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Gewitter in Hessen
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Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Gewittern in Hessen. (Archivfoto)

Hagel, Starkregen & Co.

Unwetterwarnung für Hessen: Wetterdienst sieht Gefahr in diesen Kreisen

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  • Sebastian Richter
  • Tobias Utz
    Tobias Utz
  • Alexander Seipp
    Alexander Seipp

Experten warnen vor Unwettern in Hessen, auch Starkregen und Hagel sind möglich. In einem Kreis gilt Gefahrenstufe 3.

+++ 17.05 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat seine Gewitterwarnungen aktualisiert. Demnach gelten amtliche Warnungen für starke Gewitter im Kreis Darmstadt-Dieburg, Kreis und Stadt Offenbach, Kreis Groß-Gerau, dem Wetteraukreis und dem Main-Kinzig-Kreis. Die Warnungen sind bis mindestens 18.00 Uhr gültig.

In den meisten Kreisen gilt die zweite von vier Gefahrenstufen. Im Wetteraukreis könnte auch die dritte Stufe erreicht werden. Der DWD spricht in diesem Fall von einem „Unwetter“, Gewitter mit Hagelschlag, heftigem Starkregen oder sogar orkanartige Böen sind möglich.

Gewitterwarnung für Hessen: Schwere Unwetter ziehen auf – „Enormes Potenzial“

Update vom Dienstag, 08.06.2021, 11.30 Uhr: Für Hessen gelten Gewitterwarnungen am Dienstag. Wie die Unwetterzentrale berichtet, wird in fast allen Regionen des Bundeslandes vor Unwettern gewarnt. Lediglich der äußerste Norden Hessens ist offenbar nicht betroffen.

Ab Nachmittag könnte es demnach erneut zu Starkregen und Hagel kommen. Bereits am Montag warnte der Deutsche Wetterdienst (s. Update von 15.30 Uhr). Eine Meteorologin des DWD sprach von „enormem Potenzial“. Am Dienstag hieß es aus der DWD-Zentrale in Offenbach: „Ab dem Nachmittag vor allem in der Südhälfte sowie im östlichen Bergland auch starke Gewitter, Unwettergefahr vor allem durch lokal heftigen Starkregen.“

In Hessen wird vor neuen Unwettern gewarnt. (Symbolfoto)

+++ 15.30 Uhr: Der Deutsche Wetterdienst hat erneut Angaben zu den aufziehenden Gewittern gemacht. Die vom Azorenhoch beeinflusste feuchtwarme Luft könne „lokal, sehr punktuell zu Starkregen“ führen, so der DWD. „Das zeigt das enorme Potenzial dieser Luftmasse“, sagt Meteorologin Magdalena Bertelmann.

Davon betroffen seien insbesondere der Süden Deutschlands, wie beispielsweise die Bundesländer Bayern und Baden-Württemberg. Aber auch Hessen dürften die Unwetter am Montag mindestens streifen. Die Wetterlage verschiebt sich wohl am Dienstag deutlich stärker in Richtung von Hessen, so Bertelmann – sprich: Auch in den kommenden Tagen muss mit Gewittern und starken Regenfällen gerechnet werden.

Update vom Montag, 07.06.2021, 13.00 Uhr: Die Wetterlage in Hessen entspannt sich auch am Montag nicht. Heftige Gewitter und Starkregen sind stattdessen im Anmarsch. Bereits am Montagmorgen regnete es teilweise sehr stark in mehreren Regionen, beispielsweise in Frankfurt. Der Deutsche Wetterdienst prognostiziert ab dem Nachmittag Starkregen, insbesondere in Gegenden am Main. Hinzu kommen hessenweit starke Sturmböen. Laut Angaben des DWD ist auch Hagel möglich.

Die Wetterlage betrifft allerdings nicht nur Hessen, sondern ganz Deutschland – mit Ausnahme des Nordostens. Dies soll sich auch am Dienstag und Mittwoch fortsetzen. Den Wetterumschwung, welcher auch bereits am Wochenende spürbar war (s. Updates vom 05./06.06.2021), verantwortet insbesondere ein Azorenhoch. Dieses bedingt vor allem den Starkregen und die Unwettergefahr, wie ein Wetter-Experte des Hessischen Rundfunks erklärt: „Für Schauer und Gewitter ist das günstig, für schönes, sonniges und stabiles Sommerwetter eher schlecht.“

Update vom Sonntag, 06.06.2021, 09.00 Uhr: Das Unwetter in Hessen hielt die Feuerwehren einiger Regionen auch am Samstag in Atem. Besonders von Überschwemmungen betroffen waren diesmal Osthessen und das Rhein-Main-Gebiet. Die Feuerwehr Frankfurt meldete am Samstagnachmittag via Twitter, dass bis 20 Uhr etwa 105 Einsätze eingingen.

