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Covid-19

Corona-Impfung: Biontech gibt Entwarnung – Ursprünglicher Lieferzeitplan einhaltbar

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  • Isabel Wetzel
    Isabel Wetzel
  • Lukas Rogalla
    Lukas Rogalla
  • Luisa Ebbrecht
    Luisa Ebbrecht

Biontech wird den Lieferzusagen entsprechend genügend Impfdosen liefern können. Die Terminvergabe für eine Corona-Impfung in Hessen muss vorerst gestoppt werden. Der News-Ticker.

  • In Hessen sind im Kampf gegen Corona* 28 Impfzentren entstanden.
  • 60.000 Impftermine für Menschen über 80 Jahren wurden bereits vergeben.
  • Der Biontech-Impfstoff wird bald auch in Marburg produziert.

Update vom Samstag, 16.01.2021, 12.55 Uhr: Nachdem wochenlange Verzögerungen bei der Lieferung angekündigt wurden, gibt Impfstoff-Hersteller Biontech nun Entwarnung. Ab dem 25. Januar könne man wieder zum ursprünglichen Zeitplan für Lieferungen von Corona-Impfstoff in die EU zurückkehren, heißt es in einer Pressemitteilung, die am Freitag veröffentlicht wurde.

Ab der Woche vom 15. Februar plane man, die Auslieferungen zudem zu erhöhen, „sodass wir in der Lage sein werden, die volle zugesagte Menge an Impfstoffdosen im ersten Quartal und deutlich mehr im zweiten Quartal zu liefern“, erklärte das Unternehmen aus Mainz. Mit einem weiteren Produktionsstandort in Marburg will man im ersten Halbjahr dieses Jahres 250 Millionen weitere Corona-Impfdosen herstellen. Die EU-Mitgliedsstaaten sowie die Europäische Kommission und weitere betroffene Länder werde man über die Änderungen informieren.

Vor einigen Wochen hatte Biontech bekanntgegeben, dass man Lieferzusagen wegen Umbauarbeiten in einem Werk in Belgien nicht einhalten könne.

Biontech gibt Entwarnung: Den ursprünglichen Zeitplan bei der Lieferung von Corona-Impfstoff werde man einhalten können.

Corona-Impfung: Alle Impftermine für Senioren vergeben

+++ 17.10 Uhr: Alle 60.000 Corona-Impftermine für Senioren im Alter von über 80 Jahren in Hessen sind vorerst vergeben. Diese Bürger können sich ab dem 19. Januar in den sechs regionalen Impfzentren im Land zum Schutz gegen das Coronavirus impfen lassen. Im Anmeldeverfahren bereits erfolgreich registrierte ältere Menschen, die aber keinen Termin erhalten konnten, bleiben nach Angaben des Innenministeriums aber gespeichert. Die Terminvergabe könne jedoch erst wieder starten, wenn weitere Impfstofflieferungen in Hessen eintreffen. Wann das sein wird, ist noch unklar.

60.000 Impftermine wurden in Hessen bereits vergeben. Jetzt warten die Behörden auf neuen Impfstoff gegen das Coronavirus.

Die Corona-Impfung soll ab Dienstag (19.1.) nächster Woche an den Impfstandorten in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt beginnen. Die wichtige Zweitimpfung erfolgt dann den Angaben zufolge in demselben Impfzentrum wie die Erstimpfung, in der Regel etwa drei Wochen später. Insgesamt kommen mehr als 400.000 Menschen, die 80 Jahre und älter sind, für einen Impftermin in Hessen in Frage.

Die Vergabe der Impftermine für die Über-80-Jährigen war begleitet von massiven technischen Störungen über das Internet und die Telefon-Hotline. Wegen des großen Ansturms auf die Termine gab es bis zum Schluss sehr lange Wartezeiten. In Hessen gibt es bereits Schutzimpfungen für Bewohner und Beschäftigte in Alten- und Pflegeheimen sowie Personal in Corona-Intensivstationen.

