1. Startseite
  2. Hessen

Einen Schritt weiter: Eintracht darf wieder träumen

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Fenerbahce Istanbul - Eintracht Frankfurt
Jens Petter Hauge (l-r), Attila Szalai und Rafael Santos Borré. © Mustafa Alkac/dpa

Barcelona, Dortmund, Bergamo: Diese Clubs müssen in der Europa League eine Extrarunde bewältigen. Eintracht Frankfurt nicht. Für Chefcoach Glasner ist das Weiterkommen nicht nur eine Erleichterung, sondern auch eine wichtige Bestätigung der Arbeit.

Istanbul - Das erfolgreiche Ende der ersten Europa-Phase genossen die Profis von Eintracht Frankfurt in der türkischen Herbstsonne. Statt nach der geschafften Achtelfinal-Qualifikation überhastet in die graue Heimat zurückzureisen, legten Filip Kostic und Co. am Freitagvormittag noch einen lockeren Lauf bei 15 Grad und Sonnenschein hin. Cheftrainer Oliver Glasner saß am frühen Morgen bereits auf dem Pressepodium des Teamhotels und äußerte noch einmal seine Zufriedenheit, den Gruppensieg in einer Europa-League-Staffel mit Fenerbahce und Olympiakos Piräus perfekt gemacht zu haben.

„Natürlich sind wir sehr glücklich, dass wir das in einer sehr, sehr schwierigen Gruppe geschafft haben. Für mich ist es eine herausragende Leistung der Mannschaft“, sagte Glasner nach dem 1:1 bei Fenerbahce, das zum Gruppensieg und dem Überspringen einer zusätzlichen Playoff-Runde genügte. Die Champions-League-Dritten wie der FC Barcelona, Borussia Dortmund oder Atalanta Bergamo müssen diesen unangenehmen Umweg im zweithöchsten europäischen Clubwettbewerb nun gehen - Frankfurt ist schon einen Schritt weiter.

Sportvorstand Markus Krösche war erleichtert. „Wir sind direkt im Achtelfinale. Wenn uns das vorher jemand angeboten hätte, hätten wir sofort unterschrieben“, sagte der Funktionär, der im Sommer den Posten von Fredi Bobic übernahm und in den vergangenen Monaten häufig misslungene Spiele und Transfers kommentieren musste. Auch für Glasner ist das souveräne Überwintern ein wichtiger Schritt, nachdem bisher nur vier von 14 Bundesliga-Spielen gewonnen wurden. „Wir haben unser Ziel hochverdient erreicht“, sagte der Österreicher. Torhüter Kevin Trapp fügte an: „Viele haben uns nicht zugetraut, dass wir Erster werden.“

Am 10. und 17. März geht es mit dem Achtelfinale weiter, dann sind Duelle mit Vereinen wie Barcelona, dem SSC Neapel oder dem früheren Seriensieger FC Sevilla möglich - gegen die deutschen Vertreter kann es frühestens im Viertelfinale gehen. „Wir haben zwölf Punkte geholt und sind ungeschlagen geblieben. Das spricht für die Mannschaft. Wir haben uns von Spiel zu Spiel weiterentwickelt. Darüber freuen wir uns“, sagte Glasner.

Das gilt sowohl für die Offensive um den stets aktiven Kostic und Torjäger Rafael Borré als auch für die Defensive, die einmal mehr ohne den einstigen Stammspieler Martin Hinteregger auskam. Für den Club sei „es nicht alltäglich, das Achtelfinale zu erreichen“, ordnete Glasner ein. Damit werden auch Erinnerungen an 2019 wach, als die Reise mit Siegen über Inter Mailand und Benfica Lissabon sogar noch bis ins Halbfinale führte.

Am Sonntag (17.30 Uhr/DAZN) wartet nun zunächst wieder der Bundesliga-Alltag auf die Hessen. Gegen Bayer Leverkusen - ebenfalls Gruppensieger in der Europa League - geht es um den Anschluss an die internationalen Ränge. „Leverkusen hat zuletzt eindrucksvoll gezeigt, welche Qualität sie haben - speziell in der Offensive“, sagte Glasner, der deshalb einen Wechsel von Dreier- auf Viererkette in Erwägung zieht. dpa

Auch interessant

Kommentare