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News-Ticker

Corona-Lockerungen bei Schulen und Kitas? Wie entscheidet Hessen?

  • Isabel Wetzel
    VonIsabel Wetzel
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  • Erik Scharf
    Erik Scharf
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Ministerpräsident Volker Bouffier informiert über die neuen Corona-Maßnahmen für Hessen. Im Mittelpunkt steht die Öffnung von Schulen und Kitas.

  • Die Corona*-Pandemie hat Hessen weiterhin im Griff.
  • Am Donnerstag (11.02.2021) hat das Corona-Kabinett in Hessen über neue Maßnahmen beraten.
  • Im Zentrum steht die Öffnung von Schulen und Kitas: Mit zusätzlichen Schutzmaßnahmen soll so viel Präsenzunterricht wie möglich stattfinden.

+++ 15.10 Uhr: Das Corona-Kabinett der hessischen Landesregierung hat die Beschlüsse von Bund und Ländern zur Verlängerung des Corona-Lockdowns für Hessen umgesetzt. Ministerpräsident Volker Bouffier kündigte in der anschließenden Pressekonferenz in Wiesbaden an, dass bis zum 3. März ein Perspektivplan erarbeitet werden soll, der eine stufenweise Öffnung der Beschränkungen, vor allem im Einzelhandel konkretisieren soll. Am 3. März wollen die Regierungschefs von Bund und Ländern wieder beraten, wie es mit den Corona-Maßnahmen weitergeht. Erst dann ist eine bundesweit abgestimmte schrittweise Öffnung realistisch.

Verlängerter Lockdown: Die Beschlüsse für Hessen im Überblick:

  • Der Corona-Lockdown wird zunächst bis zum 7. März verlängert.
  • Medizinisch notwendige Geschäfte wie Friseursalons dürfen ab dem 1. März wieder öffnen.
  • Ab sofort kann die Überbrückungshilfe 3 beantragt werden, das Geld soll innerhalb weniger Tage die Bedürftigen erreichen und muss nicht zurückgezahlt werden.
  • Als neuer Zielwert wurde eine 7-Tages-Inzidenz von 35 festgelegt.
  • Ab dem 22. Februar sollen Schülerinnen und Schüler bis zur Klassenstufe 7 im Wechselunterricht die Schulen besuchen, bei allen anderen Klassen soll der Distanzunterricht erhalten bleiben. Einzige Ausnahme sind Abschlussklassen, hier soll Präsenzunterricht gelten.

Bei dem Inzidenzwert von 35, der beim Corona-Gipfel am Mittwoch (10.02.2021) neu festgelegt wurde betont Bouffier außerdem, dass es dabei um einen Richtwert gehe. Gerade mit den Nachbarländern müsse es dann gemeinsame Beschlüsse geben, die sorgfältig im Einzelfall geprüft werden müssen. Hat Hessen beispielsweise eine Inzidenz von 32, Rheinland-Pfalz aber von 38, müsse in Betracht gezogen werden, dennoch einheitlich zu öffnen.

Öffnung von Schulen und Kitas in Hessen - An Schulen gilt eine verschärfte Maskenpflicht

An Hessens Schulen gilt künftig schon ab der ersten Klasse eine grundsätzliche Maskenpflicht. Das kündigte Kultusminister Alexander Lorz nach der Sitzung des hessischen Corona-Kabinetts in Wiesbaden an. Es müsse aber nicht zwingend eine medizinische Maske sein. Das Land empfehle diese Masken zwar, ordne sie aber nicht konkret an, sagte Lorz. Auch deshalb, weil es diese Masken gar nicht unbedingt in Kindergrößen gebe.

