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Schneller ans Ziel: RMV verbessert wichtige Bahn-Reiseroute nach Frankfurt

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Von: Luisa Weckesser

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Schienennetzwerk am Hauptbahnhof Frankfurt
Der RMV hat Neuerungen zu wichtigen Reiserouten von und nach Frankfurt bekannt gegeben. (Archivbild) © Boris Roessler/dpa

Bis zu 1080 Sitzplätze pro Fahrt in den Hauptverkehrszeiten. Das wird laut Aussage der RMV in Frankfurt bald Wirklichkeit. Alle Neuerungen hier im Überblick.

Frankfurt – Die DB Regio AG bleibt auch über den Fahrplanwechsel am 14.12.2025 hinaus Betreiberin der Linien RE50 (Frankfurt – Fulda – Bebra) und RB51 (Frankfurt – Wächtersbach). Das geht aus einer Mitteilung des Rhein-Main-Verkehrsverbundes (RMV) hervor.

Durch Veränderung bei den Fahrzeiten der Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn*, welche dieselben Gleise wie die Regionalzüge nutzen, sollen sich außerdem neue Möglichkeiten der Fahrplangestaltung für den Nahverkehr ergeben, die vom RMV ergriffen werden.

So verkürzt sich die Fahrzeit des RE50 zwischen Frankfurt* und Fulda durch eine neue Fahrplanlage um rund acht Minuten. Der RE50 werde weiterhin im Stundentakt fahren, sei dann allerdings genauso schnell am Ziel wie die seltener haltenden Züge des RE5, erklärt der RMV. Alle zwei Stunden, in den Hauptverkehrszeiten sogar einmal pro Stunde, gehe es dann über Fulda hinaus nach Bebra (Kreis Hersfeld-Rotenburg). Bislang gibt es je nach Wochentag zwischen zwei und viermal am Tag entsprechende Direktfahrten. 

RMV verbessert wichtige Bahn-Reiseroute von und nach Frankfurt: 29 neue Züge einsatzbereit

Eingesetzt werden sollen 29 fabrikneue Fahrzeuge vom Typ Alstom CORADIA STREAM HC, die in Spitzenlagen als Züge mit 1080 Sitzplätzen fahren können. Auch zu allen anderen Fahrtzeiten biete der RE50 in Zukunft mit 840 anstatt von wie bislang 720 Sitzplätzen mehr Platz und Komfort für Fahrgäste.

„Die Angebotsverbesserungen zwischen Frankfurt, Fulda und Nordhessen stehen für unser Ziel, die Anzahl der Fahrgäste erheblich zu steigern“, so RMV-Geschäftsführer Knut Ringat. Mit der Verlängerung der Fahrten nach Bebra werde die Linie in den Hauptverkehrszeiten zum Hessen-Express, der Städte und Regionen direkt verbinde, erklärt Ringat weiter.

Direktverbindung von Bebra nach Frankfurt bringt Vorteile für Pendler

Die erneut verbesserte Direktanbindung der Stadt Bebra über die Kreisstadt Bad Hersfeld nach Frankfurt kann also für viele Pendler im Werra-Meißner-Kreis und Landkreis Hersfeld-Rotenburg enorme Vorteile bringen. „Gemeinsam zeigen NVV und RMV, dass Daseinsvorsorge und Klimaschutz mit durchdachten Bus- und Bahnangeboten möglich ist“, sagt Steffen Müller, NVV-Geschäftsführer.

Maik Dreser, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Mitte, ist sich sicher, dass die Neuerung auch für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter enorme Vorteile bringt. „Ihnen können wir damit auch in den kommenden 15 Jahren einen sicheren Arbeitsplatz in ihrer Region bieten.“

RMV verbessert Fahrplan: Abfahrtszeit am Hauptbahnhof Frankfurt soll sich verschieben

Die An- und Abfahrtszeit der Linien RE50 und RB51 am Hauptbahnhof Frankfurt* sollen sich so verschieben, dass sie um etwa eine halbe Stunde versetzt fahren. Damit verbessere sich die Abfolge der Fahrtmöglichkeiten zwischen Frankfurt und Wächtersbach (Main-Kinzig-Kreis).

Bislang fahren die Züge etwa eine Viertelstunde nacheinander, sodass dann eine Dreiviertelstunde bis zur nächsten Abfahrt vergeht. In den Hauptverkehrszeiten sollen zukünftig beide Linien sogar jeweils annähernd halbstündlich fahren, was dazu führt, dass etwa alle 15 Minuten eine Zugverbindung besteht. Gleichzeitig verlängere sich der Zeitraum, der als Hauptverkehrszeit gilt, sodass schon ab 13.30 Uhr und bis 20 Uhr zusätzliche Zugverbindungen angeboten werden können und mehr Platz in den Zügen verfügbar sei, heißt es in der Mitteilung. 

Die neuen Fahrzeuge sollen darüber hinaus sehr schnell beschleunigen können und das Nutzen der neuen, schnelleren Fahrplanlage ermöglichen. Die Einstiegshöhe beträgt 60 Zentimeter, sodass an den meisten Bahnhöfen ein barrierefreier Einstieg möglich ist. In den Zügen seien außerdem kostenloses WLAN sowie Steckdosen an allen Sitzplätzen verfügbar. In der ersten Klasse gebe es zusätzlich, nach Aussage des RMV, große Tische. 

Die Corona-Zahlen* in Frankfurt sind in den vergangenen Wochen deutlich nach oben gegangen. Das hatte nun erste Auswirkungen auf Bahnen und Busse in der Stadt. (Luisa Weckesser) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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