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Nach Babypause: Bleymehl gewinnt Ironman in Frankfurt

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Daniela Bleymehl
Die Triathletin Daniela Bleymehl aus Deutschland läuft als Siegerin ins Ziel ein. © Joaquim Ferreira/dpa

Die großen Namen fehlen beim Ironman in Frankfurt. Dennoch wird beim Triathlon-Klassiker guter Sport und ein wenig Drama geboten. Im Fokus steht eine zweifache Mutter aus Hessen.

Frankfurt/Main - Daniela Bleymehl war nach ihrem Triumph beim Ironman in Frankfurt einfach nur stolz, Paul Schuster konnte sich über Rang vier nicht so recht freuen. Die Gefühlslage der beiden Triathlon-Asse aus Darmstadt hätte am Sonntag nach den 3,86 Kilometern Schwimmen, 180,2 Kilometern Radfahren und dem abschließenden Marathon über 42,195 Kilometer kaum unterschiedlicher sein können.

„Ich bin so froh, dass ich es durchgebracht habe. Ohne die Zuschauer hätte ich das nicht geschafft“, sagte Bleymehl, die im Vorjahr ihr zweites Kind zur Welt gebracht hatte. „Wenn ich das vor einem Jahr geahnt hätte, hätte ich das sofort genommen. Das ist einfach unglaublich“, beschrieb sie ihre Gefühle.

In 9:02:55 Stunden kam die 33-Jährige, die während des Rennens mehrmals an eine Aufgabe gedacht hatte, mit großem Vorsprung vor der Britin Nikki Bartlett ins Ziel. Dort sackte sie erst einmal erschöpft zusammen. „Ich war kurz mal ein bisschen weg“, berichtete Bleymehl. „Mir war schon auf der zweiten Radrunde übel und dann beim Laufen durchgehend ab Kilometer 15. Ich bin stolz, dass ich es durchgezogen habe“, sagte die Siegerin.

Anders als bei den Frauen ging es für die Männer in Frankfurt auch um den EM-Titel. Um so mehr Schuster haderte mit dem Ausgang des Klassikers am Main. „Wenn du mal vorne bist und Vierter wirst, dann ist das natürlich bitter“, sagte der 33-Jährige. „Ich habe etwas riskiert und war dann am Ende platt.“

In Abwesenheit der Weltelite um den dreimaligen Weltmeister Jan Frodeno wurde der Franzose Denis Chevrot Europameister. Der 34 Jahre alte Triathlet setzte sich in 7:52:54 Stunden deutlich vor dem Polen Robert Wilkowiecki und seinem Landsmann Clement Mignon durch. Für Chevrot, der Schuster bei knapp der Hälfte der Laufstrecke als Führenden abgelöst hatte, war es der dritte Ironman-Sieg in seiner Karriere. dpa

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