Streit um Öffnung aller Impfzentren in Hessen

+++ 16.56: Wegen der knapp bemessenen Anzahl an Impfdosen gegen das Coronavirus sollen ab 19.01.2021 nur die sechs regionalen Impfzentren öffnen. Eine Petition von einem Stadtverordneten aus Limburg, an der sich auch der Hanauer Oberbürgermeister Claus Kaminsky und Main-Kinzig-Landrat Thorsten Stolz (beide SPD) beteiligen, fordert nun die sofortige Öffnung aller Impfzentren. Der Hanauer Landtagsabgeordnete Heiko Kasseckert (CDU) sagte gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, dass er von Hessens Innenminister Peter Beuth die Zusage erhalten habe, dass alle Impfzentren öffnen, sobald ausreichen Impfstoff verfügbar ist.

Impfstoff-Produktion: Biontech darf auch in Marburg starten

+++ 15.30 Uhr: Das Mainzer Unternehmen Biontech darf den gefragten Corona-Impfstoff ab sofort auch in seinem neuen Werk in Marburg produzieren. Das zuständige Regierungspräsidium Gießen habe den Betrieb der Anlage genehmigt. Das teilt die hessische Landesregierung in Wiesbaden am Freitag (15.01.2021) mit. Über den tatsächlichen Beginn der Produktion müsse Biontech entscheiden.

Das Gebäude von Biontech am Standort Marburg: In den letzten Wochen liefen hier unter Hochdruck Umbaumaßnahmen, um die Impfstoff-Produktion zu ermöglichen.

Das Unternehmen kündigte an, dass es wie geplant beim Produktionsbeginn im Februar bleibe. Dem Unternehmen zufolge vergehen zwischen der Herstellung und Freigabe des kontrollierten Vakzins dann üblicherweise etwa vier Wochen. Im ersten Halbjahr 2021 sollen in Marburg 250 Millionen Dosen des Impfstoffes von Biontech und seines US-Partners Pfizer hergestellt werden. Als Gesamtmenge einer Jahresproduktion streben die Mainzer nach eigenen Angaben hier 750 Millionen Dosen an.

Biontech hatte das Marburger Werk vor einigen Wochen vom Schweizer Pharma-Konzern Novartis übernommen. Der Marburger Produktionsstandort mit 300 Mitarbeitenden gehört zu einem Pharma-Park, wo mehrere pharmazeutische Firmen angesiedelt sind.

Corona-Impfung: Chaos in Darmstadt? Ärger zwischen Stadt und Land Hessen

+++ 13.29 Uhr: Ärger wegen des chaotischen Impf-Starts gibt es zwischen der Stadt Darmstadt und dem Land Hessen: Die Stadt erklärte, dass es „leider auch zu Doppelvergaben von Terminen“ kam, umgekehrt hätten aber auch „einige Personen gleich mehrere Termine bekommen“. In Darmstadt nehmen sie das Land Hessen in die Pflicht: „Wir setzen darauf, dass hier die Anlaufschwierigkeiten durch das Land schnellstmöglich korrigiert werden.“

Das Innenministerium des Landes Hessen dementiert die Aussagen aus Darmstadt*: „Das Anmeldesystem schließt durch mehrere Sicherheitsmechanismen Doppelbuchungen für Impftermine aus. Außerdem ist es ausgeschlossen, dass eine Person mehrere Termine gebucht hat. Impfberechtigte können ausschließlich einen Termin für die Erstimpfung und einen Termin für die Zweitimpfung vereinbaren.“

Corona in Hessen: Tool berechnet eigenen Impftermin

+++ 12.38 Uhr: Die Klagen über den Start der Corona-Impfungen in Hessen häufen sich. Für alle, die sich noch etwas gedulden müssen, haben Uni-Absolventen jetzt ein kluges Webtool entwickelt: Es berechnet den voraussichtlichen Termin für die Corona-Impfung und schätzt die eigene Position in der Warteschlange ein. Die Entwicklerin des Impfrechners betont, dass der Rechner zwar keine perfekte Schätzung abgebe, aber dennoch zuverlässig sei.

Corona-Impfung in Hessen: Impfzentren in zwei Kreisen ausgebucht

Update vom Freitag, 15.01.2021, 10.48 Uhr: Bisher haben 42.000 Menschen in Hessen einen Termin für die Corona-Schutzimpfungen bekommen (Stand 14.01.2021, 18 Uhr). Die Termine für die nötige zweite Impfdosis wurden jeweils bei der ersten Anmeldung vereinbart. Das Impfzentrum in Heuchelheim bei Gießen ist inzwischen ausgebucht*, meldet das hessische Innenministerium. Auch in Fulda gibt es keine Termine mehr.

