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Omikronwelle trifft Kliniken: Ausfälle der Belegschaft sorgen für Probleme

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Von: Luisa Weckesser

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Die Intensivstation in Hessen laufen langsam voll: Der Direktor der Uniklinik Frankfurt warnt  vor „erheblichen Ausfällen“. (Symbolbild)
Der Direktor der Uniklinik Frankfurt warnt vor „erheblichen Ausfällen“ in Hessens Kliniken. (Symbolbild) © Boris Roessler/dpa

In Hessen ist die Corona-Lage weiter angespannt. Besonders deutlich wird das mit Blick auf die Kliniken und Krankenhäuser. Ein aktueller Überblick.

Frankfurt – Die Corona-Pandemie* hat das Land Hessen auch weiterhin fest im Griff. Das ist auch in den Kliniken und Krankenhäusern deutlich spürbar. Corona-bedingte Ausfälle der Belegschaft sind für die Krankenhäuser in Hessen gegenwärtig eine größere Herausforderung als die Versorgung von Covid-Patienten. Von „erheblichen Ausfällen“ berichtet Jürgen Graf, der Ärztliche Direktor des Universitätsklinikums Frankfurt*.

„Zum ersten Mal in dieser Pandemie ist unsere große Frage nicht, wie bewältigen wir die vielen zusätzlichen Patienten - die Zahlen sind aktuell auf einem vergleichsweise überschaubaren Niveau -, sondern wie erhalten wir unsere Betriebsfähigkeit aufrecht“, sagte Graf, der auch den Planstab stationäre Versorgung am hessischen Gesundheitsministerium leitet: „Das treibt uns gerade alle um.“

Obwohl gerade während der Corona-Pandemie jede medizinische Arbeitskraft benötigt wird, bauen viele Kliniken in Hessen zusätzlich Stellen ab*. Das geht aus einer Umfrage hervor.

Krankenstand in Kliniken in Hessen: Zweistellige Zahl bei Routinetests am Uniklinikum Frankfurt positiv

Am Uniklinikum Frankfurt mit seinen rund 7500 Mitarbeitern sei täglich „eine zweistellige Zahl“ bei den Routinetests positiv. Sie müssen danach in Quarantäne, auch wenn sie symptomfrei sind. Andere müssten zu Hause bleiben, weil ihre Kinder infiziert sind oder die Kita zu ist. „Die Krankheitsquote hat sich im Vergleich zum jahreszeitlichen Mittel sicherlich verdoppelt“, sagte Graf. Etwa die Hälfte davon gehe auf Covid-Fälle beziehungsweise damit im Zusammenhang stehende Abwesenheiten zurück.

Hilfe von außen, etwa durch die Bundeswehr, wäre da wenig hilfreich. Kritisch sei vor allem, wenn Mitarbeiter mit speziellen Qualifikationen ausfielen. Sie seien nicht einfach austauschbar.

Die Impfpflicht im Gesundheitssektor könnte die Lage ab Mitte März verschlimmern. Am Uniklinikum Frankfurt sind Graf zufolge mehr als 90 Prozent der Mitarbeiter geimpft, die übrigen sind ungeimpft oder geben darüber keine Auskunft. Welche Folgen das ab dem 16.03. habe, sei noch nicht geklärt. „Für uns als Betroffene wäre eine eindeutige Klarstellung hilfreich“, sagte Graf. (luw/dpa) *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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