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Nach Kfw-Förderstopp: Land Hessen warnt vor Sanierungsstau

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Nach dem KfW-Förderstopp für energieeffiziente Gebäude warnt das Land Hessen vor einem Sanierungsstau. Es sei sehr wichtig, dass die Förderung durch die staatliche Bank rasch wieder aufgenommen werden könne, sobald neue Haushaltsmittel in Berlin bereitstünden, sagte eine Sprecherin des Wirtschaftsministeriums in Wiesbaden am Donnerstag. „Wir hoffen, dass dies zeitnah geschieht, damit wir bei der dringend notwendigen energetischen Sanierung von Gebäuden in Deutschland keinen Sanierungsstau erleben.“

Wiesbaden - Die Einzelförderung von Sanierungsmaßnahmen als Zuschuss könne zwar weiter beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle beantragt werden, sagte die Sprecherin. Doch die KfW-Förderung sei für ein Gelingen der Wärmewende in Deutschland essenziell. Die Landesregierung wolle nicht mit neuen eigenen Mitteln die Förderlücke füllen. Man warte auf Schritte des Bundes.

Das Bundeswirtschaftsministerium hatte am Montag überraschend angekündigt, dass bei der KfW keine neuen Anträge für die Bundesförderung effizienter Gebäude gestellt werden können. Dies gilt für die Programme für das Effizienzhaus 55 im Neubau, das Effizienzhaus 40 im Neubau sowie die energetische Sanierung.

Die alte Bundesregierung wollte die Neubauförderung des Effizienzhauses 55 Ende Januar auslaufen lassen. Das führte dem Ministerium zufolge zu einem Antragsboom und drohenden Milliarden-Mehrkosten. Über die Zukunft der Neubauförderung für EH40-Neubauten will das Ministerium nun zügig entscheiden. Die Einstufung bedeutet, dass das Gebäude 55 Prozent beziehungsweise 40 Prozent der Energie verbraucht, die ein Standardhaus benötigt. dpa

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