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Beuth hält dennoch am Einsatz der Geräte fest.
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Beuth hält dennoch am Einsatz der Geräte fest.

Anfrage

Noch ein Todesfall nach Taser-Einsatz durch die Polizei

  • Pitt v. Bebenburg
    VonPitt v. Bebenburg
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Minister Beuth berichtet auf Anfrage der Linken von Vorgang aus dem vergangenen Jahr.

Der Einsatz eines Taser-Elektroimpulsgeräts durch die Polizei könnte nicht nur für den Tod eines Menschen in Hessen mitverantwortlich gewesen sein. Innenminister Peter Beuth (CDU) hat jetzt auf Anfrage des Linken-Abgeordneten Hermann Schaus einen zweiten Fall eingeräumt.

Der Tod ereignete sich bereits im Januar 2018 in Fulda. Seinerzeit waren nur Spezialeinsatzkommandos (SEK) der Polizei befugt, den Taser einzusetzen. Nach Beuths Angaben verstarb die betroffene Person vier Tage nach dem SEK-Einsatz eines Tasers. Damit gebe es in Hessen zwei Fälle, in denen ein Taser-Einsatz der Polizei „mitursächlich für den Tod einer Person gewesen sein könnte“, heißt es in Beuths Antwort an den Linken-Abgeordneten.

Schon im Mai ein Todesfall durch Taser

Im Mai hatte ein Todesfall in Frankfurt die Debatte über das Elektroimpulsgerät entfacht. Seinerzeit hatten Polizeibeamte das Gerät gegen einen kranken Mann eingesetzt, der einige Tage später im Krankenhaus starb. Die Staatsanwaltschaft Frankfurt ermittelt, ob ein Zusammenhang zwischen dem Taser-Einsatz und dem Tod des Mannes besteht.

Beuth hielt dennoch am Einsatz der Geräte fest, die offiziell „Distanz-Elektroimpulsgerät“ (Deig) genannt werden. Die Linke forderte hingegen, die Nutzung auszusetzen, bis mögliche Gesundheitsgefahren geklärt sind. Das Gerät wird aus einigen Metern Entfernung abgefeuert und schießt einen Draht mit einem Widerhaken in die Haut der Zielperson, die durch einen kurzen Stromschlag außer Gefecht gesetzt wird.

Im März hatte Beuth den Fuldaer Fall nicht aufgeführt, als er eine Anfrage des Abgeordneten Schaus zum Thema beantwortete. „Wir wundern uns, dass der Fall nicht erwähnt wurde“, sagte Schaus der FR. Beuth schrieb zur Begründung, der SEK-Einsatz sei von der Fragestellung nicht erfasst gewesen. Das sieht die Linke anders.

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