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Disco-Impfparty in Heilbronn. Auch an vielen Schulen gibt es mittlerweile Aktionen.
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Disco-Impfparty in Heilbronn. Auch an vielen Schulen gibt es mittlerweile Aktionen.

Coronavirus

Piks zur großen Pause

  • VonAlisha Mendgen
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Vielerorts können sich Jugendliche in der Schule impfen lassen.

In zehn von 16 Bundesländern organisieren die Landesregierungen gezielt Impfaktionen an Schulen. Das geht aus einer Umfrage des Redaktionsnetzwerks Deutschland (RND) in den Kultus- und Gesundheitsministerien der Länder hervor. In Bayern und Niedersachsen etwa fahren Impfmobile von Schule zu Schule. In Hamburg können sich begleitende Eltern impfen lassen und in Baden-Württemberg wurden schon während der Sommerferien Aktionswochenenden zum Impfen organisiert.

Außerdem räumt die Landesregierung im Südwesten der Republik komplette Zeitfenster in Impfzentren frei, um Schulklassen und große Gruppen impfen zu lassen. Mobile Impfteams auf Abruf stehen ebenfalls bereit. Bremen plant die Impfung an Schulen strategisch. Impfteams sollen nur in Schulen impfen, die in ehemaligen Hochinzidenz-Stadtteilen liegen.

Schleswig-Holstein und Berlin stellen eine Ausnahme dar: In der Bundeshauptstadt wird der Fokus bislang nur auf Oberstufenzentren und berufsbildende Schulen gelegt. Schleswig-Holstein ist mit 30 Prozent vollständig Geimpften im Alter zwischen zwölf und 17 Jahren zwar Impf-Spitzenreiter in Deutschland, dennoch finden Impfaktionen ausschließlich an Gemeinschaftsschulen und Gymnasien statt. In Berlin stehen mittlerweile auch Impfaktionen an weiterführenden Schulen auf dem Plan.

Kritik am Wiederbeginn

Zum Vergleich: Die bundesweite Impfquote bei den Zwölf- bis 17-Jährigen liegt derzeit bei 35,5 Prozent, die ihre erste Dosis erhalten haben. 24,2 Prozent sind vollständig immunisiert.

Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) kritisiert den Schulstart derweil als holprig und wirft der Politik vor, keine ausreichende Klarheit über die Regeln geschaffen zu haben. Der Start ins neue Schuljahr sei „unterschiedlich gut gelungen, unter dem Strich war er holprig“, sagte GEW-Chefin Maike Finnern. Im Hinblick auf das Impfen an Schulen sei sie allerdings optimistisch gestimmt. Die Impfbereitschaft bei den Lehrkräften sei mit 80 bis 95 Prozent sehr hoch. Niedrigschwellige Impfangebote an Schulen seien „sinnvoll und müssen ausgeweitet werden“.

In allen Bundesländern werden die Vakzine von Moderna und Biontech verimpft, die die Ständige Impfkommission für die Zwölf- bis 17-Jährigen zugelassen hat.

Bundesländer wie Hessen und Thüringen ermöglichen zwar Impfaktionen, aber nur wenn sie von den Schulleitungen oder den Schüler:innen gefordert werden. „Es handelt sich um ein ergänzendes Angebot“, hieß es seitens des Innenministeriums. In Rheinland-Pfalz seien vereinzelte Impfaktionen vor Ort auf Initiative der Schulgemeinschaft zurückgegangen, teilte das Bildungsministerium mit. Im Land sind jedoch Impfbusse unterwegs, die an 200 Stationen Halt machen.

Es gibt aber auch Länder, die komplett auf Impfungen an Schulen verzichten. In Sachsen-Anhalt beispielsweise sei das die Angelegenheit von Impfzentren sowie Haus- und Betriebsärzt:innen, teilte das Sozialministerium mit. Auch das Saarland sieht von Impfungen an Schulen ab.

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