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Mord an zwei Polizisten wirft Frage auf: Gibt es heute noch viele Wilderer?

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Polizeibeamte stehen an einer Absperrung an der Kreisstraße 22, rund einen Kilometer von dem Tatort entfernt, an dem zwei Polizeibeamte durch Schüsse getötet wurden.
Der mutmaßliche Doppelmord an zwei Polizisten in Rheinland-Pfalz wift eine Frage auf: Gibt es Wilderer heutzutage? Und: gibt es sie auch in Osthessen? © Sebastian Gollnow/dpa

Das vermutete Motiv bei dem mutmaßlichen Doppelmord an zwei Polizisten in Rheinland-Pfalz – verübt zur Verdeckung einer Straftat, nämlich der Wilderei – wirft eine Frage auf: Gibt es Wilderer heutzutage auch in Osthessen?

Fulda - „Mitnichten ist Wilderei eine Lappalie; sie ist eine Straftat. Und das Thema kommt bei uns immer mal wieder auf“, berichtet der Leiter des Forstamtes Fulda*, David Nöllenheidt. In Osthessen handelt es sich jedoch um Verdachtsfälle. „Diese entstehen, wenn ungeklärte Schussgeräusche im Wald gehört oder Tiere gefunden werden, bei denen unklar ist, wie sie verendet sind“, erläutert der Forstamtsleiter. Über weitere Verdachtsfälle und die Dunkeziffer an Wildereifällen berichtet fuldaerzeitung.de.*

Im Lützgrund bei Dorfborn sei so ein Fall aufgetreten. „Vor einigen Jahren haben wir dort einen Hirsch mit einem auffälligen Geschosskanal gefunden“, erinnert sich Nöllenheidt. Dort habe der Verdacht bestanden, dass in den frühen Morgenstunden jemand mit Pfeil und Bogen widerrechtlich auf die Pirsch ging. „Wir haben schon mit Rasierklingen präparierte Pfeile gefunden oder ein waidgerecht mit einem Kammerschuss erlegtes Reh, das dann offenbar liegen gelassen wurde. Bei solchen Funden besteht der Verdacht auf Wilderei“, berichtet Nöllenheidts Hofbieberer Kollege Florian Wilshusen. *fuldaerzeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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