Beim geplanten Wechselunterricht ab 22. Februar für die Klassen eins bis sechs an hessischen Schulen soll nach Vorgaben des Kultusministeriums so viel Präsenzunterricht wie möglich für so viele Schülerinnen und Schüler wie möglich angeboten werden. Lorz nannte dies „Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen“. Dabei sei sicherzustellen, dass der Schwerpunkt auf den Fächern Deutsch, Mathematik, 1. Fremdsprache und - in der Grundschule - Sachunterricht liege, heißt es in einem Schreiben an die Schulleitungen.

Außerdem werde das Angebot von Corona-Tests für alle Lehrer und Erzieher in Hessen verdoppelt, kündigten Kultusminister Lorz und Sozialminister Klose bei der Pressekonferenz am Donnerstag an.

Hessen: Bouffier wirbt für Verständnis für Corona-Entscheidungen

+++ 14:41 Uhr: Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier wirbt in der PK immer wieder für Verständnis, dass der Lockdown im Kampf gegen Corona zunächst fortgesetzt wird. Die Zahlen der Neuinfektionen müssten „weiter runter“, vor allem mit Blick auf Virusvarianten, die als ansteckender gelten, sagt er nach der Sitzung des hessischen Corona-Kabinetts in Wiesbaden.

Ministerpräsident Volker Bouffier informiert gemeinsam mit den Ministern Kai Klose und Alexander Lorz über die Beschlüsse des Corona-Kabinetts.

Außerdem stellt Bouffier in Aussicht: Sobald Corona-Selbsttests zugelassen und erhältlich sind, werde Hessen diese Testmöglichkeit in großem Stile ermöglichen.

+++ 14.35 Uhr: Die Frage nach einem konkreten Datum, wann es einen stufenweisen Öffnungsplan für die Corona-Beschränkungen in Hessen geben wird, möchte Ministerpräsident Bouffier noch nicht konkret beantworten. Er sagt aber, er rechne Anfang bis Mitte März mit konkreten Plänen. Erst nach der Ministerpräsidentenkonferenz am 3. März könne er mehr dazu sagen, da dies bundesweit einheitlich festgelegt werden solle.

Corona in Hessen: Maskenpflicht im Unterricht gilt jetzt ab Klasse 1

+++ 14.25 Uhr: Das ändert sich beim Unterricht in hessischen Schulen und Kitas:

  • Lehrerinnen und Lehrer, Erzieherinnen und Erzieher werden fortan doppelt so oft getestet, wie bisher.
  • Die Maskenpflicht im Unterricht gilt ab dem 22. März dann in allen Jahrgangsstufen.

Corona-Pandemie: Schulen und Kitas sollten im Fokus stehen

+++ 14.21 Uhr: Bouffier und Kultusminister Lorz betonen immer wieder, dass in Schulen und Kitas in der Pandemie zuerst geöffnet werden müssen, da man schwerwiegende Folgen der Schließung hier nicht - anders als im Wirtschaftsbereich - mit Zahlungen und Wirtschaftshilfen mildern könne.

+++ 14.19 Uhr: Minister Klose geht noch einmal auf die Lockerungen in hessischen Kitas ein. Analog zu den Grundschulen im Land werde ab dem 22. Februar der Appell aufgehoben, die Kinder möglichst zu Hause zu betreuen. Erzieherinnen und Erzieher sollen in Hessen weiterhin regelmäßig auf das Coronavirus getestet werden und die Betreuung in festen Kita-Gruppen werde empfohlen.

Corona in Hessen: Bouffier stellt Lockerungen im März in Aussicht

+++ 14.15 Uhr: Bouffier betont, dass Lockerungen im März, wie immer unter Berücksichtigung des pandemischen Geschehens, realistisch seien. Jedoch alles mit Maß und Ziel: Bis der Alltag wieder wird wie zuvor, würde es noch einige Zeit länger dauern. Sozialminister Klose übernimmt das Wort.

