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Gedenkgottesdienst für Opfer der Berliner Amokfahrt

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Kirche St. Johannes Baptist in Bad Arolsen
Der Gottesdienst famd in der Katholischen Kirche St. Johannes Baptist statt. © Swen Pförtner/dpa

Es sollte eine fröhliche Klassenfahrt in Berlin werden. Dann fährt ein Mann mit seinem Wagen in zwei Menschengruppen. Zahlreiche Schüler einer Haupt- und Realschule aus Bad Arolsen werden verletzt, ihre Lehrerin stirbt. Mit einem Gottesdienst wurde jetzt an die Opfer erinnert.

Bad Arolsen/Berlin - Bei einem ökumenischen Trauergottesdienst im hessischen Bad Arolsen ist am Donnerstag an die Opfer der Todesfahrt in Berlin erinnert worden. Am 8. Juni war ein 29 Jahre alter Autofahrer nahe der Gedächtniskirche mit seinem Wagen in zwei Menschengruppen gefahren. Mehr als 30 Menschen wurden bei der mutmaßlichen Amoktat verletzt, darunter zahlreiche Schüler einer Haupt- und Realschule aus Bad Arolsen, die auf Klassenfahrt in der Hauptstadt waren. Ihre Lehrerin starb an den schweren Verletzungen.

„Es gibt Momente, da fühlt man angesichts der Schwere eines Schicksalsschlages erstarrt und fassungslos“, sagte Jürgen van der Horst, Landrat des Landkreises Waldeck-Frankenberg, nach dem Gottesdienst in der Katholischen Kirche St. Johannes Baptist. Gerade weil das Geschehene nicht in Worte zu fassen sei, sei es wichtig, Gemeinsamkeit zu zeigen und zusammenzustehen.

„Das wollten wir mit dieser Gedenkfeier erreichen. Den Betroffenen, den Schülerinnen und Schülern, den Lehrerinnen und Lehrern und der gesamten Schulgemeinde der Kaulbach Schule deutlich machen: Ihr seid jetzt nicht allein, wir sind bei Euch und werden Euch helfen, die schrecklichen Erlebnisse zu bewältigen“, betonte van der Horst.

Auch Hessens Kultusminister Alexander Lorz (CDU) nahm an dem Gedenkgottesdienst teil. Das Land Hessen, die Stadt Bad Arolsen und die ansässigen evangelischen und katholischen Kirchengemeinden hatten gemeinsam dazu eingeladen. Bereits am Vormittag war in Hessens Schulen mit einer Schweigeminute an die Opfer erinnert worden.

Der 29-jährige Autofahrer befindet sich auf Antrag der Staatsanwaltschaft in einem psychiatrischen Krankenhaus. Die Justizbehörde wirft dem Deutsch-Armenier Mord in einem Fall und versuchten Mord in 17 Fällen vor. dpa

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