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Für Eltern, Lehrkräfte, Politikerinnen und Politiker stellt sich nun die Frage: Wie gelingt nach den Sommerferien ein sicherer Start?
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Für Eltern, Lehrkräfte, Politikerinnen und Politiker stellt sich die Frage: Wie gelingt nach den Sommerferien ein sicherer Start?

Corona

Die Hoffnung auf offene Schulen bleibt

Die Ausbreitung der Delta-Variante könnte aber den Präsenzunterricht nach den Ferien gefährden.

Der Präsident des Deutschen Kinderschutzbundes (DKSB), Heinz Hilgers, hat angesichts der um sich greifenden Delta-Variante des Coronavirus davor gewarnt, dass diese erneut zulasten der Schülerinnen und Schüler in Deutschland gehen werde.

„Es ist bedenklich, wie viele Freiheiten wir uns selbst jetzt schon wieder gewähren“, sagte er dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Da werden Feste mit 1000 Menschen gefeiert, die Fußball-Stadien werden immer voller. Mein Rat wäre deshalb, es mit den Freiheiten nicht zu übertreiben, um im Herbst nicht in eine neue Krise hineinzurutschen.“ Hilgers beklagte, dass politisch abermals nicht genug unternommen worden sei, um Vorbeugung zu betreiben – etwa durch eine bessere digitale Ausstattung von Schulen oder durch den rechtzeitigen Einbau von Lüftungsanlagen.

Auch die Lehrergewerkschaft GEW übt Kritik: „Schulen müssen endlich krisenfest gemacht werden“, fordert die Vorsitzende Maike Finnern. Das beinhalte Investitionen in Gebäude, Infrastruktur, mehr Personal und Luftfiltergeräte in Klassenräumen

Für Eltern, Lehrkräfte, Politikerinnen und Politiker stellt sich nun die Frage: Wie gelingt nach den Sommerferien ein sicherer Start? Der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) spricht sich, ebenso wie die GEW, für offene Schulen aus – jedoch warnen beide vor einem zu frühen Ende der Maßnahmen.

„Noch ist es uns nicht möglich zu beurteilen, wie sich die Delta-Variante auf das Infektionsgeschehen in Lehranstalten auswirkt, dafür wissen wir zu wenig über sie“, sagt der Berliner Kinderarzt und BVKJ-Sprecher Jakob Maske.

Zwar lag die Inzidenz hierzulande am Montag bei 8,6 und damit auf einem so niedrigen Niveau wie lange nicht mehr, doch hat sich der Anteil der Delta-Mutante in der ersten Juniwoche auf fast sechs Prozent verdoppelt. Forschende gehen im Vergleich zur Alpha-Variante von einer bis zu 60 Prozent höheren Infektiosität aus. Die Bundesregierung unterstrich am Montag die angestrebte Rückkehr zu einem vollen Schulbetrieb nach den Sommerferien, verwies aber auch auf noch mögliche Risiken. „Geöffnete Schulen haben eine ganz hohe Priorität“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. Nach allem, was Kinder in der Pandemie durchmachen mussten, sei es sehr zu wünschen, dass nach den Ferien wie vorgesehen überall wieder Präsenzunterricht möglich sei. Angesichts der ansteckenderen Delta-Variante habe man es aber „nicht mit einer komplett vorauszusehenden Entwicklung zu tun“, so Seibert.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sagte am Montag, es sei eines der Hauptziele, das normale Schulleben so lange wie möglich zu bewahren. Wechselunterricht werde nicht angestrebt. (mit dpa)

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