+++ 14.12 Uhr: Bouffier geht noch einmal auf die Corona-Mutationen ein. „Wir wissen nur, dass es deutlich ansteckender ist, als das Ursprungsvirus“, erklärt der Ministerpräsident. Ansonsten wisse man viel zu wenig. Daher sei es wichtig besondere Vorsicht walten zu lassen. Man dürfe nicht „mal schauen was passiert“, denn wenn es passiert, sei es bereits zu spät. Die Zahlen müssen daher noch deutlicher sinken, als zunächst erwartet. Aus diesem Grund sei beim Corona-Gipel und auch in Hessen für weitere Lockerungen die notwendig unterschrittene Inzidenz von 50 auf 35 reduziert.

Corona-Pandemie: Kein hessischer Sonderweg bei Öffnung im Einzelhandel

+++ 14.07 Uhr: Nun geht der Ministerpräsident auf den Einzelhandel und die Wirtschaft in der Corona-Krise ein. Es wurde über mögliche stufenweise Lockerungen ab Anfang März diskutiert, doch zunächst wurden solche nicht beschlossen. Hessen wird in diesem Bereich keinen Sonderweg einschlagen. Wirtschaftsverbände würden bereits deutschlandweit einheitliche Regelungen fordern und das sei nach Ansicht der hessischen Regierung auch sinnvoll.

+++ 14.05 Uhr: Auch der gestrige Beschluss, dass Friseursalons bereits ab dem 1. März wieder öffnen dürfen, wird vom Land Hessen übernommen. Verlängert werden die Kontaktbeschränkungen und die Corona-Regelungen für Veranstaltungen bis vorerst 7. März.

Volker Bouffier bei der Pressekonferenz zu den Corona-Regeln in Hessen.

+++ 14.03 Uhr: Die Pressekonferenz mit Bouffier, Klose und Lorz beginnt pünktlich. Ministerpräsident Volker Bouffier eröffnet. Das Corona-Kabinett hat die Beschlüsse der Ministerpräsidentenkonferenz für Hessen umgesetzt. Zunächst geht er auf die Beschlüsse für Schulen und Kitas ein. An dem 22. Februar werden die Schulklassen bis Jahrgangsstufe 7 in den Wechselunterricht zurückkehren, Abschlussklassen haben Präsenzunterricht. Ab Klasse 7 bleiben die Schüler vorerst im Distanzunterricht.

Update von Donnerstag, 11.02.2021, 13.57 Uhr: Im Nachgang zu den gestrigen Beschlüssen von Bund und Ländern zum weiteren Vorgehen in der Corona-Pandemie, berät das Corona-Kabinett heute wie immer über die konkrete Umsetzung der geplanten Maßnahmen in Hessen. Ministerpräsident Volker Bouffier, Sozialminister Kai Klose und Kultusminister Alexander Lorz informieren ab 14 Uhr über die Beschlüsse des Kabinetts. In wenigen Minuten soll die Pressekonferenz beginnen.

Corona-PK von Bouffier: Friseure, Schulen, Kitas – Welche Maßnahmen gelten in Hessen?

Erstmeldung von Donnerstag, 11.02.2021: Wiesbaden - Wie geht es mit dem Lockdown in Hessen weiter? Was passiert mit dem Einzelhandel, mit Schulen und mit Kitas? Am Sonntag (14.02.2021) laufen die derzeit geltenden Regeln aus. Bereits am Mittwoch (10.02.2021) hat sich Ministerpräsident Volker Bouffier beim Bund-Länder-Gipfel über die Fortführung der Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie beraten. Dabei haben sich die Landeschefs mit Bundeskanzlerin Angela Merkel und Gesundheitsminister Jens Spahn auf eine Fortsetzung des Lockdowns bis 07.03.2021 geeinigt.

Wie genau sich das auf Hessen auswirkt, wird am Donnerstag vom Corona-Kabinett in Hessen diskutiert. Am Nachmittag will Hessens Ministerpräsident Volker Bouffier die Ergebnisse im Rahmen eine Pressekonferenz verkünden. Laut Angaben des Ministeriums soll diese um 14 Uhr starten.

