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Ein Globus auf der CeBit 2004.

Datenverkehr

Beschädigtes Seekabel bremst Internet

In Indien und im Nahen Osten ist das Internet massiv gestört. Ein Schiffsanker soll zwei Unterseekabel beschädigt haben. Auch europäische Konzerne sind betroffen.

Kairo (ap) - In Indien und im Nahen Osten ist das Internet massiv gestört. Ein Schiffsanker soll zwei Unterseekabel vor der ägyptischen Mittelmeerküste beschädigt haben. Auch europäische Konzerne sind betroffen.

Die Reparatur wird nach Angaben der Behörden vom Mittwoch eine Woche oder länger dauern. Kommunikationstechniker versuchten, den Ausfall mit Hilfe von anderen Kabeln und Satelliten zu überbrücken.

Nach unbestätigten Berichten wurden die Unterseekabel nördlich von Alexandria von einem Schiffsanker beschädigt. Betroffen waren Ägypten, Saudi-Arabien, die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait, Katar und Bahrain sowie Indien. Die Verbindungen zu Israel blieben intakt, weil dieses Land über ein anderes Unterseekabel ans Internet angeschlossen ist.

In der aufstrebenden Wirtschaftsmacht Indien fiel etwa die Hälfte der sonst verfügbaren Bandbreite aus. Zahlreiche große Konzerne in Europa und den USA haben wichtige IT- und Software-Dienstleistungen an indische Outsourcing-Anbieter wie Wipro ausgelagert und sind auf eine stabile Datenverbindung mit Indien angewiesen.

Der Präsident der Vereinigung von Internet-Service-Providern in Indien, Rajesh Chharia, teilte mit, es komme im Datenverkehr mit Indien zu massiven Verzögerungen. Einige Unternehmen hätten begonnen, ihre Internet-Verbindungen mit den USA über die Pazifik-Route umzuleiten.

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