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Coach Glasner: „Jetzt kommt die schönste Zeit des Jahres“

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Makoto Hasebe
Frankfurts Makoto Hasebe winkt ins Publikum. © Uwe Anspach/dpa/Archivbild

Eintracht Frankfurt startet nach der Länderspielpause mit viel Optimismus in die entscheidende Saisonphase. Gegen Fürth wollen die Hessen ihre Erfolgsserie ausbauen und Selbstvertrauen für den anstehenden Kracher in der Europa League tanken.

Frankfurt/Main - Oliver Glasner hat kein Problem damit, dass das Duell von Eintracht Frankfurt mit Aufsteiger SpVgg Greuther Fürth für die meisten Fans nur die Ouvertüre für das große Fußball-Fest gegen den FC Barcelona ist. „Barcelona ist momentan in Frankfurt und Umgebung allgegenwärtig. Das wollen wir auch gar nicht wegschieben, weil es ein absolutes Highlight ist“, sagte der Trainer des hessischen Fußball-Bundesligisten am Donnerstag. Von seiner Mannschaft erwartet Glasner an diesem Samstag (15.30 Uhr/Sky) aber natürlich volle Konzentration auf die Aufgabe gegen den Tabellenletzten. „Das Beste, was wir im Hinblick auf Barcelona für uns tun können, ist gegen Fürth zu gewinnen“, betonte der 47 Jahre alte Österreicher.

Fünf Tage vor dem bereits ausverkauften Hinspiel im Viertelfinale der Europa League gegen Barça will die Eintracht ihre Erfolgsserie fortsetzen. Seit sechs Pflichtspielen sind die Frankfurter ungeschlagen. Der Rückstand auf Platz sechs, der die erneute Teilnahme am europäischen Wettbewerb bringt, beträgt nur noch sechs Zähler. „Für mich kommt jetzt die schönste Zeit des Jahres. Jetzt kannst zu ernten, was du gesät hast. Es geht darum, dich zu belohnen für den Aufwand, den du das ganze Jahr betrieben hast“, sagte Glasner zum bevorstehenden Saison-Endspurt. Das Ziel ist klar: „Wir wollen soviel mitnehmen wie möglich.“

Um das zu erreichen, bedürfe es einer absoluten Fokussierung auf die jeweils anstehende Aufgabe. „Die besten Voraussetzungen hast du, wenn du klar im Kopf bist und mit Freude und Begeisterung in diese Phase gehst. Genau so wollen wir das angehen“, verkündete Glasner.

Gegen Fürth ist der Tabellenachte natürlich Favorit. Doch unterschätzt werden dürfen die Franken nach Ansicht von Glasner keineswegs. „Wir haben großen Respekt vor den Fürthern. Sie haben viel Qualität und sind aggressiv“, mahnte der Eintracht-Trainer.

Pünktlich zur Crunchtime in der Saison fallen sämtliche Zuschauerbeschränkungen weg. Das spielt der Eintracht in die Karten. „Wir freuen uns riesig auf ein tolles Bundesligaspiel in einer wahrscheinlich vollen Arena. Es ist schön, die Stimmung genießen zu können“, sagte Glasner. Bis Donnerstagnachmittag waren knapp 50.000 Tickets verkauft. „Gerade wenn es im Spiel mal nicht so läuft, wie du dir das vorstellst, hilft die Unterstützung der Fans. Sie können für sehr viel positive Energie sorgen“, betonte der Fußball-Lehrer.

Auch personell sieht es gut aus. Lediglich Mittelfeldspieler Christopher Lenz (Wadenblessur) und Martin Hinteregger (gesperrt) fehlen. Der Abwehrchef wird von Makoto Hasebe vertreten. „Er hat sich super verhalten, als er nicht gespielt hat, und sich einen Einsatz verdient“, sagte Glasner über den 38 Jahre alten Japaner.

Noch offen ist, wer als Sturmspitze agieren wird. Rafael Borré, der erst am Donnerstag von der Länderspielreise mit Kolumbien nach Frankfurt zurückkehrte, agierte zuletzt unglücklich. Alternativen für die Startelf sind Gonçalo Paciência und Ragnar Ache. Nicht in Gefahr ist der Einsatz von Daichi Kamada, der am Donnerstag eine Trainingspause einlegte. „Er ist umgeknickt, es ist aber nicht so schlimm. Er wird am Freitag wieder trainieren“, versicherte Glasner. dpa

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