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Foltervorwürfe gegen syrischen Arzt: Prozess in Frankfurt

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Justitia
Die Justitia ist an einer Scheibe am Eingang zum Oberlandesgericht zu sehen. © Rolf Vennenbernd/dpa/Symbolbild

Ein syrischer Arzt muss sich von heute an wegen Foltervorwürfen vor dem Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt verantworten. Die Bundesanwaltschaft wirft ihm Verbrechen gegen die Menschlichkeit vor. Der Mediziner soll in den Jahren 2011 und 2012 in einem Armeekrankenhaus und einem Gefängnis des Militärgeheimdienstes im syrischen Homs Gefangene gefoltert und ihnen schwere körperliche und seelische Schäden zugefügt zu haben.

Frankfurt/Main - Alaa M. soll Gefangene getreten, geschlagen und mit einem Schlagstock verprügelt haben. Außerdem soll er laut Anklage einen Gefangenen durch eine Injektion absichtlich getötet haben. Die Opfer sollen der Opposition gegen Machthaber Baschar al-Assad zugerechnet worden sein.

Alaa M. war im Jahr 2015 nach Deutschland gekommen und hatte dort als Arzt praktiziert. Er war im Juni 2020 festgenommen worden und befindet sich seitdem in Untersuchungshaft. dpa

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