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„Verheerende Bilanz“

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Von: Alisha Mendgen

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Ein syrischer Flüchtling schaufelt Schnee vor dem Eingang seines Zeltes in einem Flüchtlingslager.
Ein syrischer Flüchtling schaufelt Schnee vor dem Eingang seines Zeltes in einem Flüchtlingslager. © Marwan Naamani/dpa

In syrischen Flüchtlingscamps erfrieren Babys.

Nach starken Schneefällen im Nordwesten Syriens hat die Welthungerhilfe eine verheerende erste Bilanz zur humanitären Lage vor Ort gezogen. „278 Flüchtlingscamps und provisorische Siedlungen wurden von den extremen Witterungsbedingungen stark in Mitleidenschaft gezogen, wobei mindestens 8318 Zelte durch den starken Wind und die heftigen Schneefälle beschädigt wurden“, sagte die Landesdirektorin der Welthungerhilfe für Syrien, Else Kirk, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND). Zudem seien mehrere Menschen ums Leben gekommen. „Berichten zufolge sind in den letzten Tagen zwei Babys in der Provinz Idlib erfroren“, so Kirk.

Das grundsätzliche Problem seien aber nicht die Schneestürme, sondern die Zustände in den Flüchtlingslagern. „1,7 Millionen Menschen leben in den Camps, über 80 Prozent von ihnen sind Frauen und Kinder“, so Kirk. Der Landesdirektorin zufolge reichen die Hilfsgelder nicht aus, um allen Geflüchteten zu helfen. Den Hilfsorganisationen fehlten in diesem Winter 15,2 Millionen Dollar, „um Zelte gegen die Kälte zu isolieren, Heizmaterial und warme Kleidung bereitzustellen“. Sie forderte eine „angemessene Lösung der humanitären Krise“.

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