In Wiesbaden waren am Samstag alle 20 freiwilligen Feuerwehren im Einsatz, twitterte die Feuerwehr Wiesbaden. Bis zum Abend kam es zu 40 Einsätzen. Auch in Hanau hatten die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun. Zu insgesamt 130 Einsätzen rückte die Feuerwehr zwischen 17 und 23 Uhr aus. Auch hier waren die Kräfte hauptsächlich wegen vollgelaufenen Häusern und überflutete Straßen gefordert.

Unwetter in Hessen: Überflutungen in Osthessen – Landstraße gesperrt

In Osthessen gab es am Samstag mehrere Überflutungen und Verkehrsunfälle. Nach Angaben der Polizei wurden im Landkreis Fulda im Laufe des Nachmittags 330 Einsätze registriert, der Großteil davon im Stadtgebiet Fulda. Dabei ging es vor allem um überflutete Straßen, herausgesprungene Kanalisationsdeckel sowie vollgelaufene Keller. Verletzte gab es nicht.

In Wiesbaden waren aufgrund des Unwetters alle 20 freiwiliggen Feuerwehren im Einsatz.

Auf den Autobahnen rund um Fulda ereigneten sich vier Unfälle, teilte die Polizei mit. Bei einem davon überschlug sich ein Autofahrer mit seinem Wagen, nachdem er zuvor auf der regennassen Fahrbahn die Kontrolle über sein Fahrzeug verloren hatte und von der Straße abgekommen war. Er und sein Beifahrer wurden mit leichten Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht. Bei den restlichen Unfällen wurde niemand verletzt. Die L3144 bei Alsfeld-Eifa (Vogelsbergkreis) war aufgrund von Überflutung kurzzeitig gesperrt.

Unwetter-Chaos in Hessen: Ereignisreicher Tag für Feuerwehr Frankfurt 

+++ 19.45 Uhr: Nachdem es am Freitag (04.06.2021) trotz Unwetter weitestgehend ruhig geblieben war, wurden der Feuerwehr Frankfurt am Samstag (05.06.2021) bis 20 Uhr knapp 105 Einsatzstellen gemeldet – das teilte die Feuerwehr in einem Presseschreiben mit. Demnach befanden sich die meisten Einsätze in Sachsenhausen, Niederrad sowie der Frankfurter Innenstadt. Bei den gemeldeten Fällen handelte es sich laut Feuerwehr überwiegend um vollgelaufene Keller, umgestürzte Bäume und abgerissene Äste. Über verletzte Personen sei nichts bekannt.

Unwetter in Hessen: Tief „Olger“ sorgt für überflutete Straßen – Zahlreiche Feuerwehreinsätze

Update vom Samstag, 05.06.2021, 15.11 Uhr: Das Unwetter in Hessen wirkt sich am Samstag auch auf die Straßenbahnlinie 17 aus, die zwischen Frankfurt und Neu-Isenburg fährt. „Wegen eines Unwetterschadens im Isenburger Wald verkehrt die Linie 17 ab sofort nur noch bis Louisa Bahnhof“, teilte die Frankfurter Verkehrsgesellschaft mit. Die Störung sollte den ganzen Tag andauern. Es wurde ein Ersatzverkehr eingerichtet.

Update vom Samstag, 05.06.2021, 07.30 Uhr: Erneut zogen Unwetter über Hessen. Heftige Regenfälle und Sturm führten in einigen Regionen zu zahlreichen Einsätzen der Feuerwehr. Im Hochtaunuskreis, vor allem im Raum Neu-Anspach, wurden Straßen überflutet und Keller sind vollgelaufen, sagte ein Sprecher der Feuerwehr-Leitstelle des Hochtaunuskreises am Freitagabend.

