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Volksbund Kriegsgräberfürsorge: Belastung für Zeitzeugen

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Kriegsgräberstätte
Ein Schild „Kriegsgräberstätte“ weist den Weg zu einem Friedhof. © Soeren Stache/dpa-Zentralbild/ZB/Symbolbild

Der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine löst auch bei vielen Zeitzeugen des Zweiten Weltkrieges Bestürzung und große Sorgen aus. Viele Menschen meldeten sich und drückten ihre Fassungslosigkeit darüber aus, dass in Europa nun wieder Krieg herrsche - und das, obwohl längst nicht alle Opfer der beiden Weltkriege geborgen und identifiziert worden seien, sagte eine Sprecherin des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge der Deutschen Presse-Agentur in Niestetal.

Niestetal - Durch die Bilder von zerstörten Häusern und fliehenden Menschen fühlten sich viele der Zeitzeugen zurückversetzt in diese schlimmen Zeiten.

Seit mehr als 100 Jahren sucht und birgt der Volksbund die Toten der Kriege, versucht sie zu identifizieren und informiert die Angehörigen. Er pflegt weltweit über 830 Kriegsgräberstätten. Viele dieser Kriegsgräberstätten erweitert er beispielsweise mit Ausstellungen und Medienstationen zu modernen Lern- und Begegnungsorten.

Die Mitarbeiter der humanitären Organisation begleiten Menschen auch beim Besuch der Gräber ihrer Angehörigen. Dabei unterhalte man auch vielfältige Kontakte in die Ukraine, aber auch nach Russland, wo rund drei Millionen deutsche Soldaten zu Tode kamen. Auch weiterhin wolle sich der Volksbund für die Völkerverständigung einsetzen, sagte die Sprecherin. Kritik am Angriffskrieg des russischen Präsidenten Wladimir Putin gelte nicht den Menschen in Russland. Man sei voller Respekt für die Menschen, die dort den Mut hätten, gegen den Krieg einzutreten. dpa

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