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Die beiden Preisträger des Hersfeldpreises: Katherine Mehrling und Günter Alt.

"Funny Girl" und "Der Prozess"

Katherine Mehrling und Günter Alt sind die Hersfeldpreis-Träger

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Das "Funny Girl" Katherine Mehrling und Günter Alt sind die beiden Preisträger des Hersfeldpreises 2019.

Das „Funny Girl“ verzaubert das Festspielpublikum. Und auch die Hersfeldpreis-Jury konnte sich dem Charme der Katherine Mehrling nicht entziehen. Sie spiele mit außerordentlicher physischer Präsenz die Geschichte der Fanny Brice vom frechen Pummelchen zur traurigen Diva, die selbstbestimmt weiter ihren Weg geht.

„Katharine Mehrling begeistert als Sängerin facettenreich und mit fulminanter Stimme. Sie ist gleichermaßen sinnlich, komisch und zeigt menschliche Tiefe; eine Frau, deren Herz auf dem rechten Fleck und oft auf der Zunge sitzt“, heißt es in der Begründung der Jury für den Großen Hersfeld-Preis.

"Leichtigkeit zu spielen ist so schwer"

Die so Gelobte erinnerte in ihre Dankesrede an andere starke Frauen, die gegen Widerstände kämpfen mussten und ihr zur Inspiration dienten. „Die Proben waren so anstrengend, denn Leichtigkeit zu spielen, ist so schwer“, sagte Mehrling. Dafür sei die Belohnung nun umso größer.

Katherine Mehrling in "Funny Girl".

Völlig überrascht über die Verleihung des Hersfeld-Preises war Günter Alt, der vor Rührung hinter der Bühne ein paar Tränen vergoss. Er spielt in „Der Prozess“ den Onkel Albert und den „Mann im Dom“. „Für diese beiden unterschiedlichen Rollen findet er jeweils seinen eigenen Ton. 

Sein Onkel ist ein boulevardesker, hilfloser Typ, als „Mann im Dom“ setzt er als messerscharfer Intellektueller einen markanten Schlusspunkt“, urteilte die Kritiker-Jury. „Auch die Frau vom Job-Center in Bochum, wird sich freuen, wenn ich ihr diesen Preis zeige“, sagte Alt und spielte damit humorvoll auf die oft schwierige wirtschaftliche Situation von Schauspielern an.

Günter Alt (links) in "Der Prozess". 

Für ihn sei der Aufenthalt in Bad Hersfeld etwas ganz Besonderes: „Die Stadt entschleunigt – auch das Internet“, sagte er unter dem

Gelächter Zuhörer. Er spüre in Bad Hersfeld eine „große Liebe“ der Menschen, die ihm und seinen Schauspieler-Kollegen entgegenschlage. 

Auch Festakt zur Eröffnung wurde gelobt

Die Kritiker-Jury hat es sich nicht leicht gemacht: In einer Nachtsitzung bis drei Uhr früh haben die Journalisten-Kollegen um ihr Votum für die Hersfeld-Preise gerungen. Dabei ging es weniger um die beiden Preisträger – die überragende Katherine Mehrling und den vielschichtig agierenden Günter Alt – sondern um eine Würdigen des Ganzen. Denn besonders lobend erwähnt wurde diesmal auch der Festakt zur Eröffnung der Festspiele.

