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Geschenke ja, aber weniger

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Von: Johanna Apel

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Mit der richtigen Kopfbedeckung kommt man besser in Weihnachtsstimmung: Besucherinnen des Dresdner Striezelmarkts.
Mit der richtigen Kopfbedeckung kommt man besser in Weihnachtsstimmung: Besucherinnen des Dresdner Striezelmarkts. dpa © dpa

Eine Umfrage belegt: Die Deutschen wollen im Weihnachtsgeschäft deutlich sparen

Knapp drei Wochen noch, dann müssen alle Geschenke besorgt sein, damit sie schön verpackt unterm Weihnachtsbaum liegen können. Ob Spielzeug, Bücher oder Schmuck: Für viele Branchen sind die Wochen vor Heiligabend die wichtigste Zeit, um Umsatz zu machen. Allerdings ist die Konsumlaune in diesem Jahr getrübt. Inflation und hohe Energiepreise machen vielen Haushalten zu schaffen.

Laut einer nun veröffentlichten Umfrage des Beratungsunternehmens EY wollen viele Menschen in diesem Jahr weniger Geld für Geschenke ausgeben. Das durchschnittliche Budget für Weihnachtsgeschenke liegt bei den befragten Verbraucherinnen und Verbrauchern bei 252 Euro. Das sind 21 Euro – oder 7,6 Prozent – weniger als im vergangenen Jahr. Wenig überraschend sparen besonders Menschen mit geringem Einkommen an Weihnachtsgeschenken. In Haushalten mit einem Nettoeinkommen unter 25 000 Euro sollen die Ausgaben von 158 auf 120 Euro und somit um 24 Prozent sinken.

Westdeutsche sparen mehr

Aber auch, wer mehr etwas verdient, schnallt den Gürtel enger: In Haushalten unter 35 000 Euro verkleinert sich das Budget von 230 auf 185 Euro – oder um 20 Prozent. Lediglich Haushalte ab 70 000 Euro Nettoeinkommen gaben an, etwas mehr (plus ein Prozent) auszugeben.

Für die EY-Daten wurden 1000 Menschen telefonisch befragt. Demnach wollen Männer in diesem Jahr mehr für Geschenke ausgeben als Frauen. Auch zwischen Ost und West gibt es Unterschiede: Die westdeutschen Konsument:innen planen in diesem Jahr durchschnittlich acht Prozent weniger für Geschenke ein, in Ostdeutschland sind es nur vier Prozent. Allerdings ist dort der Wert, wie viel überhaupt für Geschenke hingelegt wird, niedriger. Während im Westen Deutschlands durchschnittlich 256 Euro eingeplant werden, sind es im Osten 239 Euro.

Die beliebtesten Geschenke sind übrigens Gutscheine und Geld – vor allem bei Männern. 44 Prozent der Befragten setzen in diesem Jahr auf diese Art des Schenkens. Direkt danach kommen Spielwaren (35 Prozent), Lebensmittel und Süßigkeiten (34 Prozent) sowie Bücher (34 Prozent) und Kleidung (ebenfalls 34 Prozent).

Bereits in den vergangenen Wochen und Monaten hatten verschiedene Branchen gemeldet, dass die Umsätze schwächeln. Zum Start der Weihnachtssaison verwies der Handelsverband Deutschland (HDE) auf die getrübte Erwartung der Unternehmen. Anfang November rechneten 70 Prozent der Händler mit einem schlechteren Weihnachtsgeschäft als noch im vergangenen Jahr. „Die hohe Inflation beeinflusst die Kaufkraft massiv“, sagte Hauptgeschäftsführer Stefan Genth da. Allerdings sei die Verbraucherstimmung seit einem „Allzeittief“ im Herbst auch schon wieder etwas besser geworden.

Etwas mehr Schwung

Und der Trend setzt sich offenbar fort. Laut einem vom HDE erhobenen Konsumbarometer verbesserte sich die Verbraucherstimmung im Dezember erneut – und somit den zweiten Monat in Folge. „In der abgelaufenen Woche kam vielerorts etwas mehr Schwung in das Weihnachtsgeschäft“, sagte Genth nun über die erste Adventswoche. „Die Kundenfrequenzen blieben aber meist hinter den Erwartungen zurück.“

Denn die Verbraucherstimmung bewegt sich laut dem Verband weiterhin auf niedrigem Niveau. Allerdings: Diese „erneute Aufhellung“ zum Ende des Jahres könnte laut dem HDE der Beginn eines länger anhaltenden Aufwärtstrends sein. Allerdings hänge auch viel von der weiteren Entwicklung der Wirtschaft und insbesondere der Umsetzung von Entlastungen wie der Gas- und Strompreisbremse ab.

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