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Wer bekommt den neuen Novavax-Impfstoff in Hessen? Viele Fragen noch offen

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Von: Erik Scharf

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In Hessen wird im Februar die erste Lieferung des Corona-Impfstoffs Novavax erwartet.
In Hessen wird im Februar die erste Lieferung des Corona-Impfstoffs Novavax erwartet. © Martin Wagner/Imago

Die erste Lieferung des Corona-Impfstoffs Novavax nach Hessen steht bevor. Beschäftige aus dem medizinischen Sektor sollen damit geimpft werden. Viele Fragen sind noch ungeklärt.

Frankfurt/Wiesbaden – Die Corona-Pandemie* zieht auch zwei Jahre nach ihrem Beginn weiter ihre Kreise über Deutschland und Hessen*, in der aktuellen Welle breitet sich die Omikron-Variante rasant aus. Die Inzidenzen in Hessen erreichen zurzeit Rekordwerte.

Derweil läuft der Kampf gegen die Pandemie in den Impfzentren in Hessen weiter. Mit den Impfstoffen von Biontech, Moderna und Johnson&Johnson gibt es hierzulande drei Vakzine in Verwendung. Demnächst soll auf der Impfstoff von Novavax in Hessen verimpft werden. Es ist ein proteinbasierter Corona-Impfstoff, eine im Kampf gegen andere Krankheiten seit langem bekannte und genutzte Methode. Daher könnte der Impfstoff auch für Menschen interessant sein, die Vorbehalte gegen die neuartigen Technologien der mRNA- und Vektorimpfstoffe haben.

Corona-Impfstoff Novavax: 1,75 Millionen Dosen sollen nach Deutschland geliefert werden

1,75 Millionen Dosen von Novavax sollen aus den Vereinigten Staaten bis zum 21. Februar nach Deutschland geliefert werden. Das Vakzin soll hauptsächlich an Beschäftigte in Kliniken, Pflegeheimen, Arzt- und Zahnarztpraxen, Rettungs- und Pflegediensten, Geburtshäusern und anderen medizinisch-pflegerischen Einrichtungen verimpft werden, wenn die Corona-Impfpflicht für diese Berufsgruppen Mitte März in Kraft tritt. Darauf haben sich die Gesundheitsminister von Bund und Ländern geeinigt.

Wer zu diesem Zeitpunkt keinen Immunitätsnachweis vorlegen kann, darf dort in der Regel nicht mehr beschäftigt werden. Es gibt Befürchtungen, dass Beschäftigte wegen dieser einrichtungsbezogenen Impfpflicht kündigen werden. Doch noch immer sind viele Fragen offen.

Corona in Hessen: Viele Fragen bei Verteilung des Novavax-Impfstoffes offen

Wie das Sozialministerium in Hessen am Mittwoch (26.01.2022) mitteilte, habe die hessische Impfallianz aus hessischem Gesundheitsministerium, Ärzte- und Apothekerschaft sowie kommunaler Familie bekräftigt, „dass der Bund mit den Ländern zur Umsetzung der einrichtungsbezogenen Impfpflicht dringend die zahlreichen offenen Vollzugsfragen klären muss“. In den Kommunen gebe es „weiterhin erheblichen Klärungsbedarf, beispielsweise bei der noch fehlenden Definition des Personenkreises, der zwingend der Impfpflicht unterliegen soll“, wie Hessens Gesundheitsminister Kai Klose in der Mitteilung zitiert wird.

Maximal 140.000 Dosen soll Hessen mit der ersten Novavax-Lieferung nach Deutschland erhalten. Weil aus Sicht von Klose eine Verteilung auf Arztpraxen in Hessen zu kleinteilig wäre, soll der Corona-Impfstoff den Gesundheitsämtern der Kommunen zur Verfügung gestellt werden. Diese sollen dann Sonderimpftermine organisieren.

Überhaupt hat laut Informationen des ZDF erst ein Bundesland eine Anmeldung freigeschaltet. In Rheinland-Pfalz können sich Bürgerinnen und Bürger seit Montag (24.01.2022) für eine Impfung mit Novavax anmelden. Ab wann und wo sich die Menschen in Hessen für eine Impfung mit Novavax anmelden können, ist aber noch unklar. (esa/dpa)

Einer aktuellen Umfrage zufolge haben Kliniken in Hessen trotz der Corona-Pandemie Stellen abgebaut*. *fnp.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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