Wenn 60.000 Menschen in Hessen Termine bekommen haben, können erst einmal keine weiteren Impftermine gebucht werden. Anmeldungen sind erst wieder möglich, wenn eine weitere Impfstofflieferung eintrifft.

42.000 Menschen in Hessen haben bereits einen Termin für die Corona-Impfungen. (Symbolbild)

Corona-Impfungen in Hessen: Gesundheitsamt Frankfurt mit eindringlicher Bitte

Update vom Mittwoch, 13.01.2021, 11.03 Uhr: Die Stadt Frankfurt am Mittwoch (13.01.2021) darauf hingewiesen, keine Termine für Corona-Impfungen vergeben zu können. Wörtlich heißt es: „Das Gesundheitsamt Frankfurt kann keine Termine vergeben und bittet dringend, von entsprechenden Anfragen abzusehen.“ Grund dafür sei, dass dies in der Zuständigkeit des Landes Hessen liegt, dessen Systeme aber nach wie vor überlastet sind. Die Stadt Frankfurt bittet darum, von Anfragen bezüglich der Corona-Impfung abzusehen.

Wer eine Corona-Impfung erhalten möchte, kann sich an die zentrale Telefonnummer 116 117 wenden. Außerdem steht unter impfterminservice.hessen.de ein Onlineportal zur Vergabe von Terminen für die Corona-Impfung in Hessen zur Verfügung.

Das Warten auf die Corona-Impfung kann in Hessen noch dauern.

Schwierigkeiten bei Vergabe von Terminen für Corona-Impfung für Mobilitätseingeschränkte

+++ 19.24 Uhr: Zwar werden seit Dienstag (12.01.2021) Impftermine an über 80-Jährige vergeben, aber für viele Hochbetagte wird der Weg ins Impfzentrum zum Problem. Das Ergebnis einer Ad-hoc-Befragung der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie unter 118 Hochbetagten zeigt, dass über 70 Prozent bereit sind, sich impfen zu lassen. Die meisten davon möchten sich auch möglichst schnell mit einer Impfung vor dem Corona-Virus schützen. Nur müssen die Hochbetagten erst einmal zu den Impfzentren gelangen - für viele allein nicht denkbar. Lediglich ein Viertel der Befragten sieht sich in der Lage, selbstständig ins Impfzentrum zu kommen. Momentan sind sechs Impfzentren in Hessen geöffnet: in Kassel, Wiesbaden, Darmstadt, Frankfurt, Fulda und Gießen. Je nach Wohnort müssen die über 80-Jährigen weit über 80 Kilometer für eine Impfung zurücklegen.

Hochbetagte in Hessen können sich nun für eine Corona-Impfung anmelden. Doch viele Impfzentren sind für sie schwer zu erreichen. (Symbolbild)

Chaos um Corona-Impfung in Hessen – Impfstoff und Termine knapp

+++ 17.25 Uhr: Seit etwa 15 Uhr ist die telefonische Terminvereinbarung für die Corona-Impfung in Hessen wieder möglich. Über die Telefonnummern 116 117 sowie 0611/505 92 888 können wieder Termine für die Corona-Schutzimpfung ab dem 19. Januar 2021 in einem von sechs regionalen Impfzentren gebucht werden. Michael Schaich, der Pressesprecher des hessischen Innenministeriums, erklärte in einer Mitteilung, dass es beim heutigen Start zur Impftermin-Anmeldung in Hessen zu einer Überlastung der Systeme gekommen war. Das habe man aber bereits erwartet: Innerhalb kürzester Zeit erfolgten mehrere Millionen Zugriffsversuche auf die freigeschaltete Webseite und die Hotline, sodass die Kapazitätsgrenze schnell erreicht war.

