Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Die Band BTS erfreut sich weltweit großer Beliebtheit.
+
Die Band BTS erfreut sich weltweit großer Beliebtheit. Nun steht sie im Mittelpunkt eines Rassismusskandals, ausgelöst durch einen Radiomoderator von Bayern 3.

Boyband BTS

Koreanische Boyband mit Corona verglichen - Bayern 3-Moderator sorgt für Rassismus-Eklat

  • Marcel Richters
    vonMarcel Richters
    schließen

Radiomoderator Matthias Matuschik hat mit einem Vergleich über die koreanische Boyband BTS für einen Skandal gesorgt. Inzwischen hat er sich entschuldigt.

  • Radiomoderator Matthias Matuschik vergleicht in seiner Sendung eine koreanische Band mit dem Coronavirus.
  • Der Vergleich sorgt für ein internationales Echo, sogar in Südkorea wird Matuschik Thema.
  • Inzwischen haben sich Moderator und Sender für die rassistischen Äußerungen über BTS entschuldigt.

München – Matthias Matuschik hat sich in seiner Sendung „Matuschik – der etwas andere Abend“ abfällig über die koreanische Boyband BTS geäußert und damit einen Eklat ausgelöst. Matuschik sprach in seiner Sendung im Radiosender Bayern 3 davon, dass BTS mit dem Coronavirus vergleichbar sei und es „hoffentlich bald eine Impfung gibt“.

Zahlreiche Beschwerden bei Bayern 3 und Matthias Matushik

Daraufhin gingen bei dem Radiosender zahlreiche Beschwerden ein, auch in sozialen Netzwerken war die Empörung groß. Unter dem Hashtag #Bayern3Racist verbreitete sich das Thema auf Twitter sogar weltweit und wurde auch von koreanischen Nutzer:innen aufgegriffen. Verschärft wird die Problematik dadurch, dass viele Menschen das Coronavirus mit Ostasien in Verbindung bringen, wo das Virus mutmaßlich das erste Mal entdeckt wurde. Das wiederum sorgt bereits seit Monaten für wiederholte Anfeindungen gegenüber Menschen aus Ostasien.

Auslöser für die umstrittene Äußerung von Matuschik war, dass die populäre Band BTS den Song „Fix You“ der Band Coldplay gecovert hat. In dem Zusammenhang bezeichnete der Radiomoderator die Mitglieder der Boyband als „kleine Pisser“. Von rassistischen Ansichten wollte er sich aber freisprechen, da er ein Auto aus Südkorea besitze, das er als „die geilste Karre überhaupt“ bezeichnete.

Bayern 3 und Matthias Matuschik nehmen Stellung zu Rassismus-Vorwurf

Durch die massive Kritik sahen sich Bayern 3 und Matthias Matuschik zu einer Stellungnahme gezwungen. „Wir entschuldigen uns in aller Form für die Äußerungen von Moderator Matthias Matuschik in seiner Livesendung“, hieß es von Bayern 3. Zugleich nahm der Sender seinen Moderator in Schutz. Es sei „Charakter der Sendung“, dass eine Meinung „klar, offen und ungeschminkt“ geäußert werde. Inzwischen hat der Sender angekündigt, „ein sehr ernstes Gespräch“ mit Matuschik zu führen. Ob es weitere Konsequenzen gibt, ist demnach noch unklar.

„Ich habe mir in den vergangenen Stunden viele Gedanken gemacht und verstehe und akzeptiere, dass ich viele von euch, insbesondere die asiatische Community, durch meine Worte rassistisch beleidigt haben könnte“, schrieb Matuschik darin. Es sei sei Ziel gewesen, die Coverversion des Coldplay-Songs zu kritisieren, die Nationalität der Musiker von BTS hätten bei seinen Äußerungen keine Rolle gespielt. (Marcel Richters)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare