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Deutsche Bahn erwägt Corona-Prämie - Streik betrifft Personenverkehr ab Montag

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Von: Sandra Kathe

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Im Tarifstreit zwischen der Deutschen Bahn und der Lokführer-Gewerkschaft GdL zeichnet sich am Vortag des erneuten Streiks im Personenverkehr ein Einlenken ab.

Berlin - Seit Samstagnachmittag (21.08.2021) hat die Lokführer-Gewerkschaft GdL Beschäftigte der Deutschen Bahn* zum zweiten Mal in diesem Monat zum Bahnstreik aufgerufen. Grund dafür sind festgefahrene Verhandlungen zwischen der GdL, die eine Lohnerhöhung in Höhe von 3,2 Prozent fordert, die die Bahn aufgrund von Verlusten während der Corona*-Pandemie hinauszögern will. Auch eine Corona-Prämie für das Bahnpersonal, das während der Pandemie als „systemrelevant“ galt, hatten die Gewerkschaftsmitglieder bislang vergebens gefordert.

Dies könnte sich nun allerdings ändern: Laut einer Pressemitteilung des Konzerns erklärte der Personalvorstand der Deutschen Bahn, Martin Seiler, am Sonntag (22.08.2021) die Bereitschaft über eine Corona-Prämie zu verhandeln. Dies sei „ein starkes Signal der Einigungsbereitschaft“. Damit könne es laut Seiler nun „keinen Grund mehr geben, die Rückkehr an den Verhandlungstisch zu verweigern“, sagte der Bahn-Manager in Richtung der GdL. Ob die angebotene Prämie die geforderte Höhe von 600 Euro haben soll, blieb der Mitteilung nach zunächst offen.

Bereits vergangene Woche kam es aufgrund von Streiks zu vielen Ausfällen.
Bereits vergangene Woche kam es aufgrund von Streiks zu vielen Ausfällen. Zahlreiche Bahngäste mussten auf Alternativen ausweichen. © Frank Rumpenhorst/dpa

Streik bei der Deutschen Bahn: 75 Prozent der Fernzüge fallen aus

Neben den laufenden Streiks im Güterverkehr werden vom Montag (23.08.2021) an auch die Beschäftigten im Personenfern- und -nahverkehr der Deutschen Bahn die Arbeit niederlegen und damit den Gewerkschaftsforderungen Nachdruck verleihen. Laut Streikfahrplan der Deutschen Bahn sollen ab Montagnacht 2 Uhr noch etwa ein Viertel der Fernverkehrszüge unterwegs sein, im Nah- und S-Bahn-Verkehr plant die Deutsche Bahn mit der Bereitstellung von etwa 40 Prozent der Fahrten. Für Fahrgäste entfallen aufgrund des Streiks alle Zugbindungen der Tickets, auch im Fall der Sparpreistarife. Alle vom Streik betroffenen Kund:innen können ihre Tickets flexibel bereits seit Freitag und noch bis zum 4. September in Anspruch nehmen. Alle Fahrten, die nicht stattfinden können, erstattet die Bahn.

Auf den am meisten frequentierten Strecken im Fernverkehr-Netz der Bahn plant der Konzern bis zum Streikende in der Nacht zu Mittwoch (25.08.2021), Fahrten im Zwei-Stunden-Takt. Damit sollen Fahrgäste, die ihre Fahrten nicht verschieben können, dennoch ans Ziel kommen. Zu diesen Strecken zählen etwa die Verbindungen ab Frankfurt in Richtung München, Basel, Amsterdam, Wien und Hamburg sowie zwischen Köln, Hannover und Berlin. (Sandra Kathe) *fr.de und fnp.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA

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