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Was wir fürs Klima tun können

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Von: Anne Grüneberg

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Die Menschen in Deutschland schmeißen sehr viele Lebensmittel weg, darunter viel Obst und Gemüse.
Die Menschen in Deutschland schmeißen sehr viele Lebensmittel weg, darunter viel Obst und Gemüse. © imago images/CHROMORANGE

Forscher geben Tipps, wie jede und jeder Einzelne von uns täglich CO2-Emissionen einsparen kann.

Mehr als elf Tonnen CO2-Äquivalente verursacht jede Bundesbürgerin und jeder Bundesbürger im Durchschnitt pro Jahr. Das geht aus Zahlen des Bundesumweltamts hervor. Dazu zählt Kohlendioxid (CO2), aber auch Gase, die eine ähnlich klimaschädliche Wirkung haben wie Methan oder Lachgas. Die Treibhausgase werden von Bürger:innen zum Beispiel durchs Wohnen und Heizen oder den Stromverbrauch verursacht. Aber auch Reisen, Konsum und Ernährung spielen eine Rolle. Forscher des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) haben nun errechnet, wie unsere täglichen Konsumentscheidungen die persönliche CO2-Bilanz verbessern können. Sie schlagen vier Maßnahmen vor, mit denen jeder Einzelne pro Jahr Hunderte Kilogramm CO2 einsparen kann.

1. Weniger Lebensmittelverschwendung = 74 Kilogramm CO2: Rund 75 Kilogramm Lebensmittel werden in Deutschland pro Jahr und Person weggeschmissen, etwa die Hälfte davon sind Obst und Gemüse. Das ist auch ein Problem fürs Klima. Denn vor allem Obst und Gemüse verursachen beim Anbau viele Treibhausgase. „Ackerbau, Bewässerung, Treibhäuser, Dünger, das alles belastet das Klima“, sagt IW-Autor Roland Kube. Würde jede und jeder bei sich zu Hause nur noch die Hälfte der Lebensmittel wegschmeißen, könnte laut dem IW-Bericht jede und jeder Einzelne den ökologischen Fußabdruck um 74 Kilogramm CO2-Äquivalente pro Jahr reduzieren.

2. Weniger Fleisch = 120 Kilogramm CO2: Der durchschnittliche Fleischkonsum in Deutschland liegt bei 57 Kilogramm pro Person und Jahr, was laut den IW-Forschern etwa 630 Kilogramm CO2-Äquivalente bedeutet. Wer seinen Fleischkonsum um nur 20 Prozent reduziert, könnte also rund 120 Kilogramm Emissionen einsparen. Dabei kommt es aber auch darauf an, welches Fleisch wir essen. Denn die Produktion von Rindfleisch ist wesentlich emissionsintensiver als die von anderen Masttieren. So verursacht die Herstellung von einem Kilogramm Rindfleisch etwa 30 Kilogramm CO2-Äquivalente, bei Schweinefleisch und Geflügel sind es nur vier Kilogramm. „Das liegt vor allem daran, dass Rinder durch ihre Verdauung sehr viel Methan emittieren. Außerdem brauchen Rinder mehr Nahrung und Wasser um ein Kilogramm Fleisch anzusetzen“, erläutert IW-Klimaforscher Kube.

3. Weniger Kleidung = 140 Kilogramm CO2: Mode wird immer schnelllebiger. 56 neue Kleidungsstücke kauft jeder Mensch in Deutschland durchschnittlich pro Jahr und verursacht damit laut IW rund 680 Kilogramm CO2-Äquivalente. Würde jede und jeder 20 Prozent weniger Kleidung kaufen, also jedes fünfte Kleidungsstück im Geschäft lassen, würde das laut IW einer Einsparung von 140 Kilogramm Treibhausgasen pro Person und Jahr entsprechen. „Der Fast-Fashion-Trend ist definitiv ein Emissionstreiber“, sagt Kube. Er betont zudem, dass die Herstellung von Kleidung klimafreundlicher werden muss. Das reiche von einem sparsameren Einsatz von Chemikalien bis zu energieeffizienteren Maschinen.

4. Weniger Flugreisen = 270 Kilogramm CO2: Flugreisen gehören zu den Klimakillern schlechthin. Schon auf einer kurzen innerdeutschen Flugstrecke etwa von Hamburg nach München verursacht jede und jeder Reisende auf dem Hin- und Rückweg etwa 310 Kilogramm CO2. Würden Reisende die gleiche Strecke mit der Bahn fahren, könnten sie laut den IW-Forschern mehr als 270 Kilogramm CO2 einsparen. „Inlandsflüge kann man gut ersetzen. Das ist eine sehr einfache aber effiziente Maßnahme um CO2 zu reduzieren, für die sich niemand groß einschränken muss“, sagt Kube.

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