Ansturm auf Corona-Impftermine in Hessen legt Buchungssystem lahm

Darauf folgte eine technische Störung, die sich über den gesamten Dienstag (12.01.2021) bis zum Nachmittag hinzog. Um eine dauerhafte Blockade des Online-Anmeldeverfahrens zu verhindern, musste das System zwischenzeitlich komplett heruntergefahren werden. Dies wirkte sich auch auf die Impftermin-Buchung über die Hotline aus. „Der beauftragte IT-Dienstleister arbeitet mit Hochdruck daran, die Webseite für das Onlineanmeldeverfahren schnellstmöglich wieder an den Start zu bringen“, heißt es in der Meldung des Innenministeriums weiter. Mehr als 400.000 Menschen, die 80 Jahre und älter sind, kommen aktuell für einen Termin zur Corona-Impfung infrage. Ein zusätzliches Problem ist aber, dass auch sehr viele Bürgerinnen und Bürger die freigegebenen Kanäle für allgemeine Fragen und zur generellen Information nutzten.

Aufgrund noch sehr geringer Impfstoff-Mengen können zunächst nur rund 60.000 Termine vergeben werden. Während der Störung am Nachmittag verbreiteten sich Gerüchte über die sozialen Netzwerke, es seien bereits alle verfügbaren Impf-Dosen vergeben. Das Ministerium teilte nun aber mit, dass weiterhin Termine und Impfstoff zur Verfügung stehen – auch wenn die Zahl begrenzt ist. Mit weiteren Impfstoff-Lieferungen werden dann nach und nach auch mehr Impf-Termine zur Verfügung gestellt. Bisher konnten rund 4.000 Termine für eine Erstimpfung registriert werden. Um trotz der anfänglichen Störungen noch einige Terminvereinbarungen zu ermöglichen, sind die Hotlines heute zwei Stunden länger, bis 22 Uhr, geschaltet.

Corona-Impfung in Hessen: Gravierende Probleme bei der Anmeldung für Termine

+++ 14.40 Uhr: Das Interesse an den Corona-Impfungen in Hessen ist offenbar sehr groß – und das Land nicht optimal darauf vorbereitet. Bereits kurz nach dem Start der Anmeldungen waren die Telefon-Hotlines überlastet. Wie die dpa berichtet, hören die Anruferinnen und Anrufer der Nummer 116 117 eine Meldung, dass sie es wegen der hohen Zahl an Anrufen zu einem späteren Zeitpunkt noch einmal versuchen sollten. Alternativ gibt es die Anmeldung über die Internetseite corona-impf-services-hessen.de. In den sozialen Netzwerken wird dazu Kritik laut: Über 80-Jährige würden selten in der Lage sein, sich online anzumelden. Eine Nutzerin schreibt beispielsweise „Super Idee die Anmeldungen zum Impfen übers Internet, weil die Telefone überlastet sind. Ich denke nicht, dass viele über 80-Jährige das hinbekommen.“

Impf-Termine in Hessen: Probleme bei der Anmeldung

Viele Angehörige, die sich um die Impf-Anmeldung ihrer Eltern, Großeltern oder Schwiegereltern kümmern möchten, beklagen allerdings, dass auch die Internetseite zwischenzeitlich nicht erreichbar ist: Die Nutzerinnen und Nutzer bekamen eine Fehlermeldung wegen Überlastung. Hat man es dann geschafft, die Registrierung abzuschließen, wartet man weitere Stunden auf die E-Mail mit dem Link zur tatsächlichen Terminvereinbarung.

Ab heute kann man in Hessen Termine für eine Corona-Impfung machen. Doch es läuft nicht glatt. (Symbolbild)

Die Aufregung auf Facebook über die Anmeldung zur Corona-Impfung ist in jedem Fall groß. Viele beschweren sich über die schlechte Vorbereitung des Landes Hessen, eine generell schlecht erreichbare und überlastete 116 117, andere halten eine Internetseite für die falsche Plattform, wieder andere versuchen zu beschwichtigen und erklären, diesem Ansturm könne kein Server standhalten. Man solle es einfach die Tage noch einmal versuchen. Einige behaupten, es sei sicher schon kein Impfstoff mehr da, andere ärgern sich, dass in Hessen 28 Impf-Zentren bereitstünden und die über 80-Jährigen dennoch viele Kilometer für die Corona-Impfung zurücklegen müssten.

Anmeldung in Corona-Impfzentren in Hessen startet

Update vom Dienstag, 12.01.2021, 8.59 Uhr: Seit Dienstag (12.01.2021) ist es für über 80-Jährige möglich, sich für die Corona-Impfungen in Hessen anzumelden. Dafür stehen die Servicenummer 116 117 und das Onlineportal impfterminservice.de zur Verfügung. Wer nicht selbst in der Lage ist, sich für eine Corona-Impfung anzumelden, kann auch auf die Hilfe von Angehörigen zurückgreifen. Die ersten Termine sollen für den 19.01.2021 zur Verfügung stehen.

