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Hitlergruß in Auschwitz: Touristin festgenommen

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Von: Vincent Büssow

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Eine 29-Jährige aus den Niederlanden zeigt den Hitlergruß in der Gedenkstätte Auschwitz-Birkenau. Ihre Erklärung: Es war ein „dummer Scherz“.

Warschau – Die Polizei hat eine Touristin verhaftet, nachdem diese im ehemaligen Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau den Hitlergruß gezeigt hatte. Am Sonntag (23.01.2022) war die Frau aus den Niederlanden in der Gedenkstätte in Polen unterwegs, als sich der Vorfall ereignete. Laut ihr war die Aktion ein „dummer Scherz“.

Die 29-Jährige und ihr Mann waren gegen Mittag an dem bekannten Tor mit der Aufschrift „Arbeit macht frei“, das als Symbol für die Morde in Auschwitz sowie den Holocaust generell gilt. Die Touristin posierte an dieser Stelle für ein Foto, dass ihr 30-jähriger Mann schoss. Wie die Gedenkstätte auf Twitter mitteilte, zeigte sie dabei den Hitlergruß. Sicherheitsangestellte des ehemaligen Konzentrationslagers bemerkten dies und alarmierten daraufhin die Polizei.

Auschwitz-Birkenau
Die Polizei verhaftete eine Touristin aus den Niederlanden, die den Hitlergruß auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau gezeigt hatte. (Archivbild) © Kay Nietfeld/dpa

Hitlergruß in Auschwitz: Polizei verhaftet Touristin

Die Beamten brachte die niederländische Touristin und ihren Mann auf die Wache und meldeten den Vorfall dem Bezirksstaatsanwalt der Stadt Auschwitz. Die Behörde verhängte eine Geldstrafe gegen die Frau. Diese bekannte sich schuldig und akzeptierte die Bestrafung. Wie der zuständige Polizeisprecher gegenüber der Nachrichtenseite Polish News sagte, erklärte die 29-Jährige ihre Aktion als „dummen Scherz“. Die Höhe der Geldstrafe ist nicht bekannt.

Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das größte Vernichtungslager der Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs. Zwischen seiner Errichtung im Jahr 1941 und der Befreiung durch die Rote Armee vier Jahre darauf wurden über eine Million Juden dort getötet. Darüber hinaus ermordeten die Nazis in Auschwitz auch Sinti und Roma, Polen und Homosexuelle.

Touristin zeigt Hitlergruß in Auschwitz: Nicht der erste Fall dieser Art

Seit der Eröffnung des Staatlichen Museums Auschwitz-Birkenau im Jahr 1949 dient der Ort als Gedenkstätte, internationales Begegnungs- und Holocaust-Forschungszentrum. Außerdem erklärte die UNESCO das ehemalige Konzentrationslager im Jahr 1979 zum Weltkulturerbe.

Schon früher ist es an diesem Ort zu ähnlichen Vorfällen gekommen. So ließen sich drei Mädchen im Jahr 2018 dabei fotografieren, wie sie den Hitlergruß auf dem Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Auschwitz-Birkenau zeigten. Im selben Jahr sorgte ein Foto für Empörung, auf dem zu sehen war, wie Schüler aus den USA den Hitlergruß zeigten. (vbu/afp/dpa)

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