Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Bernd Nickel
+
Mittelfeldspieler Bernd Nickel (M) versucht die Mönchengladbacher Abwehr mit Wilfried Hannes (l) und Jürgen Fleer (2.v.l) zu überwinden.

„Dr. Hammer“: Eintracht-Legende Nickel stirbt mit 72 Jahren

Bernd Nickel, lange Teil eines magischen Offensivdreiecks bei Eintracht Frankfurt, ist tot. Vereinspräsident Fischer würdigt den früheren Torjäger als „eine der ganz großen Identifikationsfiguren“.

Frankfurt/Main - Der frühere Fußball-Nationalspieler Bernd Nickel ist tot. Dies teilte sein ehemaliger Verein Eintracht Frankfurt unter Berufung auf den Sohn des 72-Jährigen am Mittwoch mit. Die Vereinslegende des hessischen Bundesligisten erzielte in insgesamt 481 Spielen 163 Tore und ist mit 141 Treffern der zweitbeste Bundesliga-Torschütze der Eintracht. Der frühere Mittelfeldspieler liegt damit noch immer unter den besten 20 Torjägern der Bundesliga-Historie - noch vor Idolen wie Uwe Seeler oder Horst Hrubesch. Zuerst hatte die „Bild-Zeitung“ über den Tod des früheren Profis berichtet. Nickel starb nach langer Krankheit.

Gemeinsam mit Bernd Hölzenbein und Jürgen Grabowski hatte Nickel in den 1970er-Jahren ein extrem erfolgreiches Offensivtrio für die Eintracht gebildet. Nickel gewann mit seinem Herzensclub unter anderem den UEFA-Cup und den DFB-Pokal. In der A-Nationalmannschaft kam der Hesse zwar nur auf einen Einsatz. Er bestritt aber weitere Spiele für die Nationalmannschaft der Amateure und die B-Nationalmannschaft und war beim olympischen Fußballturnier 1972 in München für das deutsche Team am Ball.

„Mit Bernd Nickel verlieren wir eine der ganz großen Identifikationsfiguren des Vereins. 'Dr. Hammer' war ein Markenbegriff für die Eintracht“, sagte Vereinspräsident Peter Fischer laut Vereinsmitteilung. „Auf dem Platz hat er mit vielen tollen Toren für große Erfolge gesorgt, aber auch nach seiner Karriere war er ein wichtiger Repräsentant des Vereins. Unser Mitgefühl gilt seiner Familie.“

Der langjährige Freund Grabowski hob hervor, dass er die ganze Zeit mit Nickels Familie „in enger Verbindung“ gewesen sei. Auch für den 77-Jährigen bleiben tolle Erinnerungen an die gemeinsame Zeit mit Nickel beim hessischen Traditionsclub. „Bernd Nickel, den wir immer ‚Nackel‘ nannten, war ganz wichtig für unser Spiel bei der Eintracht. Seine Freistöße waren einmalig, er war ein begnadeter Fußballer“, sagte Grabowski. Auch nach der aktiven Zeit sei man eng befreundet geblieben und häufig gemeinsam auf den Golfplatz gegangen.

Den Spitznamen „Dr. Hammer“ hatte Nickel wegen seiner extrem guten Schusstechnik erhalten. Gleich viermal im Lauf seiner Karriere konnte er einen Eckball direkt verwandeln - gegen Bayern München, den 1. FC Kaiserslautern, Werder Bremen und Fortuna Düsseldorf gelang ihm dieses Kunststück. dpa

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare