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News-Ticker

Corona in Hessen: Spahn kündigt Millionen-Lieferungen an – Betriebsärzte sollen ab Juni impfen

  • Alexander Seipp
    VonAlexander Seipp
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  • Marvin Ziegele
    Marvin Ziegele
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Gesundheitsminister Jens Spahn drückt bei den Corona-Impfungen aufs Tempo. Ab Juni sollen auch Betriebsärzte impfen dürfen. Eine riesige Impfstoff-Lieferung vorausgesetzt.

Update vom Sonntag, 02.05.2021, 10.14 Uhr: Es wäre der nächste große Schritt auf dem Weg zur Bekämpfung der Coronavirus-Pandemie. Spätestens ab 7. Juni sollen auch Betriebsärzte Impfstoff gegen das Coronavirus verabreichen dürfen. Das teilte das Bundesgesundheitsministerium mit. Mindestens 500.000 Impfdosen pro Woche sollen die Betriebsärzte erhalten, wie Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) in der „Welt am Sonntag“ sagte.

Voraussetzung dafür sind allerdings größere Liefermengen der Impfstoffe Biontech/Pfizer und Astrazeneca. Neben der Ankündigung von Millionen-Lieferungen der Impfstoffe, machte Spahn den Menschen in Hessen und Deutschland ein Versprechen: „Bereits in ein paar Wochen werden wir voraussichtlich mehr Impfstoff haben als Terminanfragen“, kündigte Spahn an. 

Corona-Impfung: Spahn kündigt bis zu 3,7 Millionen Dosen Biontech pro Woche an

Laut einer vom Gesundheitsministerium am 30. April veröffentlichten Prognose sollen Arztpraxen und Betriebsärzte im Juni wöchentlich jeweils bis zu 3,7 Millionen Dosen des Impfstoffes von Biontech/Pfizer bekommen. In den ersten beiden Mai-Wochen sollen zusätzlich jeweils mehr als eine Million Dosen des Präparats von Astrazeneca geliefert werden. Zuletzt gab es jedoch bei Hausärzten viel Ärger über „unzuverlässige“ Lieferungen des Vakzins.

Der Impfstoff von Biontech-Pfizer soll im Juni von Betriebsärzten in Hessen und Deutschland verimpft werden. Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hat eine Millionen-Lieferung angekündigt.

Das Impf-Netz in Hessen und Deutschland soll mit dem Einstieg der Betriebsärzte in die Corona-Impfung deutlich ausgedehnt werden. Erst 7,7 Prozent der Menschen in Hessen sind vollständig gegen das Coronavirus geimpft. Auf Bundesebene ist die Quote identisch (Stand: 30. April 2021, 09:50 Uhr).

Corona in Hessen: Wird bald auch in Schule und Supermarkt geimpft? – Land äußert sich

Update von Samstag, 01.05.2021, 18.35 Uhr: Was in den USA schon gang und gäbe ist, möchte der bayerische Ministerpräsident Markus Söder auch im Freistaat einführen. Gegenüber welt.de gab er an: „Generell gilt: Wir brauchen Ärzteteams, die in mobilen Impfstationen in Supermärkten impfen können. Auch in Apotheken sollte geimpft werden“. Um Schülern mehr Perspektiven zu geben, werden auch Schulimpfungen in den Fokus genommen.

Ist das bald auch in Hessen möglich? Auf Nachfrage von hna.de wollte ein Sprecher des Hessischen Ministeriums des Innern und für Sport dies nicht ausschließen. Grundsätzlich sollten Bürger ohne Impfung einen einfachen und raschen Weg zur Immunisierung bereitet bekommen, betont er und fügt hinzu: „Dabei ist aber auch wichtig, dass die Impfungen durch qualifiziertes Personal durchgeführt und dokumentiert werden“. Betriebsärzte sollten in Hessen schon ab spätestens Juni mit Corona-Impfungen* starten.