Für Menschen, die nicht in eines der regionalen Impf-Zentren kommen können, stehen mobile Impf-Teams bereit. Allerdings hatte Hessens Innenminister Peter Beuth bereits erklärt, dass Corona-Impfungen durch die Teams erst in einigen Wochen möglich sein werden, da noch nicht genug Impfstoff zur Verfügung steht.

Häusliche Corona-Impfungen in Hessen angekündigt

Update vom Dienstag, 05.01.2021, 12.05 Uhr: Hessen will alle über 80-Jährigen im Land schriftlich über das Anmeldeverfahren für eine Corona-Schutzimpfung informieren. Innenminister Peter Beuth (CDU) und Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) kündigten am Dienstag (05.01.2021) in Wiesbaden an, dass es auch ein Erfassungsverfahren für häusliche Impftermine geben solle. „Es wird aufgrund der geringen Impfmengen noch einige Wochen in Anspruch nehmen, bis Hausbesuche durch mobile Impfteams in Hessen landesweit erfolgen können“, teilten die Minister mit.

Bislang ist geplant, dass ab 19. Januar die ersten sechs regionalen Impfzentren in Kassel, Gießen, Fulda, Frankfurt, Wiesbaden und Darmstadt öffnen. Menschen aus der ersten Priorisierungsgruppe der Corona-Impfverordnung können sich ab dem 12. Januar dort für ihren persönlichen Impftermin anmelden. Zu dieser Gruppe zählen Männer und Frauen im Alter von über 80 Jahren.

Überall in Hessen stehen Corona-Impfzentren bereit – auch im Kreis Groß-Gerau.

Corona-Impfung in Hessen: Impfzentren öffnen am 19. Januar

Update vom Freitag, 01.01.2021, 14.25 Uhr: Die Impf-Kampagne zum Schutz vor dem Coronavirus wird in diesem Monat in die nächste Phase gehen. Während derzeit mobile Teams unterwegs sind, um Bewohner und Personal von Alten- und Pflegeheimen sowie von Kliniken zu impfen, werden am 19. Januar sechs große regionale Impfzentren in Hessen öffnen. Das teilten Innenminister Peter Beuth (CDU) sowie Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) am Neujahrstag in Wiesbaden mit. Hessinnen und Hessen, die der höchsten Priorisierungsgruppe angehören, können sich ab dem 12. Januar online oder per Telefonhotline unter der Rufnummer 116 117 für ihre persönliche Impfung gegen das Coronavirus anmelden.

Die großen regionalen Impfzentren in Hessen im Überblick:

  • Darmstadt
  • Gießen
  • Fulda
  • Frankfurt
  • Wiesbaden
  • Kassel
  • Welches Impfzentrum Ihre Stadt oder Ihre Gemeinde umfasst ist, sehen Sie hier.

Corona-Impfung in Hessen: Regionale Impfzentren öffnen am 19. Januar

„Angesichts der überschaubaren Impfstoffmengen werden sie noch nicht unter Volllast laufen“, erklärten Beuth und Klose in der gemeinsamen Mitteilung über die großen regionalen Impfzentren. „Dennoch werden tausende Bürgerinnen und Bürger wöchentlich landesweit ihre Schutzimpfung erhalten können. Sobald eine erhöhte Impfstoffproduktion und weitere Zulassungen für wirksame Impfstoffe in Europa erfolgen, können wir unsere weiteren Impfzentren öffnen.“ Derzeit habe noch der Schutz in Alten- und Pflegeeinrichtungen sowie in belasteten Krankenhäusern Vorrang.

Das Land Hessen hat seit dem 26.12.2020 fast 100.000 Impfdosen erhalten. Die Hälfte der verfügbaren Menge wird zunächst bei minus 70 Grad gelagert, um die wichtige Zweitimpfung sicherzustellen. In Hessen haben bereits mehr als 21.000 Menschen eine erste Corona-Impfung erhalten. Rund 567.000 Menschen gehören der ersten Priorisierungsgruppe an. Weitere Impfwillige werden um Geduld gebeten. Die Priorisierung bestimmter Personengruppen sei vom Bundesgesundheitsministerium vorgegeben und zwingend, da noch nicht genügend Impfstoff zur Verfügung stehe. „Wir alle arbeiten zügig daran, dass es so rasch wie möglich in Hessen weitergeht“, versicherten Beuth und Klose.

