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Kandidat der Linken: Gerhard Trabert

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Der Arzt und Professor für Sozialmedizin Georg Trabert kandidiert zwar auf dem Linken-Ticket, ist aber parteilos.
Der Arzt und Professor für Sozialmedizin Georg Trabert kandidiert zwar auf dem Linken-Ticket, ist aber parteilos. © Jens Büttner/dpa

Der Kandidat der Linken will seine Kandidatur nutzen, um auf soziale Probleme im Land aufmerksam zu machen.

Gemessen an den Wahlleuten der Linkspartei, die ihn aufgestellt hat, geht Gerhard Trabert (65) als Anwärter auf den dritten Platz ins Rennen ums Präsidialamt. Doch er selbst hat als Wahlziel ausgegeben, so viele Wahlmänner und -frauen anderer Parteien von seiner Agenda zu überzeugen, dass er AfD-Kandidat Otte überholt. Trabert kandidiert zwar auf Linken-Ticket, ist aber parteilos. In die Politik zog es ihn erst spät. Im September trat er bei der Bundestagswahl als parteiloser Direktkandidat in Mainz für die Linke an und holte beachtliche 12,4 Prozent der Erststimmen. Trabert studierte zunächst Sozialwesen und arbeitete mehrere Jahre als Diplom-Sozialpädagoge, bevor er ein Medizinstudium begann. Er ist heute Arzt und Professor für Sozialmedizin. Seit Jahrzehnten engagiert er sich für die medizinische Versorgung von Obdachlosen und in der Flüchtlingshilfe. Er ist Gründer und Vorsitzender des Vereins Armut und Gesundheit in Deutschland, der in Mainz eine Poliklinik für Unversicherte betreibt. Trabert gehörte der Nationalen Armutskonferenz an und half bei zahlreichen Auslandseinsätzen wie etwa nach dem Erdbeben 2010 in Haiti oder 2016 im griechischen Flüchtlingslager Idomeni. Für sein soziales Engagement wurde Trabert im Jahr 2004 mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet. sgey/dpa/FR

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