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SPD-Fraktion: Mehr Entlastung und Wertschätzung für Lehrer

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Schule
Ein Schwamm liegt in der Ablage einer Kreidetafel. © Klaus-Dietmar Gabbert/ZB/dpa/Archivbild

Angesichts wachsender Aufgaben an den Schulen hat die SPD-Landtagsfraktion mehr Entlastung und Wertschätzung sowie eine höhere Bezahlung für hessische Lehrer gefordert. Gute Arbeitsbedingungen würden den Arbeitsplatz Schule auch wieder attraktiv machen, sagte die SPD-Abgeordnete Nina Heidt-Sommer am Mittwoch im Parlament in Wiesbaden. „Viele Lehrkräfte arbeiten heute am und oft über ihrem Limit.“

Wiesbaden - Immer mehr Lehrerinnen und Lehrer litten psychisch darunter, dass sie ihre selbst auferlegten Qualitätsstandards nicht halten könnten, sagte Heidt-Sommer. „Wer weit über seine Belastungsgrenze arbeitet, wird krank und fällt aus.“ Heidt-Sommer wiederholte unter anderem die SPD-Forderung nach einer Anhebung der Besoldung von Grundschulkräften auf die Stufe A13.

Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) wies die Kritik zurück. Nahezu alles, was die SPD-Fraktion in ihrem Antrag kritisiere, habe die Landesregierung in den vergangenen Jahren bereits entschlossen angepackt.

Die Vorsitzende der Linksfraktion, Elisabeth Kula, sagte, Schulen dürften nicht nur ein Ort der Wissensvermittlung sein, sondern auch der Kreativität und des Miteinanders. „Dafür aber sind neben politischem Willen auch die Bereitstellung entsprechender Ressourcen notwendig, um für gute Arbeitsbedingungen zu sorgen.“

Der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Heiko Scholz, erneuerte die Forderung, Lehrer mit dem Einsatz von Verwaltungsfachkräften an Schulen zu entlasten. Zur Lösung des chronischen Lehrermangels genüge es nicht, neue Studienplätze zu schaffen - „sie müssen auch belegt werden“, sagte Scholz. Allerdings fühlten sich gerade junge Kollegen durch ihr universitäres Studium und das Referendariat nur unzureichend auf den Beruf des Lehrers vorbereitet, da der Praxisbezug zu gering sei. dpa

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