Corona in Hessen: Schäuble kritisiert Lockerungsvorstoß – Ausgangssperren könnten entfallen

+++ 11.00 Uhr: Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat Kritik an der Entscheidung einzelner Bundesländer, die Regeln für Geimpfte eigenständig zu lockern, geäußert. Sind die Unterschiede zwischen den Ländern zu groß, könne Vertrauen zerstört werden, mahnte Schäuble in der Augsburger Allgemeinen. Er pochte dabei auf die Absprache zwischen Bund und Ländern beim Impfgipfel am Montag (26.04.2021), bundesweit einheitliche Regeln für Geimpfte und Genesene anzustreben. „Jetzt haben wir schon wieder den Zustand, dass sich eine Reihe von Ländern nicht an die Absprachen hält“, sagte Schäuble.

Wie geht es in Hessen mit dem Impfen gegen das Coronavirus weiter? (Archivbild)

Lockerungen für Corona-Geimpfte: Mehrere Länder wollen bundesweit einheitlicher Lösung zuvorkommen

Die geplanten Regelungen müssten jetzt früher kommen, als bisher erwartet, so Schäuble. „Ich würde es deshalb begrüßen, wenn wir es schaffen, die neue Verordnung zum Infektionsschutzgesetz schnell zu verabschieden und nicht erst Ende Mai“, sagte der Parlamentspräsident. „Die Menschen sind sonst verunsichert, obwohl sie auch sehen, dass es mit dem Impfen viel schneller vorangeht als noch vor einigen Wochen erwartet.“

Schäubles Kritik richtet sich unter anderem an Hessen, Rheinland-Pfalz und Bayern. Diese Länder planen bereits, gegen Corona Geimpfte mit negativ getesteten Menschen gleichzustellen (siehe Update von 9 Uhr). Andere Bundesländer planen kurzfristig ähnliche Regelungen. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur.

Corona in Hessen: Private Feiern für Geimpfte? – Ausgangssperren könnten entfallen

Update vom Freitag, 30.04.2021, 9.00 Uhr: Entfallen bald die Kontaktbeschränkungen und Ausgangssperren für Corona-Geimpfte? Ein Entwurf des Bundesjustizministeriums legt diese Vermutung nahe. Demnach könnten für Menschen, die beide Corona-Schutzimpfungen erhalten haben, Lockerungen gelten.

Dann würden keine Kontaktbeschränkungen oder Ausgangssperren für Geimpfte mehr greifen. Feiern und Treffen in größeren Gruppen wären wieder möglich, wie das ARD-Hauptstadtstudio berichtet.

Corona-Impfung in Hessen: Biontech plant Impfstoff-Zulassung für Kinder und Jugendliche

Update vom Donnerstag, 29.04.2021, 13.00 Uhr: Der Mainzer Impfstoff-Hersteller Biontech strebt eine Zulassung seines Vakzins gegen das Coronavirus für Kinder und Jugendliche an. Offenbar plant das Unternehmen, bereits am nächsten Mittwoch (05.05.2021) bei der europäischen Zulassungsbehörde EMA den entsprechenden Antrag zu stellen.

Biontech hatte die Daten der Studie, welche sich auf 12 bis 15-Jährige bezieht, bereits in den USA eingereicht. Laut Biontech-Chef Ugur Şahin werde es nun auch in Europa nicht mehr lange dauern. Anträge bei der EMA für Impfstoffe gegen das Coronavirus dauern nur wenige Wochen. Einen Impfstoff für Kinder und Jugendlichen gegen das Coronavirus gab es bisher nicht. Dies hängt mit der unterschiedlichen Physiologie der unter 18-Jährigen im Vergleich zu Erwachsenen zusammen.

Corona-Impfung in Hessen: Lieferengpässe bei Astrazeneca – Impftermine in Gefahr

Update vom Mittwoch, 28.04.2021, 17.00 Uhr: Lieferengpässe beim Impfstoff von Astrazeneca könnten schon in den kommenden Tagen zu Ausfällen von Impfterminen im Kreis Gießen* sorgen. Der Leiter des Impfzentrums Heuchelheim bei Gießen, Mario Binsch, erklärt, dass bei fehlender Lieferung der Impfstoff schon am Donnerstag (29.04.2021) aufgebracht sein könnte. Die Astrazeneca-Lieferengpässe erschweren eine Festlegung, wann Menschen der Prioritätsstufe III im Kreis Gießen geimpft werden können. Eine Registrierung sei für die Prioritätsgruppe III bereits möglich. Die Impfungen für die Prioritätsgruppen I und II sind jedoch noch nicht abgeschlossen.

