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„Mein Knochen. Geh Salat essen!“ Tiger vor der Reise nach Johannesburg.

Tiger-Flugreise

Zwei Tiger auf Durchreise in Frankfurt

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Die Tierschutzstiftung Vier Pfoten fliegt die Großkatzen via Fraport nach Südafrika. Wo die beiden Tiger herstammen, ist ungewöhnlich.

Bela und Sharuk sind zwei brave Kätzchen. Und Bela und Sharuk können fliegen. Gut, das war jetzt nicht ganz ehrlich. Mit den beiden ausgewachsenen Tigern ist normalerweise natürlich nicht zu spaßen, und fliegen können sie auch nur, weil sie am Dienstag in ein Flugzeug verladen werden. Mit Vollnarkose. Deshalb sind sie dabei auch brave Kätzchen – weil sie schlafen.

Mit Schlafmaske zum Flieger.

Vom Frankfurter Flughafen aus geht es am Dienstag nach Südafrika in die neue Heimat der beiden Tiger. Sie wurden, so seltsam das klingt, 2014 in Baden-Württemberg geboren, und zwar nicht im Zoo, sondern in einer privaten Anlage. Dort mussten sie mit ihren Eltern auf 200 Quadratmetern leben. Die Behörden verfügten schließlich, dass die Haltung auf dem engen Raum nicht zulässig sei. Der Halter wendete sich an die Tierschutzstiftung Vier Pfoten, die die Tiger 2015 in ihre Großkatzenstation Tierart holte, auf immerhin 1000 Quadratmeter. Dort warteten sie darauf, in eine wirklich tigergerechte Umgebung umzuziehen.

„Wir freuen uns, dass wir Bela und Sharuk endlich nach Lionsrock bringen können“, sagt Florian Eiserlo, Biologe und Betriebsleiter der Tierart-Station: „Beide sind jung und haben noch ein schönes langes Leben in unserem Großkatzenrefugium vor sich.“ Dort erwarte sie eine artgemäße Haltung mit ausreichend Platz: 10 000 Quadratmeter.

Für den Transport mussten die Tiere in Flugzeugcargokisten hinein. Das lief alles nach Plan. Am heutigen Mittwoch sollen Bela und Sharuk in ihr neues Zuhause entlassen werden. Vier Pfoten fordert derweil eine bundeseinheitliche Gesetzgebung, die künftig die private Haltung von Großkatzen verbietet.

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