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Felgen, Fenster, Elektrogeräte: „Einige Biotonnen sind extrem falsch befüllt“

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Müllentsorgung
Manche Bürger verwechseln ihre Biotonne mit der Restmülltonne. (Symbolbild) © Patrick Seeger/dpa/Symbolbild

Eigentlich ist Biomüll ein wertvoller Rohstoff – für die Gewinnung von Kompost und Biogas. Doch immer öfter landet Abfall in der Biotonne, der eine Nutzung des Inhalts unmöglich macht. Mehr dazu lesen Sie hier:

Fulda - „In vielen Haushalten machen sich die Menschen große Mühe, Bioabfall sauber sortiert in die Biotonne zu werfen“, erklärt Claus-Dieter Blachnik, Fachdienstleiter der Abfallwirtschaft des Landkreises Fulda. „Aber einige Biotonnen sind doch extrem falsch befüllt.“ 6000 Tonnen Biomüll fallen in der Stadt Fulda im Jahr an, 16.000 Tonnen im restlichen Landkreis. Aus dem Biomüll wird pro Jahr so viel Erdgas erzeugt, dass damit 1200 Haushalte komplett versorgt werden können.
Welches System nun dabei helfen soll, falsche Entsorgung zu verhindern, verrät fuldaerzeitung.de.

Ende der 1990er Jahre wurde die Biotonne in den Gemeinden des Landkreises Fulda eingeführt. Es gibt nichts, was die Mitarbeiter der Müllabfuhrunternehmen seitdem nicht in der Biotonne finden. Bauschutt, Schuhe, Elektrogeräte, Fensterrahmen, CD-Sammlungen, Windeln, gefüllte Marmeladengläser, selbst Autofelgen fanden sich schon in den braunen Tonnen. Der Anteil der sogenannten Störstoffe ist so groß, dass die Biothan-Gesellschaft, die den Inhalt der Tonnen verwertet, vom Landkreis eine bessere Qualität des angelieferten Mülls einfordert – und das nicht erst seit gestern.

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