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Akkuleistung von E-Autos soll durch Sommerhitze sinken: ADAC stellt Aussagen richtig

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E-Auto
Ein Symbol für E-Autos auf einem Parkplatz. © Julian Stratenschulte/dpa/dpa-tmn/Symbolbild

Die Sommerhitze hat Auswirkungen auf E-Autos. Die Akkus verlieren nicht nur bei Kälte, sondern auch bei starker Hitze deutlich an Leistung.

Update vom Mittwoch, 24. August, 13.26 Uhr: Der ADAC hat eine Richtigstellung veröffentlicht, laut der moderne Elektroautos der Hitze standhalten. Die Zitate von Ulrich Buckmann seien in dieser Form „missverständlich und irreführend“, so der Automobilclub.

„Grundsätzlich leiden alle Autos – egal ob mit Elektroantrieb oder Verbrenner – unter extremer Hitze und die Kühlsysteme müssen entsprechend stärker arbeiten“, schreibt der ADAC in einer Mitteilung am Dienstag (23. August). „Darauf sind moderne Fahrzeuge jedoch ausgelegt und es sind keine Einschränkungen im Betrieb zu erwarten, sofern Komponenten keine Vorschädigungen haben. Moderne Elektroautos haben dazu entsprechende Kühltechnologie an Bord, welche die Hochvoltbatterie und ggf. weitere Komponenten wie Elektromotor oder Leistungselektronik im zulässigen Temperaturbereich hält und Überhitzung verhindert – vergleichbar der Motorkühlung beim Verbrenner.“

Weiter heißt es vom Automobilclub: „Die Wohlfühltemperatur von Hochvoltbatterien liegt etwa zwischen 20 und 40 °C, je nach Zellchemie auch etwas höher. Ältere Fahrzeuge hatten vereinzelt noch Batterien, die nicht gekühlt wurden und bei extremer Hitze und häufigem Schnellladen zum Schutz der Batterie die (Lade)Leistung spürbar reduzieren. In Fachkreisen wird dieser Effekt als „Rapidgate“ bezeichnet.“

Sommerhitze macht E-Autos zu schaffen: Akkuleistung sinkt

Erstmeldung vom Mittwoch, 10. August, 7.10 Uhr: Frankfurt/Main - Die Sommerhitze kann nicht nur für die Menschen Folgen haben. Hohe Temperaturen machen auch E-Autos zu schaffen. „Die Akkus verlieren nicht nur bei Kälte, sondern auch bei starker Hitze deutlich an Leistung, damit sinkt die Reichweite. Nach unseren Tests liegen die Einbußen zwischen 7 und 20 Prozent“, sagte Ulrich Buckmann vom Automobilclub ADAC in Frankfurt.

Auch hielten manche elektrische Bauteile unter der Motorhaube der Hitze nicht stand. Zahlen darüber, wie häufig der ADAC bislang in diesem Sommer zu liegen gebliebenen E-Autos gerufen wurde, gibt es nicht. Die optimale Leistung bringen die Akkus in E-Autos in einem Bereich von 20 Grad, gibt der Fachmann an.

ADAC Hessen: Autos leiden unter Hitze - Mehr Einsätze im Juli

Insgesamt wurden im Juli rund 28.100 Einsätze des ADAC in Hessen gezählt, etwa 1000 mehr als im Mai sowie im Juni. Ein Anstieg während Hitzeperioden sei normal, da auch Autos mit Verbrennungsmotor unter der Hitze leiden und häufiger liegen bleiben. Insgesamt halte sich das Plus aber im Rahmen.

„Die Autos, die unterwegs sind, haben zwar im Schnitt mehr Pannen. Im Gegenzug sind aber wegen der großen Hitze weniger Wagen auf der Straße“, erklärte Thomas van den Boom, Leiter der ADAC-Pannenhilfe Südhessen, den moderaten Anstieg. (dpa)

Robert Habeck (Grüne) überlegt, Klimaabgabe bei Neuwagen einzuführen. Gleichzeitig soll die Prämie für E-Autos wieder eingeführt werden.

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