Bitte deaktivieren Sie Ihren Ad-Blocker

Für die Finanzierung unseres journalistischen Angebots sind wir auf die Anzeigen unserer Werbepartner angewiesen.

Klicken Sie oben rechts in Ihren Browser auf den Button Ihres Ad-Blockers und deaktivieren Sie die Werbeblockierung für FR.de. Danach lesen Sie FR.de gratis mit Werbung.

Lesen Sie wie gewohnt mit aktiviertem Ad-Blocker auf FR.de
  • Zum Start nur 0,99€ monatlich
  • Zugang zu allen Berichten und Artikeln
  • Ihr Beitrag für unabhängigen Journalismus
  • Jederzeit kündbar

Sie haben das Produkt bereits gekauft und sehen dieses Banner trotzdem? Bitte aktualisieren Sie die Seite oder loggen sich aus und wieder ein.

Haare gut, alles gut: Stephanie und Michael Noll bei der Trauung im Bebraer Rathaus. Dass die Kurierfahrer trotz Urlaubssperre heiraten durften, haben sie Chefin Birgit Finkenberg zu verdanken. Die „Flitterwochen“: eine Nacht im Vier-Sterne-Hotel.
+
Haare gut, alles gut: Stephanie und Michael Noll bei der Trauung im Bebraer Rathaus. Dass die Kurierfahrer trotz Urlaubssperre heiraten durften, haben sie Chefin Birgit Finkenberg zu verdanken. Die „Flitterwochen“: eine Nacht im Vier-Sterne-Hotel.

Anruf bei Radio

Eine Braut aus Bebra hat ein wichtiges Detail vergessen - dann startet sie einen hessenweiten Aufruf

Die Hochzeit - der schönste Tag im Leben eines Paares. Doch Stephanie Noll aus Bebra hat ein wichtiges Detail vergessen - und startet kurzerhand einen hessenweiten Radio-Aufruf.

Eine Hochzeit mit Hindernissen erlebte ein Paar aus Bebra im Landkreis Hersfeld-RotenburgDie Braut hatte einen Friseurtermin vergessen - und startet kurzerhand einen hessenweiten Hilfsaufruf im RadioDoch fast hätte das Paar die eigene Hochzeit verschlafen

Es sind noch zwei Tage bis zur standesamtlichen Trauung, als Stephanie Noll – die zu diesem Zeitpunkt noch Stephanie Strunk heißt – ein Problem auffällt, das für eine angehende Braut gar nicht mal so klein ist: Sie hat vergessen, einen Friseurtermin zu vereinbaren. 

Die Bebranerin greift am Mittwoch zum Handy und schickt einen hessenweiten Hilferuf an den Radiosender FFH. Es ist der Auftakt zu einer Hochzeit mit Hindernissen.

Paar wollte unbedingt am Jahrestag den 20. Dezember heiraten - Stress war also eingeplant

Die 34-Jährige ist Kurierfahrerin. Sie weiß, wie vollgepackt die Weihnachtszeit ist. Trotzdem wollen Stephanie und ihr Mann Michael am 20. Dezember in Bebra heiraten – dem Datum ihres Jahrestags. Stress ist also einkalkuliert. Die Verzweiflung wegen des verschwitzten Friseurtermins nicht.

Bebranerin wendet sich an Radiosender

In ihrer ersten Nachricht an den Radiosender vergisst die Bebranerin, ihren Namen und Wohnort mitzuschicken. Sie ist auf der Autobahn unterwegs, als der Moderator ganz Hessen auf das Problem aufmerksam macht.

Die 34-Jährige fährt auf einen Parkplatz und schickt die Daten hinterher. Am Donnerstag warten die ersten E-Mails in ihrem Posteingang: hilfsbereite Friseure mit einem freien Termin – aus Limburg, aus Mainz. Zu weit weg für eine Kurierfahrerin, die am nächsten Morgen heiraten will.

Per Liveschalte wird ein Friseur gesucht

Doch die Braut, die den eigenen Frisierkünsten nicht traut, lässt nichts unversucht: Stephanie und der Radiosender legen noch einmal nach. Per Liveschalte ins Studio wird gezielt ein Salon in Bebra und Umgebung gesucht. Ohne Erfolg. Dankbar für die Hilfsbereitschaft ist die Bebranerin trotzdem – auch, wenn der Stress noch nicht vorbei ist.

Sie und ihr Michael – wie seine Frau ein Kurierfahrer – kommen am Morgen des Hochzeits-Freitags berufsbedingt erst gegen 3 Uhr nach Hause. Weil noch Kuchen vorbereitet werden muss, kommt das Paar erst zwei Stunden später ins Bett. 

Brautpaar hätte fast verschlafen: Schwiegereltern retten die Hochzeit

„Glücklicherweise haben meine Schwiegereltern mitgedacht und uns um 9.15 Uhr aus dem Bett geklingelt. Andernfalls hätten wir mit großer Wahrscheinlichkeit unsere eigene standesamtliche Trauung verschlafen“, sagt Stephanie.

Der Stresspegel ist hoch, die Zeit knapp. Am Ende heißt es: Selbst ist die Braut. „Eine Stunde vor der Trauung ließen mich Haarschaum, Haarwachs und ein wenig Make-up einigermaßen wie eine normale Braut aussehen“, sagt Stephanie Noll. Ihr Mann hätte das sicher schmeichelhafter formuliert. Stattdessen sagte er einfach „Ja“.

Auch im nordhessischen Werra-Meißner-Kreis verlief eine Hochzeit kurios. Am Ende musste eine Tatortreinigerin gerufen werden.

Location, Essen, Kleid und Co.: Bevor die Hochzeitsglocken läuten stehen einige Vorbereitungen an - wir verraten, was eine Hochzeit kosten kann

Von Clemens Herwig

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare