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Geldautomaten-Sprengungen in Hessen: Polizei gelingt Durchbruch

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Von: Sebastian Richter

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In Hessen kommt es immer öfter zu Geldautomaten-Sprengungen. Die Polizei nimmt einen Mann fest, der für zwei Taten verantwortlich sein soll.

Frankfurt – Die Polizei hat einen mutmaßlichen Geldautomaten-Sprenger festgenommen. Der 41-jährige Beschuldige steht unter Verdacht, vor knapp drei Jahren Geldautomaten im Wetterau- und Main-Kinzig-Kreis gesprengt zu haben. Das berichtet die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt und das Landeskriminalamt Hessen in einer gemeinsamen Pressemitteilung. Die Vorwürfe beinhalten – neben der Herbeiführung einer Sprengstoffexplosion – schweren Bandendiebstahl und Sachbeschädigung.

Die Polizei nahm den Beschuldigten demnach am Dienstag (26. April) in dessen Wohnung in Eschborn fest und führte ihn dem Haftrichter in Offenbach vor. Er sitzt nun in Untersuchungshaft.

Geldautomaten werden immer öfter Ziel von Kriminellen. In Hessen hat die Zahl der Sprengungen stark zugenommen.
Geldautomaten werden immer öfter Ziel von Kriminellen. In Hessen hat die Zahl der Sprengungen stark zugenommen (Symbolbild). © Matthias Bein/dpa

Geldautomaten gesprengt: Polizei nimmt mutmaßlichen Täter fest

Der Beschuldigte soll Teil einer Tätergruppe aus dem Rhein-Main-Gebiet sein, die sich „auf Sprengungen von Geldautomaten spezialisiert“ habe, wie es in dem Bericht heißt. Die beiden Sprengungen sollen in der Nacht auf den 21.05.2019 in Banken in Friedberg und Schlüchtern verübt worden sein. Dabei stahlen die Täter in Schlüchtern 230.000 Euro, in Friedberg flohen sie ohne Beute. Insgesamt entstand ein Schaden in Höhe von 70.000 Euro.

Bereits im April und Juni 2021 verurteilte das Landgericht Gießen drei weitere Mitglieder der Gruppe zu Freiheitsstrafen zwischen einem und sechs Jahren. Auch andere Taten spielten bei dem Urteil eine Rolle. (spr)

Geldautomaten-Sprengungen in Hessen

In Hessen nimmt die Zahl der Geldautomatensprengungen zu. Alleine im Jahr 2021 erfasste die Polizei 56 Taten, in 27 Fällen kamen die Täter an Bargeld. Insgesamt verursachten die Täter einen Schaden von 2,6 Millionen Euro und erbeuteten etwa 2,5 Millionen Euro. Zum Vergleich: Im Jahr zuvor waren es 30 Sprengungen von Geldautomaten, bei denen sie in sechs Fällen an Bargeld kamen. Im laufenden Jahr wurden bisher 13 Geldautomaten gesprengt.

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