Hersfeldpreis-Verleihung in Bad Hersfelder Stiftsruine

Hersfeldpreis-Verleihung in Bad Hersfelder Stiftsruine
Hersfeldpreis-Verleihung in Bad Hersfelder Stiftsruine © Thomas Landsiedel
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Hersfeldpreis-Verleihung in Bad Hersfelder Stiftsruine © Thomas Landsiedel
Hersfeldpreis-Verleihung in Bad Hersfelder Stiftsruine
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Hersfeldpreis-Verleihung in Bad Hersfelder Stiftsruine
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Hersfeldpreis-Verleihung in Bad Hersfelder Stiftsruine
Hersfeldpreis-Verleihung in Bad Hersfelder Stiftsruine © Thomas Landsiedel
Hersfeldpreis-Verleihung in Bad Hersfelder Stiftsruine
Hersfeldpreis-Verleihung in Bad Hersfelder Stiftsruine © Thomas Landsiedel
Hersfeldpreis-Verleihung in Bad Hersfelder Stiftsruine
Hersfeldpreis-Verleihung in Bad Hersfelder Stiftsruine © Thomas Landsiedel
Hersfeldpreis-Verleihung in Bad Hersfelder Stiftsruine
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Hersfeldpreis-Verleihung in Bad Hersfelder Stiftsruine © Thomas Landsiedel
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Hersfeldpreis-Verleihung in Bad Hersfelder Stiftsruine
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Hersfeldpreis-Verleihung in Bad Hersfelder Stiftsruine
Hersfeldpreis-Verleihung in Bad Hersfelder Stiftsruine © Thomas Landsiedel

„Drei außergewöhnliche Reden von Intendant Joern Hinkel, dem Journalisten Deniz Yücel und Ministerpräsident Volker Bouffier setzten starke gesellschaftspolitische Akzente“, heißt es in der Begründung. Jury-Vorsitzender Hermann Diehl vom HR trug sie im Namen seiner Kollegen Martina Mattick-Stiller (ZDF/3sat), Bettina Fraschke (HNA), Christoph Brandner (Fuldaer Zeitung), und Pit Rampelt (ZDF) vor. Mit einer klaren Analyse der gesellschaftlichen Situation und der Rückbesinnung auf Kernsätze unseres Grundgesetzes sei der Festakt zu einer „ergreifenden Mahnung“ geworden.

Der Festakt beschäftigte auch den Ersten Stadtrat Gunter Grimm, der als offizieller Vertreter der Stadt beim Festakt sprach. Grimm sagte, man müsse die Kritik Deniz Yücels am Verfassungsschutz und den Staatsorganen zwar aushalten, „aber ins rechte Licht rücken“. Innere und äußere Schutzmaßnahmen, wie eben durch den Verfassungsschutz, seien die Grundlage für Frieden und Freiheit in Deutschland.

Festspiele hätten an Renommee gewonnen

Gleichzeitig lobte Grimm die Intendanz von Joern Hinkel. Durch ihn hätten die Festspiele in diesem Jahr weiter an Renommee gewonnen – das zeigten die vielfältigen Diskussionen und auch die große Zuschauerresonanz. Grimm lobte das Ensemble, vergaß aber ganz bewusst nicht die „hinter der Bühne“ und lobte demonstrativ die kaufmännische Leiterin Andrea Jung und den Technischen Leiter Dietmar Wolf.

Auch der Vorsitzende der Freunde der Stiftsruine Helgo Hahn attestierte Joern Hinkel, er habe das Profil der Festspiele weiter geschärft und lobte Hinkels „Gelassenheit, Kompetenz und feurige Leidenschaft“. Einen besonderen Gruß richtete Helgo Hahn an den Ehrengast des Festaktes, den Regisseur und Schauspieler Helmut Stauss, der zur Zeit von Intendant Volker Lechtenbrink das Kinderstück bei den Festspielen eingeführt hatte und „großes Theater im kleinen Eichhof“ inszeniert habe.

Für den unterhaltsamen Teil des Festakts sorgte Moderator Karsten Speck, der mit launigen Sprüchen und humorvollen Interviews den ansonsten eher getragenen Rahmen der Veranstaltung aufzulockern versuchte. Musikalisch umrahmt wurde der Festakt mit Beiträgen von Annette Lubosch und Anja Fischer, vom – zu diesem Zeitpunkt von seinem Hersfeldpreis noch ahnungslosen – Günter Alt mit Ruben Philipp, sowie von Ute Reiber und Konstantin Zander.

Im Anschluss an die Preisverleihung fand dann der traditionelle Empfang der Freunde der Stiftsruine im Park statt, bei dem Stars und Fans intensiv die Gelegenheit zum Austausch nutzen und noch so manches Erinnerungsfoto geschossen wurde.

Hier finden Sie die Begründung der Kritiker-Jury für die Preisvergabe im Wortlaut.

Von Kai A. Struthoff

*hersfelder-zeitung.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

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