Das künftige Impfzentrum in der Festhalle auf dem Messegelände in Frankfurt am Main. Am 19. Januar 2021 soll es öffnen.

Corona: Impfungen starten in Hessen

Update vom Sonntag, 27.12.2020, 13.20 Uhr: Doch schon etwas schneller als zunächst erwartet startet Hessen am Sonntag (27.12.2020) mit den ersten Impfungen gegen das Coronavirus. Dafür stehen dem Land zunächst knapp 10.000 Dosen des ersehnten Impfstoffs von Biontech und Pfizer zur Verfügung. Am Samstag (26.12.2020) kam die erste Lieferung mit den Impfdosen wie geplant in Hessen und anderen Bundesländern an.

Die ersten 5.000 Impfdosen erhalten die Mitarbeiter auf den Covid-19-Intensivstationen der Krankenhäuser sowie Bewohner und Mitarbeiter von Alten- und Pflegeheimen. Die anderen 5.000 Dosen werden zunächst in einem Kühlzentrum zwischengelagert, da in drei bis vier Wochen bei allen Geimpften eine zweite Impfung nötig sein wird.

Eine Tennishalle in Schleswig-Holstein wird zum Corona-Impfzentrum umgebaut. Auch in Hessen soll ab Mitte Dezember das große Impfen starten.

Impfungen in Hessen: Erste Impfzentren ab Mitte Januar in Betrieb

Sobald der Corona-Impfstoff in ausreichendem Maße vorhanden und ein Großteil der Menschen in den Alten- und Pflegeheimen sowie Krankenhäusern im Land geimpft ist, sollen voraussichtlich Mitte bis Ende Januar 2021 in einer nächsten Phase sechs zentrale Impfstellen in Hessen öffnen - zunächst in Frankfurt, Wiesbaden, Kassel, Gießen, Fulda und Darmstadt. Schrittweise und bei noch mehr verfügbarem Impfstoff sollen dann die restlichen 22 Impfzentren hochgefahren werden. Wenn alle 28 Impfzentren im Vollbetrieb sind, können den Angaben zufolge täglich etwa 30.000 Schutzimpfungen gegen das Coronavirus vorgenommen werden.

Impfzentrum in Hessen: Zahlen und Fakten rund ums Impfen gegen Corona

Erstmeldung vom 02.12.2020: Frankfurt – Das Land Hessen bereitet derzeit eine Massen-Impfung gegen Corona vor. Im ganzen Bundesland sollen mindestens 28 Impfzentren* entstehen. Es müssen etwa vier Millionen Menschen geimpft werden, damit die sogenannte Herdenimmunität eintritt. Wer sich impfen lassen möchte, muss einiges beachten. Wir haben das Wichtigste zusammengefasst. 

  • Pro Tag sollen in jedem Impfzentrum um die 1.000 Impfungen durchgeführt werden.
  • Jede Person muss zweimal gegen das Coronavirus geimpft werden.
  • An sieben Tagen die Woche von 7 bis 22 Uhr soll geimpft werden.
  • Die Corona-Impfzentren müssen nach Vorgabe des Landes Hessen am 11.12.2020 einsatzbereit sein. Das klappt auch - Hessen ist startklar!
  • Für die Geimpften ist die Corona-Impfung gratis. Eingekauft wird der Impfstoff vom Bund.
  • Ende Dezember 2020/Anfang Januar 2021 soll es losgehen - Wann genau der Impfstoff in Deutschland zugelassen wird und geliefert werden kann steht allerdings noch nicht fest.
  • Die Termine sollen über ein vom Bund bereitgestelltes Online-Portal und über eine extra eingerichtete Hotline vergeben werden.

Corona-Impfzentrum in Hessen: Wer kann sich impfen lassen?

