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Das Ende einer kurzen Ära. Zu Ende September schließen Deutschlands Impfzentren. Angebote für die Schutzimpfung sollen aber weiterhin sichtbar bleiben.
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Das Ende einer kurzen Ära. Zu Ende September schließen Deutschlands Impfzentren. Angebote für die Schutzimpfung sollen aber weiterhin sichtbar bleiben.

Corona-Pandemie

Das Ende der Impfzentren: Wie es jetzt mit der Corona-Impfung weitergeht

  • Sandra Kathe
    VonSandra Kathe
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Deutschlandweit werden an diesem Donnerstag (30.09.2021) die letzten Impfdosen in Impfzentren verabreicht. Auch für 20 Einrichtungen in Hessen ist es der letzte Tag.

Frankfurt - Mit dem Ende der Finanzierung durch den Bund schließen am Donnerstag (30.09.2021) die verbleibenden Impfzentren - und zwar deutschlandweit. Und auch wenn die Impfzentren, die mit Entwicklung und Zulassung der Corona-Impfstoffe* zum Kampf gegen Corona* etwa in Messehallen, Kongress-Zentren und Sporthallen aufgebaut worden waren, kaum ein dreiviertel Jahr in Betrieb waren, kommt ihre Schließung vielen vor wie das Ende einer Ära.

Mehr als 68 Prozent der Deutschen haben mindestens eine Dosis erhalten, 64,4 Prozent der Gesamtbevölkerung sind bis zum Tag, an dem die Impfzentren offiziell außer Dienst gehen zweimal und damit durchgeimpft. Die ersten Personen aus der Risikogruppe erhalten sogar bei ihren Hausärzt:innen bereits so genannte Booster-Shots*. Die Drittimpfung soll den Schutz schwer an Corona zu erkranken nochmals verringern. Mit 67,8 Prozent Erst- und 63,7 Prozent Durchgeimpften liegt Hessen aktuell im Mittelfeld.

Corona-Impfungen in Hessen: Viele Möglichkeiten auch weiter an Impftermine zu kommen

Und auch wenn das Coronavirus damit noch lange nicht besiegt ist, waren die Impfzahlen in den letzten Wochen mehr und mehr zurückgegangen, was zum Entschluss führte, die bis 30. September geplante Finanzierung der Impfzentren nicht zu verlängern. Am 29. September waren laut Impfdashboard des Bundesgesundheitsministeriums 217.941 Dosen der Corona-Impfstoffe verabreicht worden, von den Spitzenwerten von über 1,4 Millionen im Mai und Juni 2021 weichen diese Werte jedoch deutlich ab.

Das bedeutet jedoch nicht, dass es nun wieder schwieriger wird, an Impfetermine zu kommen. Ganz im Gegenteil: Mithilfe von Impfbussen und Impflokalen im ländlichen Raum sollen mehr Menschen erreicht und von der Wirkung der Impfung überzeugt werden. Auch in den großen Städten bleiben Impfangebote auch außerhalb der Praxen von Haus- und Betriebsärzt:innen erhalten: In Frankfurt etwa wird nach wie vor an Wochentagen nachmittags ein kleineres Impfzentrum auf dem Messegelände betrieben*, in Gießen wurde eine Impfambulanz in der Niederlassung der Volksbank Mittelhessen eingerichtet. Das berichtet das Nachrichtenportal Hessenschau des Hessischen Rundfunds.

Haus- und Betriebsärzt:innen übernehmen Corona-Impfungen in Hessen

Die Mehrzahl der Corona-Schutzimpfungen in Hessen sollen aber in Zukunft von Haus- und Betriebsärzt:innen übernommen werden, darunter fallen Erst- wie Zweitimpfungen von Menschen, die sich erst in Zukunft zur Impfung entschließen, genau wie die so genannten Booster-Impfungen für alle bereits geimpften Menschen in Hessen und ganz Deutschland.

Dass die Impfzentren dafür nicht weiterbetrieben werden, liegt neben der anderweitigen Verwendung der umgebauten Örtlichkeiten auch den Impfraten auch an den Kosten, die die Zentren mit ihren komplexen Logistikangaben zuweilen verursachten. 130 Euro Personal- und Logistikkosten falle pro Dosis im Impfzentrum an, berichtete die Hessenschau, die sich auf Angaben der Kassenärztlichen Vereinigung berief. In einer Praxis seien es gerade einmal 20 Euro. Wissenschaftler sehen die Begründung darin in der geringen Auslastung der Impfzentren - zunächst durch fehlenden Impfstoff, dann durch die schnell abnehmende Zahl Impfwilliger. (ska) *fr.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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