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Achtung, Betrug! Polizei warnt vor SMS vom Finanzamt

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Von: Lucas Maier

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Betrug per SMS: Polizei warnt vor gefälschten Nachrichten vom Finanzamt.
Betrug per SMS: Polizei warnt vor gefälschten Nachrichten vom Finanzamt. (Archivbild) © Sebastian Gollnow/dpa

Betrüger denken sich immer neue Maschen aus, um an das Geld ihrer Opfer zu kommen. Die Polizei warnt derzeit vor SMS-Nachrichten des Finanzamtes.

Dillenburg – Schulden beim Finanzamt sind für viele eine Horrorvorstellung. Diese Angst machen sich momentan Betrüger zunutze.

In Wetzlar beschäftigt die Betrugsmasche nun auch die Kriminalpolizei. Die Täter versuchen, ihre Opfer per SMS auszunehmen, wie die Beamten schreiben. In diesen werden Nachzahlungen in Höhe von fast 500 Euro gefordert. Die Täter geben sich hierbei als Bundesministerium der Finanzen aus.

Polizei warnt: SMS der Betrüger kommen aus Österreich

Im Zuge der Sensibilisierung der Bevölkerung hat die Polizei ein Fallbeispiel veröffentlicht. Laut diesem sollen die SMS der Betrüger unter anderem von einer österreichischen Handynummer verschickt werden. Diese sei an der Ländervorwahl „+43“ zu erkennen.

In der SMS geben die Betrüger vor, vom Bundesministerium für Finanzen zu sein. Es wird die Pfändung des Hausrates durch einen Gerichtsvollzieher angedroht. Als Grund werden in der SMS noch nicht beglichene Forderungen angegeben.

Polizei rät zu Vorsicht: Die Betrüger drohen mit Pfändung

Den Betroffenen des Betrugs wird in derselben SMS nahegelegt, die Pfändung durch eine direkte Zahlung zu umgehen. Über einen Zahlungslink, kommen die Opfer auf eine gefälschte Website des Bundesministeriums der Finanzen.

Die Forderung der Betrüger wird auf der Webseite konkreter als in der SMS. Es sollen 495,18 Euro mit einer Zahlungsfrist von 30 Tagen auf ein Konto bei einer belgischen Bank überwiesen werden, so die Beamten. Das wird aus der auf der Website angegebenen IBAN durch den Ländercode: BE, ersichtlich.

Polizei betont: Bundesministerium kommuniziert nicht per SMS

Die Polizei warnt eindringlich vor diesen SMS. Das Bundesministerium der Finanzen verschickt unter keinen Umständen SMS, schon gar nicht bei Zahlungsaufforderungen. Konten in Belgien habe das Ministerium (logischerweise) auch nicht, heißt es in der Veröffentlichung.

Es wird dazu geraten, nicht auf die SMS-Nachrichten zu reagieren. Außerdem wird davor gewarnt, auf den Link in der SMS zu klicken. Die Beamten schließen nicht aus, dass hierüber Daten des Handys an die Täter übermittelt werden könnten. (Lucas Maier)

Derzeit findet die Zensus-Befragung in Deutschland statt, auch hier warnen Behörden vor Betrug.

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