher Unternehmer mit guten Verbindungen zur CDU. (na)

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