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Bevölkerungsreiche Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen und Bayern haben mit 482,5 Millionen beziehungsweise 212 Millionen Euro besonders hohe Ausgaben einkalkuliert.
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Bevölkerungsreiche Bundesländer wie Nordrhein-Westfalen und Bayern haben mit 482,5 Millionen beziehungsweise 212 Millionen Euro besonders hohe Ausgaben einkalkuliert. (Symbolbild)

Corona in Deutschland

Impfzentren kosten Länder rund 1,5 Milliarden Euro

  • VonAlisha Mendgen
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Millionen Menschen in Deutschland haben landesweit in Impfzentren eine Immunisierung gegen das Coronavirus erhalten, seit Oktober schließen immer mehr der Anlaufstellen: Zeit für eine Bilanz.

Zwölf Bundesländer haben für die Finanzierung der inzwischen zumeist geschlossenen Impfzentren insgesamt rund 1,5 Milliarden Euro eingeplant oder teilweise bereits ausgegeben. Das geht aus einer Umfrage des Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) in allen 16 Ländern hervor.

Dabei handelt es sich um absolute Zahlen und Kostenvoranschläge der Bundesländer, die das RND hochgerechnet hat. Drei Länder konnten noch keine Angaben zu den Kosten machen. Aus Bremen gab es trotz mehrerer Anfragen keine Reaktion.

Im Juni hatte die Gesundheitsministerkonferenz einen Beschluss gefasst, wonach der Betrieb der Impfzentren nach dem 30. September je nach Bedarf zurückgefahren werden soll. In vielen Bundesländern sind die Impfzentren daraufhin geschlossen worden.

So machten unter anderem Baden-Württemberg, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen die Zentren vorerst dicht – und setzen seither auf Hausarztpraxen sowie mobile Impfteams. Bund und Länder wollten sich die Finanzierung der Impfzentren jeweils zur Hälfte teilen. Laut Bundesamt für Soziale Sicherung zahlte der Bund bis Ende September bereits 1,6 Milliarden Euro an alle Bundesländer aus.

Bevölkerungsreiche Bundesländer haben die höchsten Kosten für ihre Impfzentren und die dazugehörigen mobilen Impfteams einkalkuliert, Nordrhein-Westfalen etwa 482,5 Millionen Euro und Bayern knapp 212 Millionen Euro.

Die etwas kleineren Bundesländer haben deutlich geringere Kosten. Sachsen kalkuliert für die gesamte Impfkampagne einschließlich Impfzentren und mobile Teams mit etwa 165 Millionen Euro. Hessen gab an, 25,2 Millionen Euro pro Monat für 28 Impfzentren aufgewendet zu haben – den gleichen Anteil übernahm der Bund.

Rheinland-Pfalz kalkuliert mit etwa 50,5 Millionen Euro bis Anfang Oktober. Die Hansestadt Hamburg plant mit rund 53 Millionen Euro, die selber zu tragen sind. Darin enthalten seien Abrechnungen ärztlicher Honorare, Kosten für den Aufbau des Impfzentrums, Miete für die Messehalle und Personalkosten, hieß es in einer Pressemitteilung.

Berlin errechnete bis Ende September monatliche Eigenkosten von rund 29 Millionen Euro. Ursprünglich waren in der Hauptstadt sechs Impfzentren geöffnet. Derzeit sind es zwei.

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