Unwetter in Hessen: 65 Einsätze der Feuerwehr im Raum Neu-Anspach

Betroffen waren auch die Orte Schmitten, Wehrheim und Usingen. Etwa 80 Prozent der circa 65 Einsätze hätten aber im Raum Neu-Anspach gelegen. Rund 120 Feuerwehrleute seien im Einsatz gewesen. Auch in Philippsthal (Werra) im Landkreis Hersfeld-Rotenburg waren Einsatzkräfte unterwegs. Mehrere Gullydeckel wurden hochgedrückt und Straßen überflutet, berichtet hessenschau.de. Geröll landete nach Polizeiangaben auf der Bundesstraße 42 zwischen Lorch und Rüdesheim, was zu einer kurzzeitigen Sperrung der Strecke führte. Im mittelhessischen Dautphetal liefen laut Polizei unter anderem 15 Keller voll.

Mit Blick auf das Wetter am Wochenende kann noch keine Entwarnung gegeben werden. Laut Vorhersage des Deutschen Wetterdiensts (DWD) in Offenbach ziehen im Verlauf des Samstags Schauer und Gewitter auf, die auch in Hessen gebietsweise wieder unwetterartig ausfallen können mit Starkregen, Hagel und Sturmböen.

Ein Fahrzeug fährt durch eine Straße im Ortsteil Bombach, die nach einem starken Gewitter überflutet ist.

Unwetter in Hessen: Überflutete Straßen und Keller – Zahlreiche Einsätze im Rhein-Main-Gebiet

Erstmeldung vom Freitag, 04.06.2021: Hessen/Frankfurt – Das Wetter schien es erst gut mit den Hessen gemeint zu haben: Frühsommerliche Wärme herrschte einige Tage lang bis zu Fronleichnam. Doch dann, passend zum „Donnerstag“ brachen am frühen Abend Gewitter über das Land hinein. Tief Olger zog über Hessen hinweg und brachte Regen und kühlere Temperaturen mit sich.

Einige Regionen in Hessen traf das Unwetter besonders stark. In Frankfurt* allein musste die Feuerwehr zu 70 Einsätzen ausrücken, wie sie auf Twitter mitteilte. Besonders der Süden der Stadt wurde dabei hart getroffen: In Sachsenhausen, Niederrad, aber auch in Teilen der Innenstadt wurden mit Wasser vollgelaufene Keller und umgestürzte Bäume gemeldet. Gemeinsam mit Berufsfeuerwehr und DLRG war die Freiwillige Feuerwehr im Einsatz.

Unwetter in Hessen: Tief „Olger“ in Frankfurt und dem Kreis Offenbach – Feuerwehr im Einsatz

In manchen Gegenden traten Bachläufe über ihre Ufer und ganze Straßenzüge standen unter Wasser. Erst gegen 21.15 Uhr nahmen die Neumeldungen ab und die Situation entspannte sich zumindest etwas. Trotzdem waren mehrere hundert Einsatzkräfte bis in die Nacht hinein im Einsatz.

Auch in der Region um Offenbach kam es zu Notrufen und Einsätzen. In Offenbach selbst kam es nur zu fünf Einsätzen, von einer Großunwetterlage könnte daher keine Rede sein, teilt die Feuerwehr auf Anfrage mit. Anders sah dies im Kreisgebiet aus. In Dreieich stand etwa der Keller der Schillerschule bis unter die Decke unter Wasser, wie die Feuerwehr mitteilt. Auch Anwohner packten bei der Entwässerung und Trocknung zuvor vollgelaufener Räume mit an. 120 Einsatzkräfte der Feuerwehr waren in Dreieich im Einsatz* um Wasser abzupumpen. Der Hengstbach wurde zum reißenden Fluss.

Feuerwehr: Wetter in Frankfurt und Offenbach sieht keine Entlastung vor

Teilweise dauern die Aufräumarbeiten aber auch noch heute an. In Bad Homburg war etwa in der Lessingstraße ein Baum auf die Straße gefallen und musste von der Feuerwehr beseitigt werden.

Und der Ausblick lässt wenig Besserung erwarten: Auch am Freitag (04.06.2021) soll es laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) mit Sitz in Offenbach zunächst regnen, ab dem Mittag sind auch Starkregen, Gewitter, Sturmböen und sogar Hagel zu erwarten. Auch zu Unwettern könne es kommen, so die Meteorologen. Auch am Samstag sieht es kaum besser aus. Wenigstens ein Lichtblick: Zumindest mancherorts könnte die Sonne herauskommen. (als/tu)

Tief „Olger“ ist nicht das erste Unwetter, das Frankfurt hart getroffen* hat. *fnp.de und op-online.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

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