Auch in Kassel könnte es zu Ausfällen von Impfterminen kommen. Bei einer Telefonkonferenz mit den Leitern der Impfzentren in Hessen habe ein Kollege aus Kassel berichtet, dass der Astrazeneca-Impfstoff langsam ausgeht. Es könnte zum Ausfall von 3.000 Impfterminen kommen. In Frankfurt, Offenbach und Darmstadt soll kommende Woche mit Impfungen der Prioritätsgruppe III begonnen werden. Diese Städte hätten aufgrund eines jüngeren Durchschnittsalters bereits die Impfungen der über 70-Jährigen abgeschlossen, erklärt Mario Binsch.

Erstmeldung vom Mittwoch, 28.04.2021: Wiesbaden – Die bisherige Priorisierung bei den Impfungen gegen das Coronavirus* soll nach Darstellung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) spätestens im Juni fallen. „Das heißt nicht, dass dann jeder sofort geimpft werden kann. Aber dann kann sich jeder um einen Impftermin bemühen, und die werden dann nach Maßgabe der Versorgung auch gegeben“, sagte Merkel am Montag (26.04.2021) in Berlin nach Beratungen mit den Länder-Ministerpräsidentinnen und -Ministerpräsidenten.

In vielen Bundesländern, so auch in Hessen, seien bereits die Prioritätengruppen I und II geimpft, sagte Merkel nach der Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) weiter. Die Gruppe III sei geöffnet. Im Großen und Ganzen gehe man davon aus, dass diese Gruppe im Mai die erste Corona-Impfung erhalten werde, „sodass wir dann spätestens, je nachdem wie viele Impfdosen wir bekommen, ab Juni - aber ich sage nochmals: spätestens - die Priorisierung aufheben können“.

Hessen: Corona-Impfung mit Astrazeneca ab sofort möglich

Auch in Hessen soll künftig die Handhabung der Corona-Impfungen anders ablaufen. „Das Impfen ist der Schlüssel zum Überwinden der Pandemie“, sagte Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU).

Er stellte am Dienstag (27.04.2021) klar, dass alle Impfwilligen in Hessen ohne jede Priorisierung ab sofort mit dem Impfstoff von Astrazeneca geimpft werden können. Dies ergebe gerade für jüngere Menschen die Möglichkeit, jetzt nicht mehr warten zu müssen. Da der Bund beabsichtigt, Astrazeneca vornehmlich an die Hausärzte auszuliefern, werde diese Möglichkeit der Impfung ohne Prioritäten besonders bei den Hausärzten bestehen.

Hessen stellt Corona-Geimpfte mit negativ getesteten Menschen gleich

Bereits für Mai rechnet Hessen mit Lieferungen von 346.000 Impfdosen pro Woche. Es sei wichtig, die wachsenden Impfstoff-Mengen so schnell wie möglich zu den Menschen zu bringen. Außerdem bereite Hessen momentan die Einbeziehung der Betriebsärzte in die Impfungen vor, die nach Planungen des Bundes ab Juni möglich sein sollen. „Auch dies wird im Zuge der anwachsenden Impfstoff-Lieferungen das Impfen deutlich beschleunigen“, sagte er.

Hessen stellt vollständig gegen Corona Geimpfte nach den Worten des Regierungschefs rechtlich mit negativ getesteten Menschen gleich. Das Land habe in der vergangenen Woche seine Verordnungen nach Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) angepasst. (Marvin Ziegele, als) *fnp.de, hna.de und giessener-allgemeine.de sind Angebote von IPPEN.MEDIA.

Rubriklistenbild: © Michael Kappeler/dpa

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