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Stefan Weber, 51, ist ein österreichischer Medienwissenschaftler.
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Stefan Weber, 51, ist ein österreichischer Medienwissenschaftler.

#Baerplag

Plagiatsjäger Weber: „Habe mich in das Thema verbissen“

  • VonFelix Huesmann
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Wer ist Plagiatsjäger Stefan Weber?

Wenn Stefan Weber jemandem Plagiate vorwirft, geht es meist um wissenschaftliche Arbeiten, nicht um populärwissenschaftliche Bücher. Seit Mitte der 2000er, als ein Doktorand in Tübingen Teile seiner eigenen Dissertation plagiiert hatte, ist Weber Abschreiber:innen auf der Spur.

Er verdient damit Geld: Man kann ihn – auch anonym über einen Anwalt – beauftragen, in wissenschaftlichen Publikationen nach Zitierfehlern und Plagiaten zu suchen. Manche Dissertation nimmt der Salzburger sich auch einfach aus eigenem Interesse vor. Einer Reihe von Politiker:innen vor allem in Österreich verloren nach einer Überprüfung und öffentlichen Anschuldigung Webers schon ihre akademischen Titel. Erst im Januar trat die österreichische Arbeitsministerin Christine Aschbacher (ÖVP) nach einem Plagiatsvorwurf Webers zurück.

Nun wirft Weber Annalena Baerbock vor, einzelne Sätze und Textpassagen in ihrem Buch abgeschrieben zu haben, ohne das kenntlich zu machen. Es handelt sich vor allem um Sachinformationen. Mehr Copy-and-Paste-Schludrigkeit als eine täuschende Übernahme origineller Gedanken.

Warum befasst sich der Medienwissenschaftler, der auf die Überprüfung wissenschaftlicher Werke spezialisiert ist, nun mit dem Buch der grünen Kanzlerkandidatin? „Ich habe mich in das Thema Baerbock verbissen, weil da einiges zusammen kommt“, sagte Weber der Deutschen Presseagentur. Um eine bezahlte Auftragsarbeit handle es sich nicht.

Seit dem 12. Mai veröffentlichte Weber acht Texte auf seinem Blog zu Baerbock. Mit anderen Bloggern wie dem neurechten Autor Hadmut Danisch wies Weber etwa auf Ungereimtheiten in ihrem Lebenslauf hin. In der Folge stürzte sich Weber auch auf Spitzfindigkeiten, kritisierte etwa, dass Baerbock in einem Tweet geschrieben hatte, Menschen würden CO2 „verbrauchen“. Eine Wortklauberei, weil CO2 ausgestoßen, nicht „verbraucht“ wird.

Im selben Eintrag schrieb Weber, statt des zu diesem Zeitpunkt noch unveröffentlichten Buchs der Grünen-Politikerin solle es eher ein „Schwarzbuch Baerbock“ geben, dessen Thema „ihre unzähligen Fehler und Verfehlungen“ sein sollten „und warum es so jemand an die Spitze einer Partei schafft und womöglich an die Spitze eines Staates schaffen wird“.

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