Nach Zulassung und Lieferung des Corona-Impfstoffs werden deutschlandweit zunächst Menschen aus Risikogruppen und Gesundheitspersonal geimpft. Das stellte Gesundheitsminister Kai Klose (Grüne) klar. Die Einladungen zur Impfung erfolgt nach einer Prioritäten-Liste, die unter anderem der Ethikrat und die Leopoldina erarbeitet haben. Das heißt: Man kann nicht einfach spontan in einem Corona-Impfzentrum aufschlagen. Die Menschen bekommen, wenn es so weit ist, eine Nachricht über die Möglichkeit und Terminierung der Impfung.

Diese Menschen in Hessen werden zuerst im Corona-Impfzentrum geimpft:

  • Ältere Menschen (zunächst alle über 80 Jahren)
  • Menschen mit Krankheiten
  • Gesundheitspersonal
  • Menschen in anderen systemrelevanten Berufen

Corona-Impfzentrum in Hessen: Das sind die Standorte im Überblick

In Hessen wurden bislang 28 Impfzentren-Standorte veröffentlicht. Das sind die Impfzentrum-Standorte in den großen Städten in Hessen:

  • Stadt Darmstadt (Kongresszentrum Darmstadtium)
  • Stadt Frankfurt (Messe*)
  • Stadt Fulda (Waideshalle im Kongresszentrum Esperanto)
  • Stadt Kassel (Großsporthalle Am Auepark)
  • Stadt Offenbach* (Stadthalle)
  • Stadt Wiesbaden (RheinMain CongressCenter)

Das sind die Impfzentrum-Standorte in den Landkreisen in Hessen:

  • Alsfeld (Vogelsbergkreis, Hessenhalle)
  • Bad Homburg (Hochtaunuskreis, ehemaliges Hewlett-Packard Gebäude)  
  • Bensheim (Landkreis Bergstraße, Büro-Gebäude in der Nähe des Festplatzes)
  • Büdingen (Wetteraukreis*, leerstehender Baumarkt)
  • Calden (Landkreis Kassel, ehemaliger Flughafen Calden)
  • Eltville am Rhein (Rheingau-Taunus-Kreis, Sporthalle Martin-Buber-Schule)
  • Erbach (Odenwaldkreis, Wiesenmarkt-Gelände)
  • Eschwege (Werra-Meißner-Kreis, Turnhallen des Oberstufengymnasiums Eschwege)
  • Fritzlar (Schwalm-Eder-Kreis, Messezelt auf dem Kasernengelände)
  • Gelnhausen (Main-Kinzig-Kreis, Großsporthalle der Kreisrealschule)
  • Groß-Gerau (Landkreis Groß-Gerau, Sporthalle der Martin-Buber-Schule)
  • Hanau (Main-Kinzig-Kreis, August-Schärttner-Halle)
  • Hattersheim (Main-Taunus-Kreis, Schulungszentrum Hattersheimer Kastengrund)
  • Heuchelheim (Landkreis Gießen*, Obergeschoss des Einrichtungsmarktes „Roller“)
  • Heusenstamm (Landkreis Offenbach, Campus Heusenstamm)
  • Korbach (Landkreis Waldeck-Frankenberg, Sporthalle der Louis-Peter-Schule)
  • Lahnau (Lahn-Dill-Kreis, Lahnauhalle)
  • Limburg-Dietkirchen (Landkreis Limburg-Weilburg, Impfzentrum Limburg-Weilburg)
  • Marburg (Landkreis Marburg-Biedenkopf, Messegelände)
  • Reinheim (Landkreis Darmstadt-Dieburg, Geflüchtetenheim)
  • Rotenburg (Kreis Hersfeld-Rotenburg, Göbels Hotel Arena)
  • Pfungstadt (Landkreis Darmstadt-Dieburg, Gewerbegebiet)

In den ersten Städten und Landkreisen in Hessen ist der Impfzentren-Aufbau in vollem Gange. Seit dem heutigen Freitag (11.12.2020) sind die Impfzentren in Hessen weitgehend einsatzbereit. „Unser Ziel ist es, am 15. Dezember 2020 die volle Einsatzbereitschaft für die größte Impfaktion in der Geschichte unseres Landes zu melden“, sagte Innenminister Peter Beuth am Donnerstag im hessischen Landtag. Das große Impfen kann starten, sobald der Impfstoff zugelassen und lieferbar ist. (Luisa Ebbrecht) *fnp.de, fr.de, giessener-allgemeine.de, wetterauer-zeitung.de und op-online.de sind Teil des deutschlandweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa

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