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Bundeswehr

Dienst exklusiv in der Heimat

  • Markus Decker
    vonMarkus Decker
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„Dein Jahr für Deutschland“ in der Bundeswehr startet mit 325 Freiwilligen. 9000 hatten sich beworben. Für den ersten Jahrgang fehlen jetzt noch knapp 700.

Am Dienstag haben die ersten 325 Deutschen ihre Ausbildung für den neuen Freiwilligendienst der Bundeswehr im Heimatschutz angetreten. Das teilten Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und ihr Staatssekretär Peter Tauber, auf den der Dienst wesentlich zurückgeht, in Berlin mit. Die Zahl der Bewerber:innen sei mit rund 9000 deutlich größer gewesen und zeige, dass sich viele junge Menschen für das Land engagieren wollten, hieß es. „Wir waren selbst überrascht, wie groß das Interesse ist“, bemerkte Kramp-Karrenbauer.

Die Bundeswehr will zusätzliche Kräfte für Krisen- und Katastropheneinsätze im Inland bereithalten, wie sie derzeit auch in der Pandemie benötigt werden. Der Dienst steht unter dem Motto „Dein Jahr für Deutschland“. Im ersten Jahr sollen 1000 Frauen und Männer ausgebildet werden.

Der stellvertretende Generalinspekteur Markus Laubenthal nannte als Bedingung für die Teilnahme ein Mindestalter von 17 Jahren, die deutsche Staatsbürgerschaft sowie eine abgeschlossene Schulausbildung. Der Sold soll rund 1400 Euro netto im Monat betragen und übersteigt damit die Löhnung bei anderen Freiwilligendiensten bei weitem.

Nach einer siebenmonatigen militärischen Ausbildung folgen Reservisteneinsätze auf sechs Jahre. Laubenthal zufolge durchlaufen alle Freiwillige eine reguläre Grundausbildung, danach die Spezialausbildung für den Heimatschutz. Kern sei ein vertiefendes Training im Sicherungs- und Objektschutz, im Sanitätsdienst, in der ABC-Abwehr, im Brandschutz und die Einweisung an den künftigen, selbst gewählten Standort. Der wesentliche Unterschied zum freiwilligen Wehrdienst – Ersatz für die 2011 ausgesetzte Wehrpflicht –, der zwischen sieben und 23 Monaten dauert, ist, dass der „Heimatschutz“ an den Grenzen der Heimat Halt macht. Die Möglichkeit von Auslandseinsätzen habe einige davon abgehalten, zur Bundeswehr zu gehen, so die Ministerin.

Sie betonte zugleich, dass der Begriff „Heimatschutz“ bewusst gewählt wurde. Man dürfe „Heimat“ nicht Rechtsextremisten überlassen. „Heimat ist mehr als nur ein Ort; es ist ein Gefühl, das man im Herzen trägt“, sagte Kramp-Karrenbauer und fügte hinzu: „Wir nehmen mit diesem Dienst niemandem etwas weg.“ Wenn er aber den Anstoß zu einer Debatte über Freiwilligendienste leiste, begrüße sie das.

Die FDP-Politikerin Marie-Agnes Strack-Zimmermann kritisierte auf „NDR Info“, dass die Bundeswehr andere Sorgen habe. „Was wir brauchen, sind junge Männer und Frauen, die bereit sind, in den Einsatz zu gehen und die bereit sind, so ausgebildet zu werden, dass unsere Freiheit in Frieden geschützt wird. Dass ist mit einem solchen sozialen Jahr nicht getan“, sagte sie.

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