Corona in Hessen: Friseuere sollen wieder öffnen

Um „Tourismus“ zwischen den Bundesländern zu verhindern, sollen die Corona-Regeln in Deutschland aber einheitlich umgesetzt werden. Darauf haben sich die Landeschefs offenbar geeinigt. Folgende Regelungen sind beim Bund-Länder-Gipfel beschlossen worden und könnten in dieser Form auch in Hessen Anwendung finden:

  • Der Lockdown wird zunächst bis zum 7. März verlängert.
  • Medizinisch notwendige Geschäfte wie Friseurgeschäfte dürfen ab dem 1. März wieder öffnen.
  • Ab sofort kann die Überbrückungshilfe 3 beantragt werden, das Geld soll innerhalb weniger Tage die Bedürftigen erreichen und muss nicht zurückgezahlt werden.
  • Als neuer Zielwert wurde eine 7-Tages-Inzidenz von 35 festgelegt.
  • Ab dem 22. Februar sollen Schülerinnen und Schüler bis zur Klassenstufe 7 im Wechselunterricht die Schulen besuchen, bei allen anderen Klassen soll der Distanzunterricht erhalten bleiben. Einzige Ausnahme sind Abschlussklassen, hier soll Präsenzunterricht gelten.
Dürfen Friseure bald wieder Haare schneiden? Das Corona-Kabinett in Hessen berät darüber.

Corona in Hessen: Lage durch Virus-Mutation schwer einzuschätzen

Besonders verzwickt ist die derzeitige Lage aufgrund der Virus-Mutationen. Zuletzt wurden in Hessen immer mehr Infektionen mit der britischen Variante B.1.1.7 bekannt. Man wisse zu wenig über die neue Variante, so Bouffier. Einen „Königsweg“ zwischen dem Wunsch der Öffentlichkeit nach Lockerungen und der Gewährleistung der Gesundheit gebe es bei der Bekämpfung von Corona nicht.

Auch deshalb soll der Lockdown weitgehend fortgesetzt werden. „Wir sind noch nicht da, wo wir hin wollen, deswegen müssen wir die Beschränkungen fortführen“, sagte Volker Bouffier bei der Pressekonferenz nach dem Corona-Gipfel am Mittwoch (10.02.2021). Als neuer Zielwert bei der Inzidenz wurde 35 festgelegt. Nach derzeitigem Stand unterschreitet kein Kreis in Hessen diesen Wert, auch in Frankfurt, Offenbach, Wiesbaden, Darmstadt und Kassel liegt der Wert deutlich darüber.

Besonders umstritten soll beim Bund-Länder-Gipfel die Behandlung der Friseure gewesen sein. Diese sollen in Hessen ab dem 1. März bei strikter Einhaltung von Hygieneauflagen wieder öffnen dürfen, so Bouffier. Außerdem sollen Betriebe ab sofort die Überbrückungshilfe 3 beantragen können, die dann auch innerhalb weniger Tage gezahlt werden soll.

Regeln in Hessen: Das Corona-Kabinett entscheidet

Die Landesregierung in Hessen muss in der Corona-Krise nahezu täglich neue Entscheidungen mit weitreichenden Folgen treffen. Um die Wege für die Abstimmungen kurz und kompakt zu halten, wurde ein ressortübergreifender Krisenstab eingerichtet: Das Corona-Kabinett.

Teilnehmer der Runde sind Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU), Wirtschaftsminister Tarek Al-Wazir, Sozialminister Kai Klose (beide Grüne), Innenminister Peter Beuth und Finanzminister Michael Boddenberg sowie Staatskanzleichef Axel Wintermeyer (alle CDU) und Staatssekretär Michael Bußer als Regierungssprecher. Die Runde tagt regelmäßig. Alle Mitglieder sind bei Entscheidungen stimmberechtigt. (esa/dpa) *fnp.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